31.11.
2. Feministische Winteruni: 2. - 6. Dezember: Programmübersicht

Film: Fucking Åmâl (Raus aus Åmâl), Dorothea Dornhof: Zum Bild der "grausamen Frau", Roswitha Scholz: Das Geschlecht des Kapitalismus, Ilse Lenz: Geschlechterverhältnisse in nichtpatriarchalischen Gesellschaften, Regina Becker-Schmidt: Von der Relationalität zwischen den Geschlechtern, Ihrsinn: Lesben und Staat, Gudrun Hentges: Frauen in rechtsextremen Organisationen, Torsten Wöllmann: Zur Kritik der kritischen Männerforschung, Simon Möller: Die Modernisierung antifeministischer Debatten in den Medien

Montag beginnt die zweite feministische winteruni


30.11.
Über die Gesprächsrunde für einen Aktionsplan gegen Rassismus und Gewalt (siehe nächste Meldung), zu der der Oberbürgermeister am Mittwoch eingeladen hatte
, liegt nun ein etwas ausführlicherer Bericht vor.

30.11.
Plötzliche Freude auch über jene, die aufgrund der Medienberichte gekommen seien

Die
Gesprächsrunde für einen Aktionsplan gegen Rassismus und Gewalt zu der Oberbürgermeister am Mittwoch eingeladen hatte, nahm eine überraschende Wende. Die Ruhr-Nachrichten schreiben in ihrer Donnerstagsausgabe: "Der Hauptausschuss hatte das Treffen auf seiner Sitzung im August beschlossen. Doch bereits die Einladungsliste führte im Vorfeld zu Ärger. ...Stüber versuchte das bereits in seiner Eingangsrede gerade zu rücken. Man habe zunächst die eingeladen, die man kenne. Dann seien aufgrund erster Beschwerden sogar noch einige nachgeladen worden. Er freue sich auch über jene, die aufgrund der Medienberichte gekommen seien." Sein Büro hatte zuvor auf Anfrage mitgeteilt, dass aus "Platzgründen" niemand zusätzlich teilnehmen könne. Auch inhaltlich verlief die Sitzung überraschend gut. Näheres dazu folgt.
Bericht in der WAZ und Bericht in den Ruhr-Nachrichten

30.11.
"Auch aus der Mitte der Gesellschaft kommen Signale,

die von Rechtsextremen als Ermunterung aufgefasst werden. Die Politik muss deshalb allen Tendenzen entgegentreten, die durch abwertende Äußerungen und diskriminierende Praxis andere Menschen nicht als gleichwertig anerkennen und so offener Fremdenfeindlichkeit und offenem Rechtsextremismus den Boden bereiten."
Dies ist ein Zitat aus einem gemeinsamen Papier aller im Rat vertretenden Fraktionen. "Fremde sind Freunde Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt". Erstaunlich, dass die Bochumer CDU, die die eindeutig rassistische Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft mitgetragen hat, nun ein solches Papier unterzeichnet. Das Papier ist
im Wortlaut auf der Web-Seite der SPD-Fraktion zu finden.
30.11.
Donnerstag 7.12. 20.00 Uhr: Denis Goldberg im Bahnhof Langendreer

"Unser langjähriger Freund Denis Goldberg - Menschenrechtler und Antirassist - ist in großer Sorge um uns und unser Land. (näheres) Kompetenter zu diesem Thema als Denis Goldberg kann keiner sein. Er hat sein Leben lang gegen Rassismus und Verletzung von Menschenrechten gekämpft und dafür 22 Jahre im Gefängnis in Südafrika gesessen. Seine schrecklichen Erfahrungen haben ihn sensibilisiert, über die Landesgrenzen hinaus rassistische Entwicklungen zumal in Deutschland eher und schärfer wahrzunehmen." Dies steht im aktuellen Rundbrief der Bochumer Initiative Südliches Afrika

29.11.
Die Politik will aufmucken

Einmütig haben sich am Dienstag alle Parteien im Rat mit der Bildung einer interfraktionellen Arbeitsgruppe "Fremde sind Freunde" und einem gemeinsamen Papier zu diesem Thema der Öffentlichkeit präsentiert. Keine der Parteien berichtet allerdings auf ihren Webseiten darüber. Insbesondere SPD und Grünen geht es mit dieser Initiative offensichtlich auch darum, den Oberbürgermeister (OB) und die Verwaltung in ihre Schranken zu verweisen. Der OB hat ohne Absprache mit den Fraktionen für den heutigen Mittwoch zu einer Gesprächsrunde (siehe auch weiter unten) eingeladen, in der auch über die Vergabe der fast 400.000 DM beraten werden soll, die das Land der Stadt für "Aktivitäten gegen Rechtsextremismus" zur Verfügung stellt. Mit ihrer Initiative haben die Fraktionen dem OB deutlich machen wollen, dass sie und nicht er über die Vergabe dieser Mittel zu entscheiden hat.

28.11.
Sonntag 3.12. 19.00 Uhr im az
Punk! Die Schublade ohne Grund und Boden, Referent Lars Hillebrandt, Bielefeld
"Punk: Eine Wissenschaft für sich, aber wer hier bei dieser Veranstaltung hieb- und stichfeste Analysen und übersichtliche Kategorien zur einfachen Informationsgewinnung über diese wahrlich komplexe Subkultur (oder gar Kultur?) erwartet, wird sich schwer tun. Diese Veranstaltung soll eher die immense
Schwierigkeit demonstrieren, Punk über nur einen Kamm scheren zu wollen." so laden
Junge Linke/JungdemokratInnen am Sonntag ein.

27.11.
Freitag 1.12.,19.30 Uhr,Bahnhof Langendreer
Terror unter Auschluss der Öffentlichkeit - Sozialer Widerstand und Menschenrechtsverletzungen in Oaxaca, Mexico
Gemeinsam mit Chiapas und Guerrero gehört Oaxaca zu den ärmsten Bundesstaaten. Und ähnlich wie dort rebelliert vor allem die indigene Landbevölkerung gegen die Auswirkungen der neoliberalen Politik der Regierung. Seit 1996 bietet das Auftauchen bewaffneter Widerstandsgruppen den Vorwand für die Militarisierung der Region. Dabei kommt es zu Menschenrechtsverletzungen an AktivistInnen von Basisbewegungen. Die Antwort auf Armut und Guerilla heißt Militarisierung und paramilitärischer Terror.
Mit Aline Castellanos, Vertreterin der Mexikanischen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte (LIMEDDH) näheres

27.11.
Blick für die Realität?

Dirk Erlenkämper vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) in Bochum setzt sich in einem Beitrag mit der Borniertheit einiger Geschäftsleute in der Brückstr. auseinander. Sie hatten über die Existenz einer Radspur gewettert. Dirk Erlenkämper empfiehlt: Trauen Sie Ihren Augen!
der vollständige Beitrag

27.11.
Gegenwehr ohne Grenzen

Das neue
Info von Gegenwehr ohne Grenzen, GoG, (parteiunabhängige Gruppe bei GM/Opel Bochum) ist im Netz. Schwerpunkt der Ausgabe: Eine Bewertung der Betriebsvereinbarung bei Opel, die im Sommer geschlossen wurde.

26.11.
Männerforschung
Eine Kritik der Männerforschung bildet den Schwerpunkt der am Dienstag erscheinenden Uni - Campuszeitung 2313.

26.11.
Gesprächsrunde für einen Aktionsplan gegen Rassismus und Gewalt:
Wer fehlt auf der Einladungsliste?

Für Mittwoch 15.00 Uhr hat Oberbürgermeister Stüber alles, was Rang und Namen in der Stadt hat, zu einer Gesprächsrunde für einen Aktionsplan gegen Rassismus und Gewalt eingeladen. Insgesamt mehr als 70 Organisationen und Einrichtungen.
Die InitiatorInnen des Kommunalpolitischen Ratschlages in Bochum befürchten, dass die Einladungsliste des Oberbürgermeisters zu diesem Termin keine Panne ist. "Denn interessant ist nicht nur, wen er eingeladen hat, sondern vor allem auch, wen er nicht eingeladen hat. Offensichtlich hat der Oberbürgermeister lange gezögert, den Auftrag des Hauptausschusses für ein solche Initiative umzusetzen. Vielleicht hat es ihn eine lange Überwindungszeit gekostet, wenigstens die Vereinigung der Verfolgten des Nazisregimes (VVN) zu einem solchen Gespräch einzuladen. Völlig ignorant verhält er sich gegenüber vielen anderen Gruppen in Bochum, die seit Jahren aktiv gegen Rassismus und Neonazis arbeiten und bisher keinerlei Anerkennung ihrer Arbeit - eher das Gegenteil - durch die Stadt erfahren haben."
die vollständige Erklärung im Wortlaut

26.11.
"Seit der Konstituierung des ersten Frauenbeirates im Jahre 1997 konnten die Interessen der Frauen in großem Umfang realisiert werden."
Zu diesem Ergebnis kommt der Pressesprecher der Stadt Bochum, Thomas Sprenger, wenn er zu einem Pressetermin anläßlich der nächsten Sitzung des Frauenbeirates einlädt. im Wortlaut
Wie die Umsetzung der Interessen der Frauen z.B. praktisch im Bochumer Rathaus und den städtischen Einrichtungen aussieht, läßt sich schön in der
Fotogalerie der "Amts- und Institutsleiter der Stadt Bochum" anschauen. Sechs der fünfundfünfzig Posten sind von Frauen besetzt. Mehr als zehn Prozent!
Wer auf der
Internetseite des Presse- und Informationsamtes der Stadt Bochum bis ganz nach unten schaut, findet auch dort eine Frau: eine von zehn - Genau zehn Prozent!

25.11.
Der Pott kocht fair - Nun auch in Bochum!
Zum Weihnachtsmarkt soll der "Bochum-Kaffee" eingeführt werden. Das ist eine Initiative aus den Eine-Welt- und Agendagruppen, um den Verkauf von fair gehandeltem Kaffee zu erhöhen. Am heitigen Samstag, 25.11., 11.30 Uhr will Tresenleser Jochen Malmsheimer auf der Bühne des Weihnachtsmarktes mit lockeren Worten dem Fair-Kaffee zum Erfolg verhelfen. Mehrere Stunden lang wird Elkim Mimo, Schauspieler aus Kolumbien, Szenen zum Thema Kaffee, -anbau und -handel auf der Straße aufführen.

24.11.
Stüber-Skandal-Chronik

Die Chronik mit Dokumenten zum Stüber-Skandal im Zusammenhang mit der Einladung der Shoa-Überlebenden Orna Birnbach in Bochum ist jetzt um fünf Dokumente ergänzt worden und damit einigermaßen vollständig. Es läßt sich jetzt ganz gut nachvollziehen, wie Ernst-Otto Stüber die EinladerInnen hingehalten hat und eine rechtzeitige Unterstützung versagt, bzw eine Zusage der Agenda-Programm-Gruppe einkassiert hat.
zur Chronik

23.11.
Antifa-Plenum: Viel zu tun!
Das Bochumer Antifa-Plenum trifft sich z. Z. wöchentlich. Die nächsten Treffen sind jeweils montags um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer. Ein Schwerpunkt ist die Vorbereitung der Aktivitäten gegen die Nazi-Kundgebung am 9. Dezember in Köln.
Das Protokoll der Sitzung vom letzten Montag.

22.11.
"Vom Umgang mit der Geschichte - Der Besuch jüdischer Emigranten und Überlebenden des Holocaust in Bochum"
Unter diesem Titel dokumentiert ein von Hubert Schneider und Irmtrud Wojak herausgegebenes Buch den Besuch jüdischer EmigrantInnen in ihrer alten Heimatstadt Bochum im September 1995. Im Vorwort beschreibt Irmtrud Wojak im Abschnitt "Die Fortsetzung 'Bochumer Besonderheiten' im Umgang mit der Geschichte" wie peinlich sich auch damals der Oberbürgermeister verhalten hat (S.16 ff). Das Buch ist im Klartext Verlag erschienen. ISBN 3-88474-473-9
In der aktuellen Stüber-Affaire haben Karin Schiele und Andreas Disselnkötter, die EinladerInnen von Orna Birnbach, auf den Brief (
im Wortlaut) von SPD-Fraktionschef Hossiep geantwortet. Sie beschreiben die Fassungslosigkeit vieler über das Verhalten des Oberbürgermeisters. Sie erinnern daran, wie er noch am 2.11. mitgeteilt hat, dass die Stadt keine Mittel zur Verfügung hat, um den Besuch zu unterstützen. Die Antwort im Wortlaut.

Da der ganze Vorgang nur noch für wenige InsiderInnen verständlich ist, gibt es jetzt eine
Chronik von Dokumenten zu diesem Stüber-Skandal, die das ganze ein wenig nachvollziehbar machen. Hier werden nach und nach auch einige Dokumente ergänzt, die bisher nicht öffentlich waren

20.11.
Stüber und Hossiep

Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat, Heinz Hossiep, hat in einem Brief an die EinladerInnen von Orna Birnbach versucht, das Verhalten seiner Fraktion und der Stadtverwaltung zu rechtfertigen und Stüber ein wenig in Schutz zu nehmen.
im Wortlaut
Hella Eberhardt zeigt in einem Brief an Hossiep auf, wie stark dieser sich in etlichen Punkten irrt, wenn er die EinladerInnen für das am 9. November verteilte Flugblatt verantwortlich macht und hierin eine Provokation sieht. Sie erinnert schließlich daran, dass auch die rot-grüne Koalition Stüber erst mit einem Ratsantrag drohen mußte, bis er einlenkte.
im Wortlaut

18.11.
Vom 27. -30. November findet in Bochum die 7. Internationalismuswoche statt. Veranstalter ist das Internationalismus Referat des AStA der RUB.
Ein Schwerpunkt im Programm der Internationalismuswoche ist der NATO-Krieg gegen Jugoslawien:
"Die Lügen des letzten und die Vorbereitung des nächsten Krieges gegen Jugoslawien" mit Jürgen ELSÄSSER;
"Kein Deutschland hier und anderswo- Überlegungen zur antinationalen Kritik der neuesten deutschen Friedensbewegung" mit Christoph TEUBER;
"Der letzte Krieg der NATO?" mit Matthias KÜNTZEL
das vollständige Programm mit allen Zeiten und Orten
Zum Vortrag vom Christoph Teuber befindet sich ein Text in der neusten
2313

17.11.

Demo vor Frauenabschiebeknast
Die Bochumer FrauenLesbengruppe Echse organisiert am 25. November eine Demonstration vor dem Frauenabschiebeknast in Neuss. Aus dem Aufruf: "Seit 1993 werden Frauen unterschiedlicher Herkunft bis zu 9 Monaten in Zweier- und Sechser-Zellen im Neusser Frauenabschiebeknast inhaftiert, dem einzigen bundesweit. Darunter auch junge Frauen von 16 Jahren. Zur Zeit sind 75 Frauen eingesperrt. Dies allein deswegen, weil ihr Antrag auf Asyl abgelehnt wurde, oder weil sie bei Razzien festgenommen wurden oder ihnen ein Stempel im Paß fehlt." näheres
Der 25. November ist übrigens der internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen.
Treffpunkt in Bochum ist um 10.45 Uhr im Hauptbahnhof. Abfahrt: 11.08 Uhr


16.11.
Stüber versucht sich zu rechtfertigen

In einer Mitteilung an die Fraktionen hat Oberbürgermeister Stüber versucht, sein Verhalten im Zusammenhang mit dem Besuch von Orna Birnbach zu rechtfertigen.
im Wortlaut
Für die EinladerInnen von Orna Birnbach ist dies ein Dokument der Eitelkeit, des Desinteresses, der Borniertheit und der Verlogenheit.
im Wortlaut

15.11.
Am Samstag, 18.11. findet um 11.30 Uhr die 31. Fahrraddemo statt. Start ist wie immer am 3. Samstag im Monat vor dem Hauptbahnhof. Das Motto diesmal:
Chaos in der Innenstadt
näheres

14.11.
Samstag, 18.11. Bochum, Falkenheim, Akademiestr. 69, 10.00 Uhr:

(V)Erfassungsschutztagung
Am Samstag veranstaltet das Ludwig Quidde Forum in Bochum eine ziemlich spannende Tagung zur Abschaffung der Geheimdienste. ReferentInnen und Themen:
Julia Schotte:
"Wehrhafte Demokratie" - die normale Ausnahmeverfassung;
Till Müller-Heidelberg:
Die Konstruktion von VerfassungsfeindInnen;
Eckart Spoo:
Die Kriminalgeschichte der Geheimdienste;
Marion Mück-Raab:
Wie der Verfassungsschutz Spitzel macht;
Roland Appel:
Welchen Erkenntniswert haben Geheimdienste? Wie können sie abgeschafft werden?
Die Veranstaltung ist öffentlich.
näheres
Anmeldungen sind zur besseren Planung erwünscht bei:
lqf@lqf.de

13.11
Sonntag 19.11. 11.00 Uhr Friedhof Freigrafendamm, Treffpunkt Haupteingang:

Kranzniederlegung und Kundgebung an den Gräbern ermordeter Bochumer Antifaschisten
Auf der alljährliche Kundgebung der VVN/BdA "zum Gedenken an die Widerstandskämpfer, die in Bochum für ihren Kampf gegen das terroristische System der deutschen Faschisten gefoltert und ermordet wurden", spricht dieses Mal Pfarrer em. Ulrich Kosfeld.

13.11.
In der am Dienstag erscheinenden Uni-Campus-Zeitung
2313 wird u.a. die Serie über die stillen Stars der RUB fortgesetzt. Diesmal: Psycho-Prof. Heinrich Wottawa auf dem Weg zum Drittmittel-König und Untersuchungen über die Fähigkeit, das Gehirn für die Arbeit im Call-Center in den Schlafmodus zu schalten. näheres
Auch die Pressestelle der RUB findet Wottawa
einzigartig

12.11.
Bäume an der Königsallee bleiben

Das Landesstraßenbauamt hat angekündigt, dass es seine geplante Baumfällaktion an der Königsallee erst einmal zurückgestellt hat. Hintergrund der Aktion ist ein Pokern zwischen verschiedenen Einrichtungen, wer für die Pflegekosten der Bäume aufkommen muss.
Hierzu eine Presseerklärung der SPD-Ratsfraktion

12.11.
Vorwurf an Stüber: "Er verhöhnt die jüdischen Opfer"

LeserInnenbrief von Andreas Disselnkötter und Karin Schiele zu dem Beitrag "Missverständnis ausgeräumt: Stadt sagt Hilfe zu" in den Ruhrnachrichten von 10.11.2000
Andreas Disselnkötter und Karin Schiele hatten Orna Birnbach nach Bochum eingeladen.

"Überrascht und erfreut haben wir am 9. Nov. der Rede des Herrn Stüber entnommen, er werde gegebenenfalls den Besuch von Frau Orna Birnbach finanziell unterstützen. Hatte er uns doch bislang und über Wochen hin mitteilen lassen, dass dafür kein Geld vorhanden sei. Obwohl er und zahlreiche weitere Bedienstete der Stadt seit Wochen - nicht zuletzt durch Berichte der WAZ - längst über Frau Birnbachs Besuch informiert waren, hat niemand von ihnen auch nur ein einziges persönliches Wort an Frau Birnbach gerichtet oder sich für ihr Engagement an zahlreichen Schulen interessiert. Erst jetzt, da Bochumer Bürgerinnen und Bürger sowie einige Ratsmitglieder ihre Empörung darüber zum Ausdruck gebracht haben, reagiert die Stadt und Herr Stüber fühlt sich persönlich beleidigt. Diese ersten und einzigen Worte des Bürgermeisters zu dem Besuch sind ein Beispiel für jene Ignoranz, die Frau Birnbach in den 60-er Jahren bei den NS-Prozessen am Bochumer Landgericht erfahren musste. Wurden damals doch die jüdischen Zeugen gemeinsam mit den ehemaligen SS-Angehörigen in einem Hotel untergebracht. Offensichtlich ist Herr Stüber zu keiner Geste jenseits des FinanzGezerres bereit. Gewollt oder unbeabsichtigt: er verhöhnt dadurch die jüdischen Opfer."
Als Hintergrund eine Zusammenstellung älterer Meldungen zu dem Thema
ferner das
Flugblatt, über das Stüber sich aufgeregt hat und die Presseerklärung dazu

11.11.
Ein kleines Festival: Something Else

Aus der Ankündigung: "Improvisierte Musik ist nach ihrem Anspruch herrschaftsfreie Kommunikation, dem Dialogprinzip verpflichtet; sie stellt das individuelle wie das kollektive Spiel auf eine gleichberechtigte Ebene..."SOMETHING ELSE!":
drei Konzerte als Beispiele einer künstlerischen Praxis, die sich nicht vereinnahmen läßt; und ein Vortrag mit der Einladung zur öffentlichen Diskussion." am 19.11., 30.11. und 12.12. im Bahnhof Langendreer. näheres

10.11.
SPD und Grüne korrigieren Stübers Peinlichkeit

Der Besuch von Orna Birnbach,
einer der wenigen Überlebenden von Auschwitz, in Bochum wird vom offiziellen Bochum nicht länger ignoriert. Oberbürgermeister Stüber war in äußerst peinlicher Art und Weise mit der Bitte der EinladerInnen umgegangen, diesen Besuch zu unterstützen. Die rot-grüne Mehrheit im Rat hat jetzt mitgeteilt, dass es sich um "kommunikative Missverständnisse" handelt und versichert "ihr Interesse an einem substanziellen Beitrag der Stadt Bochum".
Die Presseerklärung von SPD und Grünen im Wortlaut
Dokumente vom Dienstag dieser Woche:
Die "vorläufige Bilanz des Besuchs einer Überlebenden der Shoah in Bochum" im Wortlaut
Reaktionen des linken Netzwerkes und von der PDS

10.11.
"Auf die Straße gegen die Rentendemontage"
Seit Anfang November wird auch bei Opel-Bochum - inititiert durch die beiden kritischen Betriebsräte-Listen - eine Protestresolution gegen die rot-grüne Rentenpolitik diskutiert. Der Aufruf stammt von zahlreichen süddeutschen Betriebsräten und Vertrauensleuten der IGM (u.a. Daimler-Chrysler, Porsche, Bosch, Stiehl) und mündet in einer Unterschriftenliste.

10.11.
Verwaltung muss Bericht vorlegen: Bochumer Hilfe für ZwangsarbeiterInnen
Der Oberbürgermeister (OB) der Stadt Bochum hat nach 5 Wochen auf einen Brief der Initiative "Entschädigung Jetzt!" geantwortet. Hier wurde gefragt, was eigentlich seit der Verabschiedung der
Resolution des Rates der Stadt Bochum vom 27. Januar 00 "Humanitäre Hilfe für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter" von Seiten der Stadt passiert ist. Der OB teilt mit, dass dies auf der öffentlichen Ratssitzung am 16. November durch die Verwaltung verraten wird.


10.11.
Gedenken an die Reichspogromnacht

Wenn der Oberbürgermeister, der Vorsitzende des Stadtjugendringes und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde auf einer Veranstaltung sprechen, ist dies normalerweise kein Termin, auf den an dieser Stelle verwiesen werden muss. Aber wenn z. B. die Internetseiten der Stadt, der SPD, der CDU und der Grünen diesen Termin nicht erwähnen und in der WAZ heute nur ein winziger Hinweis zu finden ist, ist alles anders:
Im Gedenken an die Reichspogromnacht findet am heutigen 9. November ab 17.30 Uhr in der Huestr eine Kundgebung statt: Vor der Bank für Gemeinwirtschaft, dem Ort, an dem sich früher in Bochum die Synagoge befand.
Die Hauptrede hält Prof. Okko Herlyn und der IG-Metall Chor CHORorsion ist auch dabei
.

9.11.
Erinnern für die Zukunft

Mehr als hundert BesucherInnen verabschiedeten am gestrigen Mittwochabend im Bahnhof Langendreer Orna Birnbach, eine der wenigen Überlebenden von Auschwitz, mit viel Dankbarkeit und Anerkennung für ihren Vortrag
„Meine Rache ist, dass ich lebe!” Die Tatsache, dass auch erfreulich viele Verantwortliche der Grünen und einige Sozialdemokraten zu der Veranstaltung erschienen waren, deutet darauf hin, dass der bisherige peinliche Umgang des offiziellen Bochums mit diesem Besuch nun korrigiert werden soll.
Die "vorläufige Bilanz des Besuchs einer Überlebenden der Shoah in Bochum" im Wortlaut
erste Reaktionen vom linken Netzwerk und von der PDS

8.11.
Donnerstag, 16.11., 19.30 Uhr, Gewerkschaftssaal, Humboldtstraße

"Die Rentenversicherung auch gegen Rot-Grün verteidigen!"
mit Hans-Jürgen Urban, Abteilungsleiter Sozialpolitik IG-Metall-Vorstand
Der ÖTV Bundeskongress in der letzten Woche hat noch einmal festgestellt: Die rot-grüne Bundesregierung will mit ihren Rentenplänen eine Jahrhunderterrungenschaft aushebeln: Prinzipiell wurden bisher die Sozialbeiträge paritätisch von Unternehmen und Beschäftigten bezahlt. In Zukunft soll dieses Prinzip aufgegeben werden und die Beschäftigten sollen in einem erheblichem Umfang "privat" für ihre Altersversorgung aufkommen.
Die IG-Metall hat in den letzten Wochen bundesweit eine bemerkenswerte Kampagne gegen diese Pläne organisiert. Die Bochumer IG-Metall hält sich dabei eher zurück. Das "Bochumer Bündnisses für soziale Gerechtigkeit" hat offensichtlich auch aus diesem Grund einen der kompetentesten Fachleute der IGM nach Bochum eingeladen.
näheres

7.11.
Unter dem Titel "Neue Umwege zur Rathaus-Kreuzung" beschreibt die Pressestelle der Stadt Bochum wie das Verkehrschaos ab dem nächsten Wochenende in der Innenstadt aussieht. näheres aus der Rathauspost
6.11.
Suchmeldung:
"War soeben auf "http://bo-alternativ.de".. per Zufall durch einen Suchmaschinenlink gefunden :-) Auf der Seite habe ich versucht, Infos zur geplanten Bürgerinitiative von PRO GRÜN gegen die geplante Abholzung von ca. 400 Bäumen an der Königsallee in BO-Stiepel zu finden. Leider fand ich nichts.. Können Sie mir dennoch weiterhelfen? Wer organisiert das und wo erhalte ich weitere Infos dazu?"
Antworten werden über
Suchmeldung@bo-alternativ.de an den Fragesteller weitergeleitet.
eine erste
Antwort

6.11.
Zugunsten der Opfer des Polizeiübergriffs vom 11.12.1998

Solikonzert gegen Polizeiübergriffe auf Obdachlose sogenannte Ausländer und Unangepaßte am 10.11.21.00 Uhr im Planet (Kortumstr. 135) mit THE WEAKERTHANS und METAMORPHOSIS
näheres

5.11.
Der peinlichste Stüber-Skandal überhaupt

Was bisher mit Rücksicht auf die Eingeladene nur einige wenige wußten, ist jetzt in einer "vorläufigen Bilanz des Besuchs einer Überlebenden der Shoah in Bochum" öffentlich: Der Besuch von Orna Birnbach in Bochum wird vom offiziellen Bochum in skandalöser Weise behandelt.
Als 72-jährige ist Orna Birnbach eine der jüngsten Überlebenden von Auschwitz. Sie hat eine besondere Beziehung zu Bochum: Zwischen 1964 und 1974 sagte sie am Landgericht in spektakulären NS-Prozessen aus, von denen selbst LokalhistorikerInnen bis zu ihrem ersten Besuch 1998 nichts wussten.
Die EinladerInnen von Orna Birnbach schreiben: "Versuche, öffentliche Gelder der Stadt zur Finanzierung der Reise und des Aufenthalts von Frau Birnbach einzuwerben, sind bislang gescheitert. Hier zeigt sich der offenkundige Unwille des Bürgermeisters und einzelner Mitarbeiter des Bochumer Büros Agenda-21, Initiativen im Sinne des landesweiten Programms "Toleranz und Zivilcourage" zu fördern." Die EinladerInnen beschreiben, wie selbst eine von der Agenda - Programm - Gruppe einstimmig beschlossene Förderung des Aufenthaltes durch die Stadt-Spitze hintertrieben wird.
Die "vorläufige Bilanz des Besuchs einer Überlebenden der Shoah in Bochum" im Wortlaut
Am heutigen Mittwoch 8. 11.19.30 Uhr findet im Bahnhof Langendreer eine öffentliche Veranstaltungen mit Orna Birnbach statt. Der Titel des Gespräches:
„Meine Rache ist, dass ich lebe!”
Zahlreiche BesucherInnen auf dieser Veranstaltung wären sicherlich eine gute Antwort auf das Verhalten des offiziellen Bochums.

erste Reaktionen vom linken Netzwerk und von der PDS

4.11.
"Erinnerung - gut, Zukunft - noch besser, aber nicht jetzt

Wenn sich im Düsseldorfer Landtag kaum einer Zeit für den Austausch mit einer Holocaust-Überlebenden nimmt"
Unter dieser Überschrift berichtet die Frankfurter Rundschau am Samstag über ein Gespräch von Orna Birnbach im Landtag. Orna Birnbach aus Tel Aviv ist vom 1. bis 11. November zu Besuch in Bochum. Als 72-jährige ist sie eine der jüngsten Überlebenden von Auschwitz. Sie hat eine besondere Beziehung zu Bochum: Zwischen 1964 und 1974 sagte sie am Landgericht in spektakulären NS-Prozessen aus, von denen selbst LokalhistorikerInnen bis zu ihrem ersten Besuch 1998 nichts wussten. Am 7.11. 19.00 Uhr in der ev. Stadtakademie und am 8. 11.19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer finden öffentliche Veranstaltungen mit ihr statt. Letztere trägt den Titel: „Meine Rache ist, dass ich lebe!”
3.11.
Unrechtmäßiger Autoverkehr

Ein Ende der massiven Behinderung des öffentlichen Verkehrs, aber auch des Fuß- und Fahrradverkehrs durch Fahrzeuge, die verbotswidrig die Bongard- und Massenbergstraße durchfahren, fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD).
näheres

3.11.

Freitag 10.11. 20.30 Uhr ab Schauspielhaus Bochum
Springen im Dreieck No 2 - gegen Nazis!
Am 10.11.startet das zweite Springen im Dreieck. Wie bei der ersten Demonstration im September wird mit einem Lautsprecherwagen mit Musik und kurzen Wortbeiträgen durch das Bermudaderieck gezogen. Neu ist dieses Mal, dass mehr als ein Dutzend Kneipen mitmachen: Wenn die Demonstration dort vorbeikommt, verstummt der Lautsprecherwagen. Musik und Texte kommen dann über die Anlagen der jeweiligen Kneipe.
näheres


2.11.
Tanz den Adolf Hitler - Infoveranstaltung zu rechter Subkultur
/ Punk! Die Schublade ohne Grund und Boden / Mainstream der Minderheiten. Warum Kurt Cobain sterben mußte.
Die Junge Linke / JungdemokratInnen haben sich für die nächsten Wochen eine ganz spannende Veranstaltungsreihe ausgedacht. näheres

2.11.
Internationale Filmtage an der Ruhr Uni

Der Bochumer Film-Herbst
Am Freitag, 10.11. beginnnen die Internationalen Filmtage an der Ruhr Uni. Die zwei Wochen dauernde Veranstaltungsreihe eröffnet mit dem Film
Sinir („Die Grenze“, türkisch, OmU, 90 Min, Eintritt 6 Mark).
Das komplette Programm
Vom 23. - 26. 11. bietet Klack Zwo B im Bahnhof Langendreer die
Blicke aus dem Ruhrgebiet

Blicke aus dem Ruhrgebiet


1.11.
Immer samstags 11 - 14 Uhr: Linke Infos in der Innenstadt
In Zukunft wird es an jedem Samstag in Bochum einen linken Infostand geben. Auf diesem Stand sollen Materialien möglichst aller linken parteiunabhängigen Gruppen und Initiativen liegen. Abwechselnd sollen die einzelnen Gruppen die Verantwortung für den Stand übernehmen. Das linke Netzwerk, die medizinische Flüchtlingshilfe, die VVN, die Initiative "Entschädigung Jetzt!", die Wendo-Trainerinnen, die JungdemokratInnen/Junge Linke, das Friedensplenum, die Gruppe IMUN und das Anti-Atom-Plenum haben bereits ihre Beteiligung zugesagt. Wenn mindestens 13 Gruppen mitmachen, müßte jede nur vierteljährlich einen Termin übernehmen. Durch diese Aktion soll kontinuierliche linke Präsenz in der Innenstadt gewährleistet werden. Das ganze startete am Samstag, dem 14. 10. und soll in aller Regel von 11 - 14 Uhr auf der Kortumstrasse unter der Brücke der Drehscheibe stattfinden. Weitere Informationen und Anmeldungen zum Mitmachen bei: netzwerk@bo-alternativ.de.

1.11.
Wohin kehrt das Guernica-Gemälde zurück?

Uli Schröder lädt ein zu einem Happening vor der Universitätsbibliothek (UB) am heutigen Donnerstag pünktlich um 12 Uhr mittags: Der Künstler Dr. Ulazia demonstriert vor dem rechten Eingang der UB verschiedene Möglichkeiten, eine neue Ausführung des vor zwei Jahren zerstörten Guernica-Gemäldes anzubringen. Die Uni-Verwaltung versucht offensichtlich, einen vernünftigen Aufstellungsort zu verhindern und will das grossflächige Gemälde lieber verstecken.

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