31.10.05, 20.00 Uhr
Samstag, 5.11., Museum Bochum:
GRUPO SAL - FAIRwandlungen
Ab 18.00 Infos rund um den fairen Handel, Probierhäppchen, 20.00 Konzert
Die sechs Musiker von GRUPO SAL stammen aus Argentinien, Chile, Portugal und Deutschland, sie spielen alle mehrere Instrumente. Ihr Repertoire umfasst klassisch-traditionelle Stücke aus der Latin-Folklore ebenso wie zeitgenössische Salsa Rhythmen und Eigenkompositionen. Und obwohl sie ihr Publikum regelmäßig in Bewegung bringen, handelt es sich bei GRUPO SAL nicht um eine gewöhnliche Latinoband. GRUPO SAL steht für die Verbindung von Musik und Information. Ihre Konzertlesungen sind künstlerische Bearbeitungen der unterschiedlichen Aspekte der Globalisierungsauswirkungen. Bei "FAIRwandlungen" geht es um globale Wirtschaftsbeziehungen. Das Eine Welt Forum schreibt: "GRUPO SAL lädt dazu ein, sich mit ihr auf eine Phantasiereise in die Zukunft zu begeben. Dazu gibt es Infos rund um den fairen Handel, mit dem ganz real eine Veränderung der Weltwirtschaft angefangen werden kann."


30.10.05, 23.00 Uhr
Sonntag, 6.11., 11.00 Uhr, Wohnprojekt Gerthe:
Theaterführung auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers

Das Bochumer Friedensplenum ist zu Gast bei der Denk-Mal-AG des Wohnprojektes Gerthe. Sie wurde gegründet, als bekannt wurde, dass auf ihrem Gelände im Laufe des 2. Weltkrieges ein Zwangsarbeiterlager eingerichtet war. Um einen Umgang mit dieser Geschichte zu finden, hat die Denk-Mal-AG u.a. eine historische Theaterführung entwickelt.
Aus verschiedenen Zeitzeugenberichten wurde eine fiktive Figur konzipiert: Klawdija (Foto), eine 17-jährige Zwangsarbeiterin aus der Ukraine. Diese führt die BesucherInnen über das Gelände und erzählt sowohl ihre Lebensgeschichte als auch die Geschichte dieses Geländes. Dabei schlägt sie einen Bogen von der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bis zum heutigen Wohnprojekt. Die Denk-Mal-AG möchte mit dieser Führung die Geschichte dieses Ortes erfahrbar machen und auf innovative Weise einen persönlichen Zugang ermöglichen. Die Führung dauert etwa 45 Minuten. Ein Gespräch mit der Denk-Mal-AG findet im Anschluss bei einem Snack statt.
Das Bochumer Friedensplenum und die Denk-Mal-AG laden herzlich zur Teilnahme ein. Anmeldungen bitte an:
Friedensplenum@bo-alternativ.de oder LQF, Brückstr. 46, 44787 Bochum. Wegbeschreibung.

30.10.05, 17.00 Uhr
Dokumentation eines Polizeiübergriffes
Der "Ermittlungsausschuss Bochumer Bürger über den Polizeieinsatz vom 5. September 2005" hat an seinem Informationsstand am gestrigen Samstag eine Dokumentation der Ereignisse des Polizeiübergriffes vorgestellt. Die
Dokumentation liegt nun als PDF-Datei vor. Sie ist allerding 1,2 mb groß.
30.10.05, 17.00 Uhr
Ruhr-Uni sucht eine Position zum Thema Studiengebühren
Ab Mittwoch startet die Ruhr-Uni im Internet eine Befragung unter den Studierenden zum Thema Studiengebühren.
[Die Mitteilung der RUB] Hintergrund: Die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf hat angekündigt, die unter rot-grün eingeführten Studiengebühren auf alle Studierenden auszudehnen. Das Rektorat sucht nun offensichtlich nach einer Legitimation seiner Position. Die Stellungnahme, die die Ruhr-Uni zum geplanten Gesetzentwurf an das Ministerium geschickt hat, fehlt jedenfalls auf den ansonsten recht auskunftsfreudigen Webseiten der Ruhr-Uni. Die Stellungnahme der RUB zum Thema Studiengebühren.

28.10.05, 20.00 Uhr

DGB und GEW appelieren an die Staatsanwaltschaft:
"Zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem, zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden"

Am Donnerstag, dem 3.11., steht Hannes Bienert (Foto) um 9.00 Uhr vor dem Amtsgericht Bochum. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn an, am 9. November 2004 gegen das Versammlungsgesetz verstoßen zu haben, als er am Jahrestag der Reichspogromnacht einen Kranz an der Gedenktafel für die zerstörte Wattenscheider Synagoge niederlegte. (Siehe Meldung vom 29.06.05). Ein erster Prozesstermin wurde aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft sollte prüfen, ob sie wirklich ihre Anklage aufrecht erhalten will. Sie will.
Karin Schiele und Gert Schäfer für die GEW in Bochum und Wattenscheid und Ludger Hinse als DGB-Vorsitzender haben nun an den Leitenden Staatsanwalt u a.geschrieben: "Wie will ein Lehrer seinen Schülerinnen und Schülern diese dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte vermitteln, wenn jemand, der an einem solchen Gedenktag als Geste gegen das Vergessen als Zeichen der Trauer einen Kranz niederlegt und dann für sein Tun bestraft wird. Ein wesentlicher Grundsatz pädagogischer Arbeit ist es, den jungen Menschen Orientierung und Leitlinien zu vermitteln. Dazu gehört im politisch-gesellschaftlichen Bereich zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem, zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden zu lernen. Eine Bestrafung von Johannes Bienert dafür, dass er die Veranstaltung nicht den Polizei- und Ordnungsbehörden gemeldet hat, macht das Unwesentliche wichtig und das entscheidend Wesentliche unwichtig. Jeder Mensch, ob allein oder in einer Gruppe, der sich auf den Weg macht, am 9.November an einer jüdischen Gedenktafel einen Kranz zum Gedenken an die Opfer niederzulegen, muss geschützt sein, sowohl vor den Anfeindungen und Übergriffen unbelehrbarer Rechtsradikaler als auch vor staatlichen Sanktionen. Unser Appell von DGB und GEW geht an alle am Verfahren Beteiligten ein Zeichen dafür zu setzen, dass im heutigen Deutschland für eine solche "Tat" niemand bestraft wird."
Der Brief im Wortlaut.
Auch die VVN protestierte in einer Erklärung gegen die Kriminalisierung von Hannes Bienert. Für sie ist "es unverständlich, dass das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht als kriminelle Handlung betrachtet wird." Nuray Boyraz von der Ratsgruppe der Sozialen Liste.erklärte: "Mit dem skandalösen Prozess fällt ein tiefer Schatten auf das Gedenken an die Verbrechen der Nazis in der Reichspogromnacht vor 67 Jahren".
28.10.05, 17.00 Uhr

Aus der Stadtratssitzung:

Die Soziale Liste hatte auf der gestrigen Ratssitzung eine Ablehnung der Gaspreiserhöhung beantragt. Diese Antrag (
hier die Begründung des Antrages durch Günter Gleising) fand außerhalb der Sozialen Listen keinerlei Unterstützung im Rat. Im Anschluss an die Ratssitzung hatte die Soziale Liste dann zu einer Versammlung eingeladen. Wie die Soziale Liste schreibt, verabredeten sich "rund 30 Teilnehmer, eine überparteiliche Initiative gegen die Gaspreiserhöhung zu gründen. Ziel soll eine Boykottinitiative sein, die sich mit den Stadtwerken auseinandersetzt und den zuständigen Energie-Multi Eon-Ruhrgas ins Visier nimmt."
Die PDS hat einen
ausführlichen Bericht über mehrere ihrer Initiativen im Rat veröffentlicht. Zum Thema Gaspreise heißt es hier u.a.: "Über die Gaspreiserhöhungen und die Macht der Energiekonzerne ist wohl kaum jemand in Bochum begeistert. Aber wie die Soziale Liste versucht, den schwarzen Peter den Stadtwerken zuzuschustern und mit Unterschriftenlisten und unseriösen Informationen Stimmung gegen die Stadtwerke zu erzeugen, das stieß auf breite Ablehnung. Uwe Vorberg wies in seiner Rede für die PDS-Fraktion darauf hin, dass mit der Forderung der SL, in Bochum die Gaspreiserhöhung für 12 Monate auszusetzen, sich die Energiekonzerne in Fäustchen lachen würden. Denn die Stadtwerke müssten die erhöhten Preise zahlen, die Konzerne wären nicht betroffen. Dafür würden aber dem kommunalen Energieversorger Mittel zur Stärkung der eigenständigen Energieversorgung durch den Bau des Kraftwerks im Hamm und eines Gaszwischenspeichers fehlen."
Die Grünen haben auf ihrer Webseite die
einstimmig beschlossene Resolution zum Thema "Kommunen und Betroffene dürfen nicht die Verliererinnen bei der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe werden" veröffentlicht.
Auf den Web-Seiten von CDU und SPD ist nichts über die Ratssitzung zu finden.

27.10.05, 22.00 Uhr

Bochumer Sozialforum

Das
Bochumer Sozialforum lädt ein zum Oktober-Plenum am Montag, 31.10., 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr.31. Auf der Tagesordnung stehen u.a. die Aktions- und Strategiekonferenz der sozialen Bewegungen im November in Frankfurt a.M., Clements Parasitendebatte und die Folgen, sowie die Vorbereitung des nächste Sozialforum als Konferenz am 17./18. Februar im Bahnhof Langendreer.
27.10.05, 22.00 Uhr

PDS: Kanalvertrag marode?

Die
PDS-Fraktion schreibt, sie sei "wegen des Cross-Border-Geschäfts mit dem Bochumer Kanalnetz in Sorge, denn die Rechtslage in den USA hat sich geändert: Die geplanten Steuerersparnisse für den US-amerikanischen Investor entfallen künftig. Das gilt auch rückwirkend für Verträge, die vor Änderung des Gesetzes abgeschlossen wurden, also auch für Bochum." "Wenn sich aber kein Geschäft mit dem Kanalnetz machen lässt, warum sollte der Investor die Verträge aufrechterhalten?" fragt sich Uwe Vorberg von der PDS-Fraktion. "Das lässt nichts Gutes für die Stadt erwarten. Wir fürchten, die Verträge sind maroder als das Kanalnetz." Die PDS fragt:"Was also wird der Investor machen? Bestenfalls löst er die Verträge ohne finanzielle Forderung - wie bei der Düsseldorfer Rheinbahn - auf. Der Städte- und Gemeindebund fürchtet allerdings, dass die Investoren 'das Haar in der Suppe' suchen werden und ggf. wegen Vertragsverletzungen klagen. Die Zahlungen könnten die kommunalen Gewinne aus dem Deal um ein 'Vielfaches' überschreiten." Wie es um den Bochumer Vertrag bestellt ist, möchte die PDS-Fraktion wissen und stellte zu diesem Themenkomplex auf der heutigen Ratssitzung eine Anfrage.
27.10.05, 20.00 Uhr

Sonntag, 30.10., 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Halle
ABUELA COCA ( Uruguay)
Radio El Zapote schreibt zu diesem Konzert: "Wie so viele Mestizo-Bands mischen auch Abuela Coca die Stile. Allerdings führt diese Mixtur aus Reggae, Ska, Rock, HipHop, Funk zu einem eigenständigen Musikgebräu, in dem die Einzelelemente symbiotisch von einander profitieren und die atemlose Dynamik ausmachen. Ein dreiköpfiger Bläsersatz, Bass, Schlagzeug, Gitarre und zwei Vokalisten entwickeln ein hervorragendes Zusammenspiel und Tanzvergnügen, das nicht auf einem Klischee südamerikanischer Leichtigkeit basiert, sondern ein authentisches Gefühl transportiert, das weder einer Mentalität, noch eines Breitengrades bedarf. Inhaltlich offerieren sie ihrem Publikum eine weitere Facette, nämlich politische & kritische Aussagen! Wer Mano Negra mag, ist bei ihnen bestens aufgehoben. Dieses Konzert wird von Funkhaus Europa präsentiert, mitgeschnitten und später ausgestrahlt!"

26.10.05, 23.00 Uhr
Ermittlungsausschuss bittet um Unterstützung

Mit einem Informationsstand tritt der „Ermittlungsausschuss Bochumer Bürger gegen den unverhältnismäßigen Polizeieinsatz am 5. 9. 2005" an die Öffentlichkeit. In einer Mitteilung heißt es: "Ein skandalöser Einsatz der Polizei im September hatte einen NPD-Infostand mit einer späteren nicht genehmigten Kundgebung geschützt. Am Stand sollen zahlreiche Fotos und Dokumente belegen, wie die Bochumer Polizei damals mit einem skandalösen Einsatz die Hetzveranstaltung der NPD schützte und gegen BürgerInnen und antifaschistische DemonstrantInnen zum Teil brutal vorging. Weiterhin wird darüber informiert, wie die Polizei Ermittlungen gegen AntifaschistInnen einleitete und die NPD-Funktionäre unbehelligt blieben. Der Informationsstand der Initiative findet statt am Samstag, dem 29. Oktober, ab 11.00 Uhr auf dem Husemannplatz. Neben der Verteilung von Flugblättern werden auch Spenden zur juristischen Interessenvertretung der AntifaschistInnen gesammelt. Außerdem wird eine Dokumentation der Ereignisse vorgestellt."
26.10.05,17.00 Uhr

PDS fordert mehr Informationen zum städtischen Haushalt

Die
PDS-Fraktion fordert auf der morgigen Ratssitzung, dass die Stadt allgemein zugängliche und vor allem verständliche Informationen zur Verfügung stellt. Dazu gehören, so die PDS, "sowohl Broschüren und Veranstaltungen, aber auch das öffentliche Auslegen des Haushalts während der gesamten Haushaltsberatungen." Der Antrag.
"Geld regiert die Welt und das gilt - mit Einschränkungen - auch für Bochum" bedauert PDS-Fraktionsmitglied Bianca Schmolze die aktuelle Finanzlage der Stadt. "Die Bochumer Bevölkerung soll aber nicht nur zusehen, wie regiert wird, wir möchten, dass sie an den Entscheidungen über die Vergabe städtischer Mittel beteiligt wird. Dazu ist in einem ersten Schritt eine bessere Information der Bochumer Bürgerinnen und Bürger über den Haushalt notwendig."
Langfristig verfolgt die PDS-Fraktion das Ziel, "dass auch in Bochum ein Bürgerhaushalt eingeführt wird. Neben einer intensiven Informationsphase beinhaltet dieser die Konsultation der Bevölkerung z.B. auf Bürgerversammlungen und nach Verabschiedung des Haushalts die Rechenschaftslegung seitens der Stadt." Zum Thema Bürgerhaushalt hatte die Fraktion bereits eine
Anfrage eingebracht.
26.10.05,17.00 Uhr
Bürgerversammlung zum Thema Müll in Gerthe geplant
Die "Bürgerinitiative gegen Mülltourismus in den Bochumer Norden“ berichtet, dass sie gestern 688 Unterschriften an den Baudezernenten Martin zur Nedden übergeben hat. Weiter heißt es: "Damit soll erreicht werden, dass die Stadt eine Bürgerversammlung anberaumt, auf der die Bürger über die Pläne und die Inhalte des städtebaulichen Vertrages informiert werden. Weiterhin forderten die Vertreter einen sofortigen Baustopp der Fa. Weber an der Dieselstraße. Hierzu erklärte Herr zur Nedden, dass bei derartigen Verfahren, formalrechtlich keine Verpflichtung besteht, eine Bürgerbeteiligung oder Anhörung durch zu führen. Dennoch laufen schon Gespräche mit der Bezirksvertretung Nord, um eine Bürgerversammlung einzuberufen. Dieser erster Schritt der Politik auf die Bürger zu, ist nur entstanden auf Grund des Drucks und Widerstands der Gerther, sagte eine Vertreterin der Bürgerinitiative."
25.10.05,22.00 Uhr

Gartenzwerge nach Stahlhausen!

Welche Personen oder Institutionen fallen der geneigten Leserin ein, wenn sie gefragt wird: Wer in Bochum "versucht eine erste Rehabilitation Leni Riefenstahls und kratzt am Mythos Marlene" [Dietrichs]? Wer wirbt mit einem solchen Zitat für eine seiner Veranstaltungen? Wahrscheinlich niemandem kommt dabei das Thealozzi in den Sinn. Bisher galt das Thealozzi im Zweifel eher als Trutzburg gegen geschichtsignorante EntsorgerInnen der deutschen Vergangenheit. Am kommenden Samstag, 29. 10., ist im
Thealozzi Premiere von "Marleni". Richard Herzinger schrieb über das Stück in DIE ZEIT: "Die Theater-Jungautorin Thea Dorn lässt in einem Stück mit dem neckischen Titel Marleni die Dietrich beseligt in die Arme Leni Riefenstahls sinken. Zwei deutsche Frauen, die ihre Missverständnisse austragen, sich gegenseitig ihre Wunden zeigen und endlich in eins verschmelzen! Das ist mehr als nur saurer Kitsch. Eine talentierte, aber geistlose und moralisch debile Mitläuferin mit der Dietrich auch nur in einem Atemzug zu nennen ist degoutant. Eine gewisse postmoderne, geschichtsignorante Rezeption will die Riefenstahl partout zum verkannten Jahrhundertgenie aufblasen und zerrt zu diesem Zweck Marlene Dietrich in den Schlamm der eigenen Indifferenz herunter." Herzinger schließt seinen Artikel: "Die Rache kommt jetzt auf Schleichwegen: Marlene wird auf Augenhöhe des deutschen Gartenzwergs eingeschrumpft." Der ZEIT-Artikel im Wortlaut.
25.10.05,16.00 Uhr
Störende Verschwendung?

"Also, wenn Dich Geldverschwendung im AStA, oder die Situation in den Parkhäusern stört, wenn Du Dich aktiv dafür einbringen möchtest, dass an der RUB etwas passiert, komm vorbei." Dies schreibt der
RCDS in seiner Einladung für sein morgiges Treffen. Da möchte der Chronist schon vorbei gehen und erfahren, ab welcher Summe der RCDS von Geldverschwendung im AStA spricht. Unbestritten ist, dass der rot-grün-gelbe Minderheiten-AStA fast 30.000 Euro an RCDS-Mitglieder zahlt, um sich die Stimmen der CDU-Hochschulgruppe im Studierendenparlament zu kaufen.
25.10.05,16.00 Uhr

Soziale Liste: ALG-II-BezieherInnen von Kontoführungskosten befreien

Der Rat der Stadt Bochum soll, geht es nach dem Willen der
Sozialen Liste im Rat, am kommenden Donnerstag beschließen, die Sparkasse Bochum aufzufordern, die Girokonten von ALG-II-BezieherInnen von den Kontoführungsgebühren zu befreien. Durch Mitteilung von ALG-II-LeistungsempfängerInnen erfuhr die Soziale Liste, "dass Girokonten bei der Sparkasse Bochum nur für ehemalige SozialhilfeempfängerInnen und BezieherInnen von Leistungen nach SGB XII gebührenfrei geführt werden." Die Leistungen für beide Leistungsbeziehergruppen sind gleich hoch. Die Soziale Liste hält eine Gleichbehandlung beider Gruppen für notwendig. Außerdem kann die Sparkasse "so ihren öffentlichen Auftrag untermauern und einen Beitrag gegen die Entsolidarisierung leisten."
24.10.05,23.00 Uhr

Ist der Serienvergewaltiger Mitglied der Grünen?
Polizei: Dies ist nicht mit hundertprozentiger Sicherheit auszuschließen
Im Bildzeitungsstil fragen die Bochumer Grünen auf ihrer Webseite "Ist der Uni-Vergewaltiger wieder unterwegs?" bzw.: "Ist der gesuchte Serienvergewaltiger auch diesmal der Täter?" Der Hintergrund: Am Donnerstag letzter Woche war eine Frau in der Nähe der Markstraße überfallen worden. Der Polizeibericht schildert den Täter als ca. 25-jährig. Der gesuchte Serientäter hat seit 1994 Frauen überfallen. Alles spricht also dagegen, dass der jetzige Täter und der Serientäter identisch sind. Die Überschrift und der weitere Text auf der Grünen Webseite sind also so abwegig wie die Überschrift über dieser Meldung. Dass eine Polizeisprecherin nahezu nichts hundertprozentig ausschließt, ist keine Nachrichtenzeile wert.
Auf dem Weblog
"AStA-Watch" wird völlig zu recht darauf hingewiesen, dass mit einer solchen "sensationslüsternen Überschrift" nur Angst geschürt wird. Mit der notwendigen Aufklärung über Gefahren hat dies nichts zu tun. AStA-Watch vermutet die Grüne Hochschulgruppe hinter der Meldung und erinnert an die Versäumnisse des AStA im Bereich Prävention vor sexualisierter Gewalt.
24.10.05,16.00 Uhr
Mieterverein Bochum zu Cross-Border-Leasing:
Das dicke Ende naht
Der
Bochumer Mieterverein schreibt: "Das alte Anti-Cross-Border-Bündnis aus attac und Mieterverein Bochum sieht sich in seinen schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Anlass sind Berichte aus den USA, nach denen dort jetzt auch Cross-Border-Geschäfte, die vor März 2004 abgeschlossen wurden, nicht mehr als steuermindernd anerkannt werden. Die Stadt Bochum hatte im März 2003 trotz erfolgreichen Bürgerbegehrens ihr Kanalnetz an einen US-Investor verleast und aus den Steuervorteilen 20 Mio. Euro abbekommen.
Im November 2004 hatte eine Gesetzesänderung im amerikanischen Steuerrecht das Schlupfloch rückwirkend zum 1. März 2004 gestopft und damit weiteren Schein-Geschäften dieser Art die Grundlage entzogen. Seit Juni 2005 werden jedoch auch Geschäfte unter die Lupe genommen, die früher abgeschlossen wurden. [...] Martin Lehrer, Sprecher des Städte- und Gemeindebundes NRW, warnte, die Städte müssten akribisch darauf achten, auch den kleinsten Verstoß gegen die oft 1000 Seiten starken Verträge zu vermeiden, um den Vertragspartnern keine Handhabe zu liefern, aus den Verträgen auszusteigen. Denn dabei würde Schadensersatzforderungen fällig, die den ursprünglichen Erlös um ein Vielfaches überstiegen."
Im Wortlaut.
24.10.05,16.00 Uhr
Soziale Liste kritisiert Kaufland-Praktiken in Wattenscheid:
Die Soziale Liste schreibt: "Der SB-Markt Kaufland eröffnet erst in einigen Wochen im Wattenscheider Gertrudis-Center, bestätigt aber jetzt schon seinen negativen Ruf, den die Gewerkschaft VERDI dokumentiert. Kaufland misstraut offensichtlich allen MitarbeiterInnen - selbst den VerteilerInnenn ihrer Werbeprospekte. Jetzt wurde der Sozialen Liste Bochum bekannt, dass in Wattenscheid BürgerInnen angeschrieben wurden, die man als KontrolleurInnen werben will. Mit Schreiben vom 4. Oktober will der 'TIP-Werbe-Verlag', der für die Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) tätig ist, HandzettelkontrolleurInnen aus Wattenscheid anwerben. Deren Aufgabe: An jedem Wochenende, bis Sonntag 18.00 Uhr, sollen sie unter einer kostenlosen 0800-er Telefonnummer durchgeben, ob sie der Kaufland-Prospekt erreicht hat. Als Dankeschön für den Job bietet ihnen das Unternehmen einen 'Kaufland-Einkaufsgutschein in Höhe von 6 Euro' an. In einem Schwarzbuch der Gewerkschaft VERDI wurden viele Praktiken von Märkten der chwarz-Gruppe, zu der sowohl die Kaufland- als auch Lidl SB-Kaufmärkte gehören, zusammengetragen. So wurde eine 'menschenunwürdige Behandlung' der MitarbeiterInnen dokumentiert, die Verhinderung der Bildung eines Betriebsrates dargestellt und die aggressive Expansion der Unternehmensgruppe belegt."
23.10.05,23.00 Uhr
DüBoDo - ein Lehrstück für erfolgreichen Widerstand
Zunächst soll an zwei Meldungen aus der Bochumer WAZ erinnert werden. Vor fünf Jahren am 19. Oktober 2000 hieß es dort: "
Bochumer Lösung: 2003 Baubeginn - Die Finanzierung sei gesichert, in etwa drei Jahren könne mit dem Bau der 'Bochumer Lösung' begonnen werden, teilte gestern die SPD-Fraktion mit. Die Bochumer Lösung sieht eine Verbindung des Sheffieldrings mit A 44, den sechsspurigen Ausbau der A 40 von Essen bis Stahlhausen und die Anbindung des Donezkringes an die A 40 vor. Die CDU hatte bereits den schleppenden Fortgang der Planung kritisiert." Vor 28 Jahren am 25. Oktober 1977 hatte die WAZ gemeldet: "1995 könne es werden, bis die Dü-Bo-Do ausgebaut sei, sagt der Leiter des Landesstraßenbauamtes Bochum. Die Verbindung zwischen Düsseldorf und Dortmund werde von Bürgerinitiativen bekämpft."
Die Pläne zum Ausbau der Autobahn A 44 als große West-Ost-Achse reichen zurück bis 1937/38 (Aufmarschstrecke gen Osten) und wurden dann in den fünfziger- und sechziger Jahren wiederbelebt. Seit 1972 wehren sich auf Bochumer Gebiet DüBoDo-Initiativen gegen den Autobahnbau. Der jetzige Rechtsdezernent der Stadt Bochum Hanspeter Knirsch (SPD) schaffte es 1979 gegen den damaligen Trend als Spitzenkandidat der FDP mit dem Wahlkampfthema "Stoppt die DüBoDo" in den Bochumer Rat einzuziehen.
Vor fast zehn Jahren, am 14. Dezember 1995, fand eine BürgerInnenversammlung im Thomaszentrum statt, auf der die damals bekanntgewordenen Pläne von Wissmann (damaliger Bundesverkehrsminister) und Clement (damaliger Landesverkehrsminister) zum Weiterbau der DüBoDo diskutiert wurden. Diese mit über 100 TeilnehmerInnen gut besuchte Veranstaltung kann als Wiederbeginn der jetzigen
Bochumer BürgerInitiative gegen die DüBoDo betrachtet werden.
23.10.05,23.00 Uhr

Tagung: Gesundheit hat ein Geschlecht

Am Freitag, 28.10., lädt das FrauenGesundheitszentrum in Kooperation mit der AG Frauen der Grünen und der VHS Bochum zu einer Veranstaltung mit Marianne Hürten, der ehemaligen frauenpolitischen Sprecherin der Grünen im Landtag NRW ein. Sie war Vorsitzende der Enquetekommission "Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW" und wird in einem Vortrag die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Kommission vorstellen. Im Anschluss an den Vortrag ist eine Podiumsdiskussion geplant.
Die Einladung.
23.10.05,09.00 Uhr
Mittwoch, 26.10., 19.30 Uhr, ESG, Unicenter - Film von Naomi Klein und Avi Lewin

Occupie - Resist - Produce
Attac campus lädt zu einem Filmabend und schreibt: "Eine große Firma schließt eine ihrer Fabriken. Die Beschäftigten werden entlassen. Doch die Menschen nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, holen sich 'ihren' Betrieb zurück und führen ihn als Koorperative weiter. Und sind ökonomisch erfolgreicher als vorher. So etwas ist während der letzten Jahre rund 200 Mal in Argentinien geschehen. Über einen der prominentesten Fälle des Landes - die Keramikfirma Zanon - berichtet der Film 'The Take' von Naomi Klein ('No Logo') und Avi Lewis (CBC-Moderator). Ist Aneignung von Betrieben durch die Beschäftigten innerhalb des kapitalistischen Systems eine emanzipatorische Zukunftsvision oder ist es nur verzweifeltes Festhalten an den Strukturen des Industriezeitalters?"
22.10.05,19.00 Uhr
Dienstag, 25.10., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer
Neta Rotem, Lothan Raz / Israel:
“How we are working to bring peace between the people”

Nach einer Veranstaltung mit den Eindrücken einer Deutschen in der West-Bank und der Aufführung des Films "Mauer" beendet der Bahnhof Langendreer seine Veranstaltungsreihe zu Israel und Palästina mit dem Vortrag von Lothan Raz und Neta Rotem. Beide sind Mitglieder der israelischen Friedensorganisation "
new profile". Raz, einer der Mitbegründer, ist der Bochumer Friedensbewegung schon von Vorträgen bekannt, Neta Rotem, zum ersten Mal in der BRD, ist Mitautorin des "New Profile Report on Child Recruitment in Israel" und des Artikels "Kinderrekrutierung und Militarismus - das israelische Modell". Näheres.
22.10.05,19.00 Uhr

Soziale Liste gegen Gaspreiserhöhung

Die
Soziale Liste schreibt: "Bei Aktionen und an Informationsständen hat die Soziale Liste Bochum bisher 600 Unterschriften für die Rücknahme der Gaspreiserhöhung gesammelt und über 1.000 Protest-Flugblätter verteilt.Eine weitere öffentliche Veranstaltung zu den Gaspreisen führt die Soziale Liste Bochum am Donnerstag dem 27. 10.,um 19.30 Uhr, in der Christuskirche, Westring 26 b. durch. Als Gespächspartner steht diesmal Aichard Hoffmann vom Mieterverein zur Verfügung." Im Wortlaut.
21.10.05,20.00 Uhr
Neue Ausgabe der "Antifaschistischen Bochumer Blätter"
In der soeben erschienenen Ausgabe der von der VVN-BdA herausgegeben "Antifaschistischen Bochumer Blätter" (ABB) schreibt u. a.Hubert Schneider über die Bedeutung des 9. November 1938. Klaus Kunold erinnert an den 70. Jahrestag der Nürnberger Rassengesetze, Wolfgang Dominik schmäht das Bundeswehrspektakel und Carola Horn schildert ihre Eindrücke bei den Polizei-Übergriffen während der Spontandemo in Bochum gegen den NPD-Stand am 5. September. Die
Online Ausgabe der ABB als PDF-Datei. Zum Archiv der ABB.
21.10.05,18.00 Uhr
Nazi-Überfall auf Panteon Rococo
Die Latin-Ska-Band
Panteon Rococo aus Mexiko wurde auf ihrer Europa-Tournee auf einer Autobahn-Raststätte nahe Neuruppin von Neo-Nazis angegriffen. Die Frankfurter Rundschau berichtete gestern auf ihrer Titelseite über den Vorgang: "Als die vom Tourmanager verständigte Polizei eintraf, sei es jedoch ihr Tourbus, nicht der Pkw der Deutschen gewesen, den die Beamten durch Einparken festsetzten. 'Man hat uns von Anfang an zu verstehen gegeben, dass wir nicht die Opfer sind, sondern die Täter', sagt Tourmanager Humberto Pereira. 'Einer der Polizisten sagte zu uns: Für mich ist die Sache klar: Sie sind junge Linke, aber deswegen muss man nicht andere schlagen, die eine andere Ideologie haben.'
Panteon Rococo ist eng mit dem politischen Aufbruch in Chiapas verbunden. Die Band war in den letzten Jahren fünf Mal auf Einladung von
RadioBonteKoe und Radio El Zapote zu Gast in Bochum und hat hier viele FreundInnen gefunden. Aus Bochum gehen also "viele Solidaritätsgrüße an die FreundInnen und GenossInnen", wie Radio El Zapote meldet.
21.10.05,13.00 Uhr

Soziale Liste: Anfrage zu Ein-Euro-Jobs
Die Soziale Liste schreibt: "In den vergangenen Tagen führten Vertreter der Sozialen Liste Bochum eine Vielzahl von Gesprächen mit so genannten Ein-Euro-Jobbern und Trägern von Maßnahmen in diesem Bereich. Dabei kamen zahlreiche Missstände zum Vorschein, die die Ratsgruppe der Sozialen Liste veranlasste, für die nächste Ratssitzung eine Anfrage an die Verwaltung zu stellen. In Gesprächen mit Ein-Euro-Jobbern wurde immer wieder die fehlende berufliche Perspektive kritisiert. Viele machten ihre Situation deutlich, die es wegen der hohen Arbeitslosigkeit ausweglos erscheinen lässt, einen tariflich abgesicherten Arbeitsplatz zu bekommen. Beklagt wurde auch die oft wochenlang verspätete Auszahlung der Mehraufwandsentschädigung durch die ARGE. Das führe, wie berichtet wurde, dazu, dass manche aus Geldmangel zu Fuß zur Arbeitsgelegenheit kämen, weil das Geld für eine Fahrkarte fehle. In Gesprächen mit Bildungsträgern wurde über eine sehr unterschiedliche Arbeit mit den Ein-Euro-Jobbern berichtet. Während manche Träger der Verpflichung zur Betreuung und zur Qualifizierung (z.B. durch Computerkurse) nachkommen, geschieht dies bei einigen nicht oder nur unzureichend. Hier liegt möglicherweise ein deutliches Potenzial von Firmen, um Gelder (250 Euro/pro Monat und Teilnehmer) missbräuchlich 'abzuzocken.'"
20.10.05, 22.00 Uhr
WAZ Bochum: Obdachlose wollen demonstrieren

Die Bochumer WAZ schreibt in ihrer morgigen Ausgabe u.a.: "In der letzten Zeit haben die Konflikte zugenommen. Mit Platzverweisen schicken Ordnungsamt und Polizei die Nichtsesshaften weg. Hintergrund sind meist Beschwerden oder Beobachtungen der Ordnungskräfte. Jetzt ist die Situation offenbar eskaliert. 'Wir Obdachlosen wollen endlich behandelt werden wie andere Bürger auch und nicht wie Aussätzige', sagen Manfred Gehrmann und Gerhard Becker. Beide haben seit Jahren keinen festen Wohnsitz. Gemeinsam mit anderen Nichtsesshaften wollen sie nun für den 25. November eine Demonstration in der Innenstadt organisieren."
Der WAZ-Artikel im Wortlaut.
20.10.05, 20.00 Uhr
Montag, 24.10., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer
Christoph Butterwegge:
Krise und Zukunft des Sozialstaates

In der Ankündigung heißt es: "Kaum jemand leugnet, dass sich der Sozialstaat in einer tiefen Krise befindet, aber ist es auch die Krise des Sozialstaates, oder wird dieser nur zum Hauptleidtragenden einer Entwicklung, deren Ursachen ganz woanders liegen? Um welche Sachfragen und Kontroversen es bei der Diskussion darüber geht, wird in dieser Veranstaltung diskutiert werden. Christoph Butterwegge stellt Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des Weltmarktes („Globalisierung“), dem demografischen Wandel sowie den Strategien einflussreicher Gruppen der Gesellschaft her und beleuchtet die Hintergründe der verschiedenen „Umbau“-Konzepte. Es wird deutlich werden, was uns mit einer großen Koalition erwartet: Die liberalkonservative Transformation des Sozialstaates und die „Agenda 2010“ als sozialdemokratischer Bauplan für den Um- bzw. Abbau des Sozialstaates unterscheiden sich nur marginal. Dem stellt Chrisoph Butterwegge eine Alternativkonzeption mit dem Ziel entgegen, den Wohlfahrtsstaat als Jahrhundertprojekt zu erhalten."
Prof. Dr. Christoph Butterwegge leitet die Abteilung für Politikwissenschaft an der Uni Köln.
Zum Einlesen: Christoph Butterwegge:
Der Sozialstaat in der Kritik, Ossietzky 2/2004
20.10.05, 17.00 Uhr
Freitag, 21. Oktober, ab 20.00 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstr. 31

Eröffnungsparty der EntflammBAR

EntflammBAR heißt die neue Veranstaltung, die das bisherige Antifacafé im SZ ablöst. Zur Feier des Tages gibt es Cocktails und Kürbissuppe. Die InitatorInnen schreiben dazu: "Ab November werden an jedem ersten Freitag des Monats lustige, bunte Getränke gemixt, die so phantastisch sind, dass jede und jeder eine Ahnung bekommt, wie wunderbar es in einer befreiten Gesellschaft zugehen könnte. Zudem könnt ihr euch jeden dritten Freitag im Monat einen Film auserwählter Güte anschauen. Doch auch an den restlichen Freitagen braucht ihr nicht auf die entflammBAR zu verzichten. Doch Vorsicht, nach der schmackhaften Volxküche besteht akute Versackungsgefahr!"
Die nächsten EntflammBAR-Termine: 21.10. Eröffnungsparty mit Cocktails und Kürbissuppe, 28.10. VoKü, 4.11. Cocktailparty, 11.11. Jecke VoKü, 18.11. radical movie session (Film steht noch nicht fest, da wir uns noch in der Diskussionsphase befinden), 25.11., VoKü 2.12. Cocktailparty.
19.10.05, 16.00 Uhr
Bürgerinitiative gegen Mülltourismus in den Bochumer Norden gegründet
Gerthe wehrt sich!
Die BI schreibt: "Der Raum platzte aus allen Nähten, als am Montagabend über 60 Gerther Bürger die „Bürgerinitiative gegen Mülltourismus in den Bochumer Norden“ gründeten. Nach dem Sachstandsbericht durch Ratsmitglied Günter Gleising von der Sozialen Liste entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Es kamen betroffene Bürger zu Wort, die jetzt schon unter der katastrophalen Verkehrsentwicklung vor allem an der Kirchhapenerstraße und Josef Baumannstraße leiden. Schnell waren die Ziele der Bürgerinitiative klar. Einstimmig wurde beschlossen: Verhinderung der Ausweitung, Umwandlung und Neuansiedlung des Müllzentrums im Bochumer Norden und gegen eine weitere Ansiedlung verkehrsintensiver Betriebe. Unverständnis und Empörung brachten viele zum Ausdruck über das Verhalten der Stadt Bochum die versuche, so eine gravierende Veränderung des Stadtteils an den Bürgern vorbei zu planen."
Das nächste Treffen ist am 7.11., 20.00 Uhr in der Gaststätte „Glück auf“, Heinrichstraße 81.
Der vollständige Bericht.
19.10.05, 12.00 Uhr
Bochumer SPD-Ex-Minister Clement bedient sich »unverblümter Fascho-Sprüche«
Der neoliberale Diskurs trifft hier mit der Problematik des Rassismus zusammen
"Vorrang für die Anständigen - Gegen Missbrauch, "Abzocke" und Selbstbedienung im Sozialstaat" lautet der vollständige Titel des sog. "
Report vom Arbeitsmarkt" von Clement. »Sozialdemokraten können noch tiefer sinken, als man es für möglich hielt. Der bisherige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) schreckt jetzt nicht einmal mehr vor Anleihen beim faschistischen Vokabular zurück, um Arbeitslose und sozial Schwache zu diffamieren«, schreibt die "junge Welt".
»Besonders wirksam wird diese Rhetorik, wenn sie mit anderen, bereits im öffentlichen Bewußtsein etablierten Feindbildern kombiniert wird, wenn es sich bei den "Schmarotzern" nicht um Einheimische handelt, sondern um Flüchtlinge, die meist "Wirtschaftsasylanten" heißen. Die Bedrohung durch die Seuche der organisierten Parasiten wird zur Heimsuchung durch äußere Feinde. Der neoliberale Diskurs trifft hier mit der Problematik des Rassismus zusammen, die seit geraumer Zeit auch zu den Forschungsschwerpunkten der Kritischen Psychologie zählt.« (
siehe Denkgifte)

So hetzt Clement auf Seite 10 des Reports gegen "Ibrahim, ein Sänger aus dem Libanon...", um anschließend folgenden Vergleich zu ziehen:
"Biologen verwenden für "Organismen, die zeitweise oder dauerhaft zur Befriedigung ihrer Nahrungsbedingungen auf Kosten anderer Lebewesen – ihren Wirten – leben", übereinstimmend die Bezeichnung "Parasiten". Natürlich ist es völlig unstatthaft, Begriffe aus dem Tierreich auf Menschen zu übertragen. Schließlich ist Sozialbetrug nicht durch die Natur bestimmt, sondern vom Willen des Einzelnen gesteuert."

"Eine derart menschenverachtende Wortwahl darf in einer Demokratie nicht ohne Konsequenzen für die Urheber bleiben", fordert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) in einer Presseerklärung.
Die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Ulla Jelpke warf Clements Ministerium vor, sich »unverblümter Fascho-Sprüche« zu bedienen. »Wer zu solchen Entgleisungen fähig ist, sollte sofort aus dem politischen Verkehr gezogen werden. Texte wie diese zeigen, wie weit führende Sozialdemokraten schon ins Reaktionäre abgeglitten sind.«
Die Hetzkampagne geht weiter: Der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Hans Peter Clever, springt Clement zur Seite und rechnet beim Arbeitslosengeld II mit einer Missbrauchsquote "von sicherlich über zehn Prozent". Er halte dies für den "unteren Rand seriöser Schätzung". Clever stützt sich auf eine dubiose Telefonumfrage. Das Erwerbslosen Forum Deutschland erwartet von der Bundesagentur sofortige eindeutige Beweise für die Missbrauchsvorwürfe.
Die Frankfurter Rundschau
zitiert noch in der heutigen Ausgabe einen anderen Sprecher der Bundesagentur für Arbeit: »"Wir haben dazu keinerlei Zahlen", sagte ein BA-Sprecher der Frankfurter Rundschau. Rätselhaft bleibt den Experten der Behörde deshalb auch, wie Clement zu der Annahme kommt, zehn Prozent aller Empfänger von Arbeitslosengeld II würden den Staat betrügen.«
Eine Distanzierung der Bochumer SPD zum Clement-Report ist der Redaktion nicht bekannt.


19.10.05, 08.00 Uhr
Wie wirkte sich die Machtergreifung der Nazis auf den Alltag der Menschen in Bochum aus?
VHS und VVN-BdA bieten am Sonntag, 23.10., 14.00 Uhr, einen antifaschistischen Stadtrundgang an. Treffpunkt: Bochum Rathaus, an der Glocke. In der Einladung heißt es: "Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner prägten auch das politische Leben in Bochum. Das Schicksal einzelner Menschen und der Alltag einer Stadt lassen sich an vielen Orten erfahrbar machen. Bei diesem Rundgang wollen wir Orte aufsuchen, die den Alltag während der NS - Zeit in Bochum deutlich machen."
18.10.05, 21.00 Uhr
Blicke diesmal mit Vorprogramm
"
blicke aus dem ruhrgebiet" präsentiert - in diesem Jahr vom 24. - 27. November - als regionales Festival Filme von FilmemacherInnen aus der Region oder über die Region des Ruhrgebiets. Dieser zweifache lokale Bezug bestimmt das Profil des Festivals im Bahnhof Langendreer und damit den Rahmen für Austausch, Konfrontation und Auseinandersetzung. Innerhalb dieses Rahmens aber gewährt das Festival größtmögliche Freiheit: Weder Form, noch Genre, weder Länge noch ästhetischer Zugang sind vorgeschrieben. Bereits Ende Oktober sind die "blicke" auf dem Kulturevent "MELEZ" in der Jahrhunderthalle dabei: Deutschtürkische FilmemacherInnen im Gespräch und ein Treffen mit Flying Broom stehen auf dem Programm.
Eine der Hauptverantwortlichen für MELEZ ist übrigens Claudia Saerbeck, die jetzt u.a. in der Kulturverwaltung in Mülheim arbeit. Sie hat lange Zeit das Geschehen im Bahnhof Langendreer mitgeprägt.
18.10.05, 14.00 Uhr
AStA la vista?
Immer wenn die Chronistin denkt, jetzt fällt dem SPD-GRÜNEN-FDP-CDU-TITANIC-AStA an der RUB keine neue Peinlichkeit mehr ein, toppen die Partei-NachwuchspolitikerInnen an der Uni alles, was sie bisher vollbracht haben: Zur gestrigen Begrüßung von 1800 Erstsemestern im Audimax verpeilte der AStA seinen Auftritt. Der AStA-Vorsitzende war einfach gar nicht erst erschienen. Kein anderes AStA-Mitglied ergriff das Wort. Einzelheiten dazu sind wie immer bei
AStA-Watch zu lesen.
Als nächstes möchte der AStA nun die
Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (BSZ) einschläfern. Die BSZ ist die älteste kontinuierlich erscheinende studentische Zeitung in der Bundesrepublik. Sie wurde bisher von einer AStA-unabhängigen Redaktion produziert. Diese Redaktion soll jetzt durch eine Neuausschreibung der Stellen rausgeschmissen werden. Am Mittwoch, 19.10., 18.00 Uhr wird im Sozialen Zentrum überlegt, wie mit dieser AStA-Drohung umgegangen wird. Näheres.

17.10.05, 22.00 Uhr

Dienstag, 18.10., 20.00 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstr. 31

Attac Campus Bochum lädt zum "Café Campista" im SZ ein: "Wie jeden dritten Dienstag steht auch diesmal das Café Campista an. Und wie immer ist es ein Ort zum Quatschen, Bier Trinken (zu zivilen Preisen!) und Revolution planen :)"


17.10.05.14.00 Uhr
Lesung mit Christiane Kohl:
Der Himmel war strahlend blau - Vom Wüten der Wehrmacht in Italien
Am Freitag, dem 21.10., 20.00 Uhr, liest Christiane Kohl in der Buchhandlung Janssen aus ihrem Buch "Der Himmel war strahlend blau". Christiane Kohl ist Italien-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung. Das Buch berichtet über das Wüten der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS in italienischen Städten und Dörfern während des Zweiten Weltkriegs. Mitveranstalterin ist CICUIT, die deutsch-italienischen Gesellschaft in Bochum.
Aus der Ankündigung des Buches: "Ein Bergdorf in der Toskana im Sommer 1944: Einige Frauen heizen frühmorgens den Brotbackofen ein, andere sind schon aufs Feld gegangen, um Kartoffeln einzusammeln. Es scheint ein strahlend schöner Tag zu werden, doch dann rücken deutsche Soldaten an. Sie töten 560 Menschen, vor allem Frauen und Kinder. Sant'Anna di Stazzema heißt die kleine Ortschaft bei Lucca, die der Schauplatz dieses schrecklichen Massakers ist; es sollte nicht das einzige Kriegsverbrechen deutscher Soldaten in Italien sein. Zwischen dem Herbst 1943 und dem Frühjahr 1945 töteten Angehörige der Wehrmacht und der Waffen-SS rund zehntausend italienische Zivilisten."
17.10.05.14.00 Uhr
Soziale Liste: Aktionen gegen die Gaspreis-Erhöhung
Die Soziale Liste schreibt: "Mit der drastischen Erhöhung der Gaspreise durch die Stadtwerke Bochum wird sich auch die nächste Ratssitzung am 27. Oktober befassen. Einen entsprechenden
Antrag reichte die Soziale Liste Bochum ein. Unterdessen haben sich über 300 Bochumer Bürger in Unterschriftenlisten eingetragen und die Rücknahme der 20 % tigen Gaspreiserhöhung gefordert. Die Unterschriftensammlung wird an Informationsständen fortgesetzt. Außerdem lädt die Soziale Liste zu einer weiteren Diskussionsveranstaltung zum Thema Gaspreiserhöhung ein, die am Donnerstag, dem 27. Oktober, 19.30 Uhr in der Christuskirche, Westring 26 b stattfinden wird.
Im Büro der Sozialen Liste Bochum im alten Postgebäude am Willy-Brandt-Platz 1-3 (Tel.: 910 1047) sind auch zwei verschiedene Musterbriefe erhältlich, mit denen man/frau sich an den Gasversorger wenden und der Erhöhung widersprechen kann."
16.10.05.14.00 Uhr
In der Bastion: Stottern erlaubt
Die Fachschaft Sprachlehrforschung der Ruhr-Universität veranstaltet seit dem 11. Oktober jeden Dienstag in der Bastion am Springerplatz ein Sprach-Café. Das "Stotterkabinett" soll ein Treffpunkt werden, an dem man "in lockerer Atmosphäre auf verschiedenen Sprachen miteinander ins Gespräch kommen kann." In Anlehnung an das Tandem-Konzept, bei dem zwei Menschen mit verschiedener Muttersprache mit- und voneinander die Sprache des anderen lernen, soll das Stotterkabinett als Plattform dienen, "sprachliche und kulturelle Kenntnisse zu vertiefen, Stereotype zu hinterfragen oder gemeinsam über die Schönheit des Ruhrpotts zu diskutieren." Die InitiatorInnen: "Dazu klinken wir uns in die „Dienstagsbar" (Kneipe, Kinoprogramm und ab und zu Lounge) ein, die jeden Dienstag in der Bastion veranstaltet wird. Die Premiere in der letzten Woche war schon ziemlich gut - mit vielen Erasmus-StudentInnen und nicht ganz so vielen deutschen MuttersprachlerInnen - aber das wird sich mit Beginn des Semesters wohl einspielen."
16.10.05.14.00 Uhr
Dienstag, 18.10., 19 Uhr im Bahnhof Langendreer
Self-Service City: Istanbul
Vortrag mit Orhan Esen

Seit 1950 Jahren ist die klassische Metropole Istanbul von etwa einer Million Einwohner auf über 10 Millionen angewachsen. Diese "Neugründung einer Mega-City" erfolgte weitgehend ohne städtische oder staatliche Planung im westlichen Sinne. Träger des Stadtwachstums waren ländliche ArbeitsmigrantInnen, die auf "besetztem" Land in Selbsthilfe Siedlungen errichteten, die sogenannten "Gecekondus" ("Über Nacht gebaut"). Im Unterschied zu anderen Ländern wurde die "wilde Stadtentwicklung" im Allgemeinen von Staat und Behörden geduldet. Mit der Zeit wurden in den Arme-Leute-Siedlungen urbanere Gebäude und Infrastrukturen errichtet, manche wurden zu wichtigen Geschäftsvierteln. Jenseits der Klischees von der "Brücke zwischen Europa und Asien" oder dem "Moloch am Bosporus" gibt Orhan Esen überraschende Einblicke in die rasante soziale und urbane Entwicklung der Metropolen-Region am Marmara-Meer.
Die Veranstaltung wird von Mieterforum Ruhr e.V. und Habitat Netz e.V. organisiert.
Näheres.

15.10.05.10.00 Uhr
Gewerkschaftsbewegung
Die IG-Metall zieht an diesem Wochenende in ihr
neues Gebäude an der Alleestr. 80 neben der Jahrhunderthalle. Auch der DGB wird dann dort zu finden sein. Der DGB-Rechtsschutz bleibt in der Humboldtstr. 46. Ihm ist die Miete im neuen IGM-Bau zu teuer. Die IG BAU hat ein "Außenbüro" in der Alleestr. eingerichtet. Die GEW und ver.di behalten ihre bisherigen Geschäftsstellen. Etliche Räume im neuen Bau der IGM bleiben leer.
Der 1. Bevollmächtigte der IGM, Ludger Hinse, wird nur noch für kurze Zeit sein neues Büro in der Alleestr. beziehen. Er geht Ende des Jahres in Ruhestand. Nachfolgerin wird die bisherige Geschäftsführerin der IGM Bochum, Ulrike Kleinebrahm. Sie war vor ihrer jetzigen Tätigkeit hauptamtliche DGB-Vorsitzende in Bochum. Den mittlerweile ehrenamtlichen Vorsitz des Bochumer DGB gibt Ludger Hinse bereits im Dezember ab. Verdi-Geschäftsführerin Monika Ludwig wird dann oberste Gewerkschaftsrepräsentantin in Bochum.

14.10.05.17.00 Uhr
Bedeutsames aus erster Hand aus Nigeria
Das
Constantin Musik Theater, Widume Str.6, lädt am Samstag, 22.Oktober, ab 19.00 Uhr zu einer Lesung von Chief David Edebiri. In der Einladung heißt es: "Chief Edebiri, der 'Esogban' (Oberbürgermeister) von Benin City ist im traditionellen Regierungsgefüge des Königreiches von Benin der drittwichtigste Würdenträger nach dem Oba (König) und dem Premierminister von Benin. Er hat alle kulturellen Heiler, Orakeldeuter und spirituellen Führer des Volkes von Benin unter sich. Das Königreich Benin ist mit der derzeitigen Dynastie zurückzuverfolgen bis 1100 n.Chr., der heutige König wurde 1979 inthronisiert. Wer einen wirklich authentischen Blick in das innere Gefüge des traditionellen Westafrika werfen möchte, wird hier viel Erstaunliches und Bedeutsames aus erster Hand bekommen."
14.10.05.17.00 Uhr

Gründung einer Bürgerinitiative gegen das geplante Gerther Müllzentrum
Am Montag, dem 17. Oktober, soll um 20.00 Uhr in der Gaststätte "Glück auf" Heinrichstr. 81 eine Bürgerinitiative gegen das geplante Gerther Müllzentrum gegründet werden. Siehe auch Meldung vom 9.10..
14.10.05.16.00 Uhr
Sonntag, 16.10., 19.04 Uhr, Urbo-Bürgerfunk
Militarismus ist kein Grund zum Feiern

Ganz im Zeichen der Aktionen gegen das Bundeswehrspektakel (vom 8.9. - 11.9.) steht die nächste Sendung des
Friedensplenums im "Unabhängigen Radio Bochum", Urbo. Es wird sowohl Beiträge vom Tage des Protestes am 8.9. direkt bei der Bundeswehrausstellung (am Bochumer Kirmesplatz), sowie vom Fest gegen Militarismus (am Konrad-Adenauer-Platz) am 9.9. geben. Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von Radio 98.5 (UKW 98,5 MHz und im Kabel 99,4 MHz).
14.10.05, 08.00 Uhr
Heute, Freitag, 14.10., 17.00 Uhr, Bahnhof Langendreer:
Beate Klarsfeld: Die Notwendigkeit der strafrechtlichen Verfolgung von Menschenrechtsverbrechen
Mit einem öffentlichen Vortrag von Beate Klarsfeld zur strafrechtlichen Verfolgung von Menschenrechtsverbrechen wird heute der Kongress "Gerechtigkeit heilt - Der internationale Kampf gegen Straflosigkeit“ der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum eröffnet.
Beate Klarsfeld und ihr Mann Serge wurden weltweit bekannt für die Enthüllung ungeahndeter nationalsozialistischer Verbrechen. Ihr Einsatz gegen den früheren Gestapo-Chef von Paris, Kurt Lischka, beschleunigte die Ratifizierung des Deutsch-Französischen Zusatzabkommens über die Strafverfolgung von Nazi-Verbrechern. Zum wichtigsten Ergebnis ihrer sorgfältigen Recherchen zählt die Auslieferung des in Bolivien untergetauchten ehemaligen Gestapo-Chefs von Lyon Klaus Barbie alias Klaus Altmann, der 1987 in Frankreich verurteilt wurde.
Aufsehen erregte Beate Klarsfeld am 7. November 1968. Sie ohrfeigte den damaligen Bundeskanzler der großen Koalition, Kurt Georg Kiesinger, während des CDU-Parteitags in Berlin, um so auf dessen Täterschaft im Nationalsozialismus hinzuweisen. Dabei rief sie: „Kiesinger, nazi, démissionne!“ (Kiesinger, Nazi, tritt zurück!).
13.10.05, 22.00 Uhr
Grundsteinlegung für eine neue Synagoge in Bochum
Am Montag, dem 14. November, wird der Grundstein für die neue Synagoge an der Castroper Straße gelegt. Zur Grundsteinlegung werden u.a. der Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Paul Spiegel, Ilan Mor, Gesandter der Botschaft Israels und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers kommen. Im Anschluss wird zu einem Empfang im benachbarten Planetarium geladen. Dort wird es drei Vorträge über die Geschichte des jüdischen Lebens in dieser Region geben. Im Umgang des Planetariums wird das Projekt der neuen Synagoge für Bochum vorgestellt. Erinnert wird gleichzeitig an die 1938 zerstörten Synagogen in Bochum, Wattenscheid, Herne, Wanne-Eickel und Hattingen.
Elf Tage zuvor, am 3. November, findet um 9.00 Uhr vor dem Amtsgericht in Bochum der Prozess gegen Hannes Bienert statt. Er hatte mit vier weiteren Personen am 9. November 2004 einen Kranz vor der Gedenktafel für die Wattenscheider Synagoge niedergelegt und soll dabei gegen das Versammlungsgesetz verstoßen haben.
13.10.05, 22.00 Uhr
Samstag, 5. November, ab 18.00 Uhr im Museum:
FAIRwandlungen
Konzertlesung mit Grupo Sal und Siegfried Pater

Bochumer Eine-Welt-Gruppen informieren am 5. November mit Ausstellungen, Exponaten und persönlichen Gesprächen im Museum über eine „fairwandelte Welt“, um dabei die Produktvielfalt und Qualität des fairen Handels zu zeigen. Ein Büffet mit Köstlichkeiten aus dem Fairen Handel verspricht "exquisite Gaumenfreuden".
Mit der Konzertlesung 'FAIRwandlungen' macht Grupo Sal an diesem Abend die Globalisierung mit ihrer weltweiten Vernetzung von Märkten und dem ebenso weltweiten Zugriff auf Arbeitskräfte und Rohstoffe zum Thema.
Näheres.
13.10.05, 22.00 Uhr
Linkspartei: Neuen Reisepass beantragen!
"Wer am Schutz seiner persönlichen Daten interessiert ist, sollte noch in diesem Monat einen neuen Reisepass beantragen, denn ab November werden so genannte biometrische Daten auf dem Pass gespeichert," erklärt Uwe Vorberg, Sprecher der
Linkspartei.PDS Bochum. "Dass ein Lächeln auf dem Foto nicht erlaubt ist, ist noch das geringste Problem. Wir beobachten mit Sorge den Trend zum sorglosen Umgang mit persönlichen Daten. Auch wenn die Erfassung einzelner persönlicher Merkmale zunächst unbedenklich erscheinen mag, so stellt die Sammelwut und die Möglichkeit, verschiedene Datenquellen zu kombinieren eine für uns nicht akzeptable Gefahr der totalen Überwachung dar."
Weiter schreibt die Linkspartei: "Aber neben den Datenschutzproblemen ist auch die technische Umsetzung noch mangelhaft, so dass Besitzer/innen des neuen Reisepasses bei Grenzkontrollen mit Problemen rechnen müssen; zum Beispiel dann, wenn der Abgleich ihrer biometrischen Daten wie der Augenabstand nicht mit den gespeicherten Daten übereinstimmt. Wer also noch im Oktober einen neuen Reisepass beantragt, erspart sich unter Umständen Scherereien und vor allem Verwaltungsgebühren. Denn der neue Reisepass wird ab November 59 statt bisher 26 Euro kosten und 10 Jahre Gültigkeit besitzen. Beantragt werden kann der 'alte' Reisepass in allen Bochumer Bürgerbüros noch bis zum 31. Oktober."
13.10.05, 22.00 Uhr

Soziale Liste: Protest-Flugblätter gegen Golfplatz
Die
Soziale Liste Bochum wird am kommenden Samstag ab 10.00 Uhr in Werne vor der Sparkasse am Werner Hellweg über die Planungen zum Golfplatz auf dem früheren Amalia-Gelände und dem Berghofer Feld informieren. Die Soziale Liste Bochum steht dem Projekt ablehnend gegenüber, "weil damit ein großes Mischgelände mit landwirtschaftlicher Nutzung, renaturierter Halde und Industriebrache der öffentlichen Nutzung zur Freizeit und Erholung entzogen wird. Nach den Erfahrungen mit dem bestehenden Golfplatz in Stiepel ist eine Einzäunung und Kenntlichmachung mit Schildern 'Betreten verboten' zu befürchten." Die Pressemitteilung der Sozialen Liste.
13.10.05, 08.00 Uhr
Rote-Ruhr-Uni 2005

Die
Rote Ruhr-Uni findet in der zweiten und dritten November-Woche statt. Sie wird vom Juso-Grüne-FDP-RCDS-AStA natürlich nicht unterstützt. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr im KulturCafé der Ruhr-Uni. Die Veranstaltungsthemen und -termine:
7.11.: Joachim Bruhn (Freiburg) - Die Klasse und ihr Kampf. Über den Revolutionswert des Proletariats
8.11: Lemmy Caution - Ermittlungen gegen die Wirklichkeit (72 min.) / Angaben zur Person (30 min.) Zwei politisch-avantgardistische Filme. Mit einer Einführung von Bernd Reinink (Berlin)
9.11: Udo Wolter (Berlin) - Nicht im Namen des Anderen. Der Antirassismus und sein Verhältnis zu Islamismus und Islamophobie
14.11.: Sonja Witte (Bremen) - Hitchcock in Deutschland - oder wie die Nazis zu Drogendealern wurden. Versuch einer psychoanalytischen Darstellung der deutschen Schuldabwehr am Beispiel von "Notorious"
15.11.: Hanno Pahl (Bielefeld) - Luhmann und Marx - Systemtheorie und Systemkritik
18.11.: Urs Lindner (Berlin) - Foucaults Machtanalytik und die kritische Gesellschaftstheorie
12.10.05, 23.00 Uhr
Opel: Maulkorb für Minderheiten?

Labournet berichtet über einen aktuellen Vorgang bei Opel: "Bei Opel in Bochum hat sich nach dem Streik im Oktober 2004 die harte Auseinandersetzung um den Kurs der Betriebsratsmehrheit und der örtlichen IGM-Spitze fortgesetzt. Kritische Flugblätter der Vertrauenskörper-Leitung wurden wiederholt von der IGM nicht gedruckt und daher selbständig herausgegeben. Ende September erhielt die VK-Leitung den 'Entwurf einer Arbeitsplattform' für Betriebsrat und Vertrauenskörperleitung der Adam Opel AG, Werke Bochum zur Unterschrift vorgelegt, der laut Begleitschreiben des IGM-Opel-Sekretärs Jürgen Schmidt 'mit Ludger Hinse (IGM-Ortsbevollmächtigter) und Detlef Wetzel (IGM-Bezirksleiter NRW) abgestimmt' worden und 'ausschließlich im jeweiligen Gremium zu behandeln' sei; 'das gilt auch für die Weitergabe von Kopien'. Die 'Schlussabstimmung' über diesen Entwurf soll in dieser Woche stattfinden. Demnach dürfen 'von der Mehrheitsentscheidung des Betriebsrats abweichende Positionen' nicht 'betriebsöffentlich vertreten' werden. Kritik an Mehrheitsentscheidungen soll also verboten werden. Für eine Minderheitsmeinung, und sei sie noch so sachlich vorgetragen, darf - auch im Blick auf zukünftige Entscheidungen - nicht geworben werden. Debatten haben 'intern' zu verbleiben. Mehrheitsabstimmungen der Gremien und auch der Belegschaft sind von einer Minderheit nicht mehr in Frage zu stellen..."
12.10.05, 18.00 Uhr
Sonntag, 16.10., 15.00 Uhr, im Bochumer Umweltzentrum: 10 Jahre Apfelsaftprojekt
BUND feiert Jubiläum mit einem Nachmittag rund um den Apfel
Das Streuobstprojekt der
Bochum Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) feiert Geburtstag: Seit nunmehr 10 Jahren sammeln die Naturschützer jeden Herbst Äpfel von Streuobstwiesen aus Bochum sowie aus Witten, Hattingen und Sprockhövel. Sie lassen die Früchte in einer regionalen Mosterei zu naturtrübem Saft pressen und vermarkten den Saft nur in der Region. „Obstwiesen sind ökologisch wertvoll“, so Annette Hoffstiepel, Sprecherin des Apfelsaftprojekts. „Unser Ziel ist es, diese Flächen zu erhalten und die Eigentümer zu motivieren, diese Flächen zu pflegen und neue Bäume nachzupflanzen“. Die Anlieferer erhalten deshalb für ihre Äpfel deutlich mehr als marktüblich – als Anreiz und Belohnung dafür, dass sie hochstämmige Obstbäume wählen, diese regelmäßig schneiden und keine Pestizide verwenden. Seit dem Start 1995 wurden mehr als 93.000 Kg Äpfel gesammelt und deren Saft in knapp 90.000 Mehrwegflaschen abgefüllt.
„Das ist ein Paradebeispiel dafür, wie Naturschutz und gesunde Ernährung Hand in Hand gehen, und das bei kurzen Wegen“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW und Mitbegründer des Projekts.
Weiteres.

12.10.05, 18.00 Uhr
Samstag, 15. 10., 18.30 Uhr, Multi Kulti Gallery, Soba do Cristo Toko, Alte Hattinger Str. 17
Orlando Ferraz: Politische Beziehungen zwischen Angola und der Bundesrepublik Deutschland
Orlando Ferraz referiert in der
Mulit Kulti Gallery of Art am Samstag, 15. Oktober, aus seinem gerade erschienen Buch: „Die Afrikapolitik der Bundesrepublik Deutschland“. In der Einladung heißt es: "Er berichtet über die politische Situation in Angola und die politische, wirtschaftliche und kulturelle Kooperation mit Deutschland. Dieses geht nicht, ohne das gesamte südliche Afrika zu thematisieren. Es wird also zusätzliche Informationen zu Südafrika und Zimbabwe geben. Das Referat gibt Gelegenheit zur Diskussion und zu Nachfragen. Der Vortrag findet im Rahmen eines kulturellen Abends statt. Es können Bilder des gebürtigen Angolaners Soba do Cristo Toko ersteigert werden. Soba do Cristo Toko führt seit 2004 in seiner kleinen Galerie im Zentrum Bochums regelmäßig Ausstellungen für regionale Künstler und Künstlerinnen durch. Er ist jedoch auch selbst Künstler, der Ölgemälde und Skulpturen schafft. Seine Themen sind afrikanische Sujets, stilistisch stark beeinflusst durch die moderne europäische Kunst. Dieses mal gibt er die Gelegenheit, seine eigenen Werke zu ersteigern. Etwa 15 Gemälde stellt er für die Auktion zur Verfügung.
Das Trio Ning Nings gehört zu den alten Freunden der Multi Kulti Gallery of Art in Bochum. Sie spielen an diesem Abend aus ihrem musikalischen Programm zwischen Afrika und Europa. Es gibt ein kleines angolanisches kaltes Buffet."

12.10.05, 18.00 Uhr
PDS-Ratsfraktion: Sprachbarrieren abbauen
Die
PDS-Ratsfraktion schreibt: "Für Menschen mit Migrationshintergrund und fehlenden Deutschkenntnissen sind Behördengänge oft ein Albtraum. Vielfach haben sie Angst, etwas falsch zu verstehen und dadurch folgenschwere Fehler zu begehen. Also werden Familienangehörige oder Bekannte mit besseren Sprachkenntnissen gebeten, ihnen auf dem Amt zur Seite zu stehen. Dies mag im Einzelfall durchaus eine Lösung sein, doch gibt es auch einige Probleme: Nicht alle Begleiter/innen, die guten Willens sind, verfügen auch über die notwendigen Sprachkenntnisse oder neu Eingewanderte konnten noch nicht das entsprechende soziale Umfeld aufbauen.
Wegen der bestehenden Sprachprobleme wird bei einigen Beratungseinrichtungen bereits über die Möglichkeit eines Pools ehrenamtlicher Übersetzer/innen nachgedacht. Die PDS-Fraktion sieht es jedoch als vorrangige Aufgabe der Kommune an, die notwendigen Übersetzungen sicher zu stellen. Sie hat deshalb in einer
Anfrage an den Migrationsausschuss um eine Übersicht der städtischen Übersetzungsdienste gebeten."

12.10.05, 18.00 Uhr

Zum Umgang mit Denkmälern

Die
Soziale Liste im Rat schreibt: "Bochumer Kriegerdenkmäler sollen mit zusätzlichen erklärenden und mahnenden Tafeln versehen werden.. Der Kulturausschuss der Stadt beschloss in seiner letzten Sitzung, die Verwaltung zu bitten, einen entsprechenden Verfahrensvorschlag zur Umsetzung einer Anregung der Sozialen Liste Bochum zu machen.
Auf Anfrage von Ratsmitglied Günter Gleising (Soziale Liste) teilte Kulturdezernent Dr. Küppers in der Sitzung mit, dass er das Stadt-Marketing schriftlich zu einem würdigen Umgang mit den Gedenkorten in der Bochumer Innenstadt aufgefordert hat. Die Vorkommnisse beim "kulinarischen Treff" seien "absolut unakzeptabel" gewesen. Gleising hatte sich auf eine
Mitteilung bezogen, in der die VVN-Bund der Antifaschisten auf den nicht angemessenen Umgang mit den Denkmälern bei Großveranstaltungen hingewiesen und z. B. den Überbau der Gedenkplatte für Dr. Ruer mit einem Verzehrtisch beklagt hatte."

11.10.05, 23.00 Uhr
AStA der RUB will BSZ einschläfern - Mitglieder der bisherigen Redaktion laden ein:
"Eine neue kritische Stadt- und Studierendenzeitung für Bochum?"
In der Einladung heißt es: "Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz) ist die älteste kontinuierlich erscheindende studentische Zeitung in der Bundesrepublik. Seit Amtsantritt im März hat der neue parteinahe AStA der Ruhr-Uni die Zeitung zwar weiter produzieren lassen, allerdings nur unregelmäßig und in geringem Umfang für die Verteilung gesorgt. Am vergangenen Mittwoch hat der AStA jetzt der bisherigen bsz-Redaktion mitgeteilt, dass die Zeitung in der bestehenden Form nur noch zwei Mal erscheinen soll. Die bevorstehende Konzeptänderung sieht die Einsetzung einer weitgehend neuen Redaktion, ein neues Format und so eine künstliche Entpolitisierung der Zeitung vor. Die neue bsz soll nach den Ankündigungen der parteinahen AStA-Listen eine andere inhaltliche Ausrichtung haben. Während die Zeitung sich bisher als Teil der lokalen kritischen (Gegen)Öffentlichkeit gesehen hat, droht jetzt die Ausrichtung an einem wie auch immer vorgestellten und bisher nicht näher definierten studentischen "Mainstream". Auch die Zielsetzung, eine publizistische Verbindung zwischen Uni und den außerparlamentarischen Initiativen der Stadt zu sein, steht zur Debatte. "
Im Wortlaut.
Als der AStA vor 5 Jahren schon einmal etwas arg sozialdemokratisch verkommen war und die BSZ kein linkes Medium mehr darstellte, wurde ein Alternativ-Blatt gegründet:
die 2313. Ein solches Projekt soll nun wohl erneut beraten werden. Termin: Mittwoch, 19. Oktober, 18 UHR, Soziales Zentrum Bochum, Rottstr. 31
Sicherlich wird bald Hintergründiges über die Geschichte auf
AStA-Watch zu lesen sein.

11.10.05, 11.00 Uhr

PDS: Verwaltung plant keine Bürgerbeteiligung in Haushaltsfragen
Die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr stehen vor der Tür, im November wird dem Rat ein erster Entwurf vorgelegt. Die PDS-Ratsfraktion schreibt dazu: „Doch obwohl die Bochumer Bürgerinnen und Bürger unmittelbar durch die Finanzentscheidungen betroffen sind, werden sie an diesem Prozess nicht beteiligt, das ergab eine Anfrage der PDS-Ratsfraktion. Sie wollte wissen, ob die Stadt die Entwicklung eines Bürgerhaushalts plant. In anderen Kommunen wie Berlin-Lichtenberg hat man sich die Mühe gemacht und die Bevölkerung intensiv über die Finanzlage informiert, um dann gemeinsam mit den Menschen vor Ort in einen mehrstufigen Meinungsbildungsprozess einzusteigen. Die bisherigen Erfahrungen sind, trotz hohen Spardrucks, sehr positiv.“
In Bochum ist eine solche Beteiligung jedoch nicht angedacht, da die Verwaltung mit der Einführung des neuen kommunalen Finanzmanagements mehr als ausgelastet und in dieser Umbruchphase eine weitere Systemumstellung nicht sinnvoll sei (
siehe Antwort der Verwaltung). Zur Enttäuschung der PDS-Ratsfraktion zeigen sich aber auch kaum Ansätze, wenigstens Grundzüge der Haushaltslage und der anstehenden Finanzentscheidungen der Bochumer Bevölkerung verständlich zu vermitteln und damit zu einem Stück mehr Transparenz in der Politik beizutragen.
„Politik darf nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg gemacht werden. Das führt zu immer mehr Politikverdrossenheit,“ kritisiert Ratsmitglied Bianca Schmolze den Umgang mit dem Bochumer Haushalt. „Die PDS-Fraktion wird sich deshalb auch weiterhin für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einsetzen.“
Mehr Infos zum
Konzept des Bürgerhaushalts findet man/frau hier.

10.10.05, 14.00 Uhr
"...er fiel im frühen Morgenrot..." - Knappschaft und Ratspolitik ignorieren Bürgerwillen!

Bilder des Kahlschlags
Moderne Stadtentwicklung in Bochum:
Parkplätze statt Bäume!

Am vergangenen Samstagmorgen pünktlich um 7 Uhr rückte ein Entwaldungskommando der Firma Ribbrock aus Waltrop an, um dem Grün auf dem Parkplatzgelände der Bundesknappschaft den Garaus zu machen. Zwei große LKW mitsamt Hängern, ein Bagger und ein gutes Dutzend mit Kreissägen bewaffneter "Fußsoldaten" waren angetreten, um dass Ehrenfeld in ein in Schlachtfeld der Motorsägen zu verwandeln. 19 von 24 alten Bäumen und zahlreiche Sträucher wurden auf Anordnung der Knappschaftsdirektion vom Erdboden vertilgt, damit Platz für neue Parkflächen frei wird.
Unzählige Anwohner-Appelle an Knappschaft und Ratspolitik blieben im Vorfeld ungehört. Anwohnerinteressen und ökologische Vernunft unterlagen einmal mehr privatwirtschaftlicher Borniertheit, während Ratspolitiker vorzugsweise für Bewohnerparkplätze statt für Bäume kämpfen.
Für die Anwohner geht es nach diesem "Schreck in der Morgenstunde" in Zukunft nur noch darum, den Schaden in Grenzen zu halten und darauf zu achten, dass bei den geplanten Baumaßnahmen mit den übrig gebliebenen 5 Bäumen rücksichtsvoller umgegangen wird. Das Bochumer Grünflächenamt hat garantiert, die bevorstehenden Baumaßnahmen zu beobachten. Alle Anwohner sind aufgefordert, die Bauarbeiten wachsam zu beobachten und sich nötigenfalls mit dem Leiter des Grünflächenamtes der Stadt Bochum, Herrn Großmann (Tel. 0234/910-3460), in Verbindung zu setzten, falls das Überleben der restlichen alten Bäume gefährdet ist.
Pressemitteilung der BürgerInteressenGemeinschaft "Grüne Insel Ehrenfeld" im Wortlaut
Für die Wut - eine Cover-Version des alten Alexandra-Titels
Mein Freund der Baum ist tot (MP3, 4:51 min., 8,9 MB), gespielt von The Czars (John Grant)

10.10.05, 10.00 Uhr
Dienstag, 11.10., 19.30 Uhr, Bhf. Langendreer, studio 108
Ruth Weiss und Bosijlka Schedlich - 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005
Zwei der für den Friedensnobelpreis nominierten Frauen kommen am 11. Oktober nach Bochum!
1000 Frauen aus über 150 Ländern sollten nach dem Wunsch einer Schweizer Initiative den diesjährigen Friedensnobelpreis bekommen. Nun ging er wieder an einen "wichtigen Mann an der Spitze einer wichtigen Behörde".
Der Vorschlag aus der Schweiz verfolgte eine andere Logik, denn die 1000 standen stellvertretend für die vielen Frauen überall in dieser Welt, die sich ganz praktisch, an der Basis, und zwar Tag für Tag für Frieden einsetzen. Der ungewöhnliche Vorschlag wurde vom Nobelkomitee dann auch tatsächlich angenommen, ein Hinweis, daß er überzeugt hat.
Zwei der Kandidatinnen - Ruth Weiss und Bosijlka Schedlich - sind am kommenden Dienstag (11.10.) zu
Gast im Bahnhof Langendreer und werden die Bedeutung von Frauenprojekten für die Friedensarbeit erläutern und ihre eigene Arbeit vorstellen.
Die Menschenrechtsaktivistin Bosiljka Schedlich, Gründerin des "
südost Europa Kultur Vereins", arbeitet mit traumatisierten Kriegsopfer, v.a. Frauen und Kindern aus verschiedenen Ländern. In Berlin hat sie u.a. dazu ein "Erzählcafé" organisiert, um Gewaltopfern die Möglichkeit zu geben, über die Verletzungen und Beschädigungen zu sprechen. Die Schriftstellerin, Antiapartheidskämpferin und Afrikaexpertin Ruth Weiss hat in den letzten Jahren mehr und mehr das literarische Erzählen als einen Weg gewählt, um all die Gewalt, die sie erleben oder mit ansehen musste, zu verarbeiten und der Öffentlichkeit zu vermitteln.

9.10.05, 13.00 Uhr
Widerstand in Gerthe gegen Müll-Zentrum wächst
Mit einem Informationsstand am gestrigen Samstag unterstützte die Soziale Liste den Protest Gerther BürgerInnen gegen die geplante Müll-Aufbereitungsanlage im Gewerbegebiet Gerthe-Nord. Schnell bildeten sich Diskussionsgruppen und Schlangen vor der Unterschriftenliste am Informationsstand auf dem Gerther Marktplatz. Innerhalb von zwei Stunden trugen sich 140 BürgerInnen in die Listen ein und fordern „die Einberufung einer Bürgerversammlung durch die Stadt Bochum zum Thema Planungen zum Müllzentrum in Gerthe.“ Die Unterschriftenlisten sollen in den nächsten Tagen im Bochumer Rathaus übergeben werden, damit die Stadt Bochum die Planungen zum Müll-Zentrum in Gerthe offenlegt und mit den Gerther BürgerInnen über dieses Thema diskutiert." Presseerklärung im Wortlaut
Die Soziale Liste ruft zur Zusammenarbeit mit der „Bürgerinitiative gegen ein Müllzentrum Bochum-Werne“ auf und hat eine
Hintergrundinformation zu den Planungen zum „Müll-Zentrum Gerthe“ herausgegeben.

09.10.05.11.00 Uhr
Dienstag, 11. 10., ab 19 Uhr Vokü/Film ab 20 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstr. 31, Eintritt frei!
Ladybird (Ken Loach Filmreihe)

Filmvorführung (inkl. Vokü) von Radio El Zapote & Kerzner Family: "Ladybird schildert den verzweifelten Kampf einer alleinerziehenden Mutter gegen Gerichte, Sozialbehörden und Polizei um das Sorgerecht für ihre Kinder. Dabei beruht Loachs Film auf dem wahren Fall einer Frau (im Film Maggie genannt), der von den britischen Sozialbehörden das Sorgerecht für insgesamt sechs ihrer Kinder unter zweifelhaften Begründungen entzogen wurde."
Flyer zur Veranstaltung.
Weitere Termine dieser Ken Loach Filmreihe: Di, 8.11.2005, 20:00 - Carla's Song.
8.10.05, 22.00 Uhr
Freitag bis Samstag, 14.-16.10., Bhf. Langendreer, Wallbaumweg 108
Eduardo Galeano begrüßt Bochumer Konferenz „Gerechtigkeit heilt“
Prominente Unterstützung für die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum
Anlässlich des am nächsten Wochenende in Bochum stattfindenden Kongresses „Gerechtigkeit heilt – der internationale Kampf gegen Straflosigkeit“ erklärt der international bekannte uruguayische Schriftsteller Eduardo Galeano in einer Grußbotschaft seine Unterstützung für die Ziele der Konferenz.
„Es ist mir ein Anliegen, Euch meine Solidarität mit jener solidarischen Aufgabe auszudrücken, die ihr erfüllt. Und meine begeisterte Unterstützung für den Schritt, die Gerechtigkeit und die Gesundheit miteinander zu verbinden,“ schreibt Galeano an die
medizinische Flüchtlingshilfe Bochum.
Weltweit engagieren sich Menschenrechtsorganisationen für die Aufarbeitung und die juristische Verfolgung der Verantwortlichen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Vom 14. bis 16. Oktober werden in Bochum international bekannte MenschenrechtsaktivistInnen aus zahlreichen Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Europas über ihre Erfahrungen im Kampf gegen Straflosigkeit von Menschenrechtsverletzungen berichten und miteinander diskutieren.
Unter dem Kongresstitel „Gerechtigkeit heilt“ wird dabei ebenfalls die Frage behandelt, in wie weit sich eine erfolgreiche Bekämpfung der Straflosigkeit positiv auf die seelische Gesundheit der Überlebenden von politischer Verfolgung, Folter und Krieg beitragen kann, eine thematische Verbindung, die bisher weltweit in dieser Form kaum vorgenommen wurde.
Presseerklärung im Wortlaut
Nähere Informationen zum Kongress und zum Thema der Straflosigkeit finden sich unter:
www.gerechtigkeit-heilt.de.
Hier die
Einladung und das ausführliche Programm zum Kongress!

8.10.05, 19.00 Uhr
Di 11.10. und Mi 12.10., 20.00 Uhr, endstation.kino, Wallbaumweg 108
Erstaufführung: "Mauer" - filmische Meditation über den Israel-Palästina-Konflikt

Nach "neueWut" folgt der nächste, aufregende Dokumentarfilm: "Mauer". Das endstation.kino zeigt den Film im Rahmen der kleinen Israel-Palästina Reihe im Bahnhof Langendreer. Mauer meint den Grenzzaun im Westjordanland. Der Film folgt der Mauer und fängt in seinen Bildern und Stimmen Eindrücke auf beiden Seiten ein. Die Filmemacherin Simone Bitton behauptet ihre doppelte Identität als Jüdin und Araberin und läßt so die Grenzen des Hasses verschwimmen.
In einem klassischen dokumentarischen Ansatz folgt der Film der Mauer der Trennung, die eine der historisch bedeutendsten Landschaften zerstört, indem sie das eine Volk einsperrt und das andere eingrenzt. Auf der Baustelle dieser irrsinnigen Mauer trotzen tägliche Ansprachen und heilige Gesänge – auf Hebräisch und Arabisch – dem Diskurs des Krieges inmitten des ohrenbetäubenden Lärms der Bulldozer. In langen Einstellungen zeigt Simone Bitton, wie der Zaun die Landschaft voll karger Schönheit zerschneidet, spricht mit Juden wie Arabern über den Alltag mit der Mauer, über die Schwierigkeit, Freundschaften über die Mauer hinweg aufzubauen und zu pflegen, über ökonomische und ökologische Konsequenzen für die Menschen.
Mehr Infos zum Film bei
3sat und hier.

8.10.05, 12.00 Uhr
SPD-Wattenscheid erwartet frierende BürgerInnen
„Die Stadt Bochum will den neuen Gaspreis der Stadtwerke nicht boykottieren,“ so Stadtdirektor Gerd Kirchhoff und will nicht dem Beispiel niedersächsischer Kommunen folgen, trotz Preiserhöhung weiterhin die alten Tarife zu zahlen. Kirchhoff rechnet bis 700.000 Euro Mehrkosten für das Jahr 2005. Zugleich hofft er auf Verhandlungen mit den Stadtwerken, die die Stadt Bochum als Sondertarifkunde begünstigen.
Dagegen richtet die WAT-SPD eine
Resolution an die Bundestagsfraktion vom 07.10.2005: „Mieter und Verbraucher können den hohen Kosten nicht ausweichen. Viele von ihnen werden in diesem Winter frieren; sie sind nicht in der Lage, die Mehrkosten für Heizung aus eigener Kraft aufzubringen. Wir müssen die Energie-und Heizkostenxplosion stoppen. Der Winter 2005 droht der teuerste in der Nachkriegsgeschichte zu werden. Bis zu 500 Euro mehr werden Verbraucher dann für Heiz- und Stromkosten zahlen. Politik, Mieterbund, Verbraucherverbände, Wohnungswirtschaft und Energieversorger müßten deshalb jetzt zusammenkommen und vorbehaltlos über Strategien und Maßnahmen beraten, wie die Entwicklung kurz- und mittelfristig gestoppt werden könne. Wir brauchen schnelle Beschlüsse, Vorgaben und Entscheidungen.“
Der Text wurde anschließend an den Bochumer Bundestagabgeordneten Axel Schäfer mit dem dringenden Appell übersandt, in der SPD-Bundestagsfraktion entsprechend aktiv zu werden.
Die "AG Soziale Grundrechte" im Bochumer Sozialforum schreibt dazu: „Mit Axel Schäfer macht die WAT-SPD den "Bock zum Gärtner". Schließlich bastelt seine Fraktion an der großen Koalition, die den Kurs des Sozialraubs verschärft fortsetzen wird. "Frieren für den Standort Deutschland", so langsam erleiden die SPD-Genossen selbst Frostbeulen durch die Politik der Agenda 2010 von Schröder. Statt unglaubwürdige Appelle nach Berlin zu richten, sollte die SPD aktiv die Bochumer BürgerInnen beraten und juristisch unterstützen, wie die Zahlungen der erhöhten Gas- und Strompreise boykottiert werden können. Einer Mitarbeit in der Initiative
"Jetzt aktiv werden gegen Gaspreis-Erhöhung" steht nichts im Wege.“
Siehe heutige Berichterstattung in
WAZ und Ruhr Nachrichten: Gaspreis-Rebellen kürzen Zahlungen

7.10.05, 15.00 Uhr
Soziale Liste informiert über Müll-Anlage in Gerthe
Die Soziale Liste Bochum wird am kommenden Samstag, dem 8. Oktober 2005, in der Zeit von 10.00 – 12.30 Uhr einen Informationsstand in Gerthe, Marktplatz/Turmstr. durchführen. Mit Flugblättern will die Soziale Liste über die geplante Müll-Aufbereitungsanlage im Gewerbegebiet Gerthe-Nord informieren und eine Unterschriftenaktion starten.
„Ich fordere die Einberufung einer Bürgerversammlung durch die Stadt Bochum“ steht auf den Unterschriftenlisten: Die Soziale Liste will damit erreichen, daß die Stadt Bochum die Planungen zum Müll-Zentrum in Gerthe offenlegt und mit den Gerther Bürgern über dieses Thema diskutiert.
Auf ihren Flugblättern fordert die Soziale Liste „Stoppt den Müll-Tourismus - Bürgerversammlung jetzt!“ Weiter heißt es dort: “Mit der Betriebsverlagerung der Entsorgungsfirma Weber von Werne nach Gerthe auf ein Gelände von Remondis an der Dieselstraße droht der Stadtteil nun endgültig zu einem der größten Müllzentren im Ruhrgebiet zu werden.“
Pressemitteilung im Wortlaut
In ihrer gestrigen Ausgabe berichteten die "
Ruhr Nachrichten": „In Gerthe formiert sich der Bürgerprotest gegen die Müll verarbeitende Firma Weber. Am Mittwochabend trafen sich betroffene Anwohner und Interessierte im Gewerbegebiet Gerthe-Nord, um die Gründung einer Bürgerinitiative vorzubereiten.“ Am Montag, 17. Oktober, soll die Bürgerinitiative auf einer großen Bürgerversammlung gegründet werden. Alle interessierten BürgerInnen sind dazu in die Gaststätte "Glück auf" in der Heinrichstraße eingeladen.

7.10.05, 14.00 Uhr
Samstag, 8.10., 20.00 Uhr, Bhf. Langendreer, studio 108
Planet Woman - Musik von Frauen für Frauen
Der Frauenabend Bochum präsentiert die britisch/neuseeländische Frauengruppe "Planet Woman": „Planet Woman ist ein musikalisches und kulturelles Projekt, das durch die Verknüpfung von keltischen Rhythmen und ozeanischen Klängen, verbunden mit den wunderbaren Stimmen der Sängerinnen, ein jedes Publikum zutiefst berührt. In Deutschland hatte Planet Woman im Sommer 2004 einen bedeutenden Auftritt auf dem interkulturellen Frauenmusikfestival im Hunsrück. Ende September/Anfang Oktober ist die Gruppe Planet Woman in Deutschland. Die Chance sie live zu erleben, ist sehr gering, da der Großteil der Band in Neuseeland lebt und sie nur selten in Europa sind.“
Im Anschluß an das Konzert findet der monatliche
Frauen-Abend ++ Party nur für Frauen statt.

6.10.05, 16.00 Uhr
"Danke, Herr Clement" - Bochum soll 19 Millionen Euro zurückzahlen
Mit Axel Schäfer (gewählter Bochumer SPD-Bundestagsabgeordneter) sind die sozialen Belange der Stadt Bochum in Berlin wirklich gut aufgehoben. In großer Eintracht führten Schäfer und die Bochumer SPD ihren Wahlkampf mit Wolfgang Clement am 17.9. in der Bochumer Innenstadt. "Eine SPD-geführte Regierung werde die Reform der sozialen Sicherung fortsetzen", so Clement. Als nächsten Schritt der sozialen Sicherung beschloß gestern das Bundeskabinett der noch amtierenden rot-grünen Mehrheit, von den Kommunen Zuschüsse für die Unterbringung und für die Heizkosten von Langzeitarbeitslosen zurückzufordern, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2005. Für Bochum wird das eine Rückzahlung von 19 Millionen Euro bedeuten und die Bochumer Haushaltslage dramatisch belasten.
Die Soziale Liste fordert den Rücktritt von Clement. Ratsmitglied Günter Gleising weiter: „Statt das Scheitern der sog. Arbeitsmarkt-Reform (Hartz-Gesetze) einzugestehen schlägt der Minister wild um sich. Statt eine angebliche Abzocke beim ALG II zu beklagen, sollte der Minister seine früheren Tricksereien bei der Arbeitslosenstatistik als Ursache für die höheren Kosten beleuchten.“ (
siehe Pressemitteilung)
Gleising schlägt weiterhin vor, daß der Rat in seiner nächsten Sitzung mit einer gemeinsamen Resolution seine eindeutige und ablehnende Haltung zu den Rückforderungen deutlich macht.
Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz zeigt sich in einem
Interview bei Radio 98.5 empört. Die Bierdeckel-Steuerpartei wertet Clements Vorstoß als "Schnapsidee", so Norbert Siewers von der CDU. Erst letzte Woche hat der Bochumer Sozialausschuß neue Richtlinien für die Übernahme von Wohnkosten für Sozialhilfe- und Arbeitslosengeld II-EmpfängerInnen festgelegt. Für 800 zu erwartende Zwangsumzüge durfte die Grüne-Ratsfraktion langsam von 1 bis 800 zählen. Die grünen Sozialpolitikerinnen Anna Konincks und Astrid Platzmann waren mit dem Ergebnis zufrieden. Demnächst werden sie wohl etwas länger zählen müssen.

5.10.05 21.00 Uh
Samstag, 8.10., 20.00 Uhr Einlass und Vokü/Beginn 21.00 Uhr, Wageni, Wallbaumweg 138
CONFUSED + THEE IRMA & LOUISE
Die ersten Lebkuchen und Marzipankartoffeln in den Geschäften deuten wieder auf eine verlängerte Vorweihnachtszeit hin. Um die Wartezeit auf das Geschenkeauspacken zu verkürzen hilft der Besuch eines Radio BonteKoe - Konzertes: "Thee Irma & Louise aus Bern (CH) sind zu dritt und alle drei singen ! Die Musik ist eine Mischung aus 60ies Psycho, Surf-Rock und Punk mit einem Gitarren-Sound, der an Dead Kennedys erinnert. Songtitel wie "This Guitar kills Fascists" und "Waffen für El Salvador" machen klar: Hier wirdkeine Trendy-Surfer-Attitüde mit feschen Frisuren gepflegt sondern gesurft wird im Haifischbecken. Die noch recht junge Band ist in der Schweizer Squatter-Szene schon ein Begriff... Das könnte nun auch hier so werden !!
Confused aus Frankfurt sind jetzt Kevin, Marvin, Melvin und Karin (Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang) und spielen ihre eigene Musik - laut und oft recht schnell. Noise, Rock, HC, Punk, Emo und Screamo kommen darin vor. Es gibt Confused seit mehr als 10 Jahren und sie haben schon fast überall gespielt mit vielen anderen Bands. Kein Wunder, dass man dabei mit der Zeit etwas "confused" wird. "

4.10.05, 18.00 Uhr
Donnerstag, 6.10., 19.00 Uhr,
ver.di-Haus Bochum, Universitätsstr. 76
Bochumer Erstaufführung: "neueWut"
anschließend Diskussion mit Regisseur Martin Keßler

Der Dokumentarfilm "neueWut", der am 6.10. im ver.di Haus zu sehen sein wird, ist der Film zur Protestbewegung gegen Agenda 2010 und Hartz IV und zeigt den Kampf bei Opel. Im Anschluß steht der Regisseur Martin Keßler, den manche den "Michael Moore Deutschlands" nennen, dem Publikum für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung.
In den Mainstream-Medien wird "business as usual" gesendet, als habe es keinen grundsätzlichen Wandel des staatlichen Sozialsystems in unserer Republik gegeben, sondern nur vereinzelte Reformen. Mit Martin Keßlers Langzeitbeobachtung "neueWut" kommt ein Film auf den Markt, der dieser allseits vorherrschenden Sichtweise Paroli bietet. Der Frankfurter Dokumentarfilmer bürstet die Geschichte gegen den Strich, betrachtet sie "von unten". Und stellt demzufolge ganz andere Fragen. In seiner 90-minütigen Dokumentation "neueWut" steht einmal nicht mehr die Standardfrage zur Debatte: "Wie radikal dürfen oder sollten soziale Bewegungen sein?" Keßler dreht den Spieß um, will wissen: Wie radikal sind die Verhältnisse? Und wo spielen sie sich hauptsächlich ab? Im Betrieb, oder neuerlich nicht vielleicht eher auf den Straßen, in den Häusern und in den Stadtteilen? Welche Gegenwehr ist da angemessen?
Fesselnd wie ein Spielfilm zeigen Keßler und sein Team die Wut und Angst, die die Menschen treiben: Wut über die schamlose Bereicherung bei „denen da oben“ und immer neue Einsparungen „bei denen da unten“. Und die Angst, sozial abzustürzen. Endgültig. Er schildert den persönlichen und politischen Alltag von DemonstrantInnen. Um zu zeigen, wohin sie ihre Wut treibt und ob aus all dem eine neue soziale Bewegung entsteht. Und wie die Regierung reagiert. Ob es ihr gelingt, die Wütenden zu besänftigen oder ob die Wut der Bürger die Regierenden zu Fall bringt.
Gesamter Infotext.

4.10.05, 11.00 Uhr
Dienstag, 4.10., 19.30 Uhr, Umweltzentrum, Alsenstr. 27

Brötchen aus Polen meets Apfel aus Bochum - Auswüchse des globalen Warenhandels
Veranstaltung im Umweltzentrum in Kooperation von BUND und VCD: "Ob Frühstücksbrötchen oder der berühmte Erdbeerjoghurt: vielen Waren unseres täglichen Bedarfs sieht man auf den ersten Blick gar nicht an, dass sie zum Teil schon durch halb Europa gereist sind, bevor sie in unserem Warenkorb landen. Die Veranstaltung will diese Problematik beleuchten: Warum kommen Brötchenrohlinge aus Polen? Warum wollen wir im Winter Erdbeeren? Wie sehen die Energiebilanzen aus? Wer weiß noch, wann verschiedene Obst- und Gemüsesorten Saison haben? Hier werden Alternativen aufgezeigt und Produkte aus der Region vorgestellt. Zu Gast sind Vertreter einer sog. "Food-Kooperative" sowie Anbieter von "Gemüse-Abos" aus der Region."

3.10.05, 18.00 Uhr

Dienstag, 4.10., ab 19.00 Uhr Cafe mit Vokü, 20.30 Uhr Film, Soziales Zentrum, Rottstr. 31
"Venezuela von unten" - Film von Dario Azzelini & Oliver Ressler
In Venezuela findet seit der Regierungsübernahme durch Hugo Chávez 1998 eine tiefgreifende soziale Transformation statt. Es handelt sich um einen breiten Prozess der Selbstorganisierung, aus dem heraus sich eine progressive Verfassung, ein Arbeitsrecht, neue Bildungsmöglichkeiten und viele weitere Reformen für die verarmte Bevölkerungsmehrheit des potentiell reichen Staates entwickelten. Der Film erzählt, was dies konkret für Basisbewegungen bedeutet. Infos zum Film

3.10.05, 13.00 Uhr
Mittwoch, 5.10., 18.00 Uhr, Dorfschänke Oelken, Alte Bahnhofstr. 51 (Langendreer)
Die Situation bei OPEL und die Entwicklung seit dem Streik im Oktober 2004
Referat von Rainer Einenkel
Im Rahmen des regelmäßigen Monatstreffens des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) referiert und diskutiert Rainer Einenkel, Betriebsratsvorsitzender bei OPEL Bochum, über die Situation bei OPEL und die Entwicklung seit dem Streik im Oktober 2004. Gäste sind willkommen! Wer sich vorab ein Bild über die inhaltlichen Positionen Einenkels machen möchte, der kann ein Interview mit ihm im linksnet nachlesen.

3.10.05 7.00 Uhr
Erste Klage von 1-Euro-Jobbern gegen Grieseler GmbH

"
Gegen die Grieseler GmbH ist am Donnerstag die erste Klage eingereicht worden", meldet das Erwerbslosen Forum Deutschland. Begründung: es handelt sich um einen Arbeitsvertrag des Bautarifes und deshalb soll auf tariflichen Lohn geklagt werden. Das Erwerbslosen Forum hofft, "daß dem Beispiel auch noch andere folgen werden und somit für die Renovierung der Bochumer Jahrhunderthalle die Menschen tariflich entlohnt und nicht als "Sklaven" gehalten werden."
In diesem Zusammenhang bietet das Erwerbslosen Forum ein
Musterschreiben an, das alle, die in dem Beschäftigungsverhältnis (Ein-Euro-Job) zur Renovierung der Bochumer Jahrhunderthalle (Kolosseum) stehen, downloaden können. Das Schreiben sollte zunächst an den Träger (Grieseler GmbH) gerichtet werden. Als nächsten Schritt will das Forum prüfen, den Arbeitgeber und die Behörde gesamthänderisch haften zu lassen.
Der Einsatz von 40 Ein-Euro-Jobbern zur Sanierung des "Kolosseums" auf dem Krupp-Gelände an der Alleestrasse zeigt deutlich, wie Arbeitsplätze in der Bauindustrie durch Ein-Euro-Jobs ersetzt und Tarifverträge ausgehebelt werden. Auf den
Internetseiten der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bochum-Dortmund findet man/frau keinen Hinweis.

2.10.05 11.00 Uhr
Mittwoch, 5.10., 19.30 Uhr, Bhf. Langendreer, Raum 6
Nachhaltigkeit und Naturschutz in Cuba
Vortrag von Francisca Navarrete und Film zu diesem Thema im Bhf. Langendreer: "Die im Golf von Mexiko gelegene Insel Cuba beherbergt mit ihrem subtropischen Klima eine Vielfalt seltener, endemischer Tier- und Pflanzenarten (Photo). Als ein Ort bemerkenswert großer Artenvielfalt ist der im Osten gelegene Nationalpark "Alexander v. Humboldt" bei Guantanamo zu nennen. Er weist sieben verschiedene Ökosysteme auf - vom Regenwald über Mangrove bis hin zum Korallenriff - und wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Ziel der Arbeit in diesem Nationalpark ist es, diese Artenvielfalt einerseits zu erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung mit den dort traditionell lebenden Bauern zu entwickeln. Der Park ist Teil des Nationalen Systems der geschützten Gebiete auf Cuba, dem nicht zuletzt vor dem Hintergrund massiver Klimaveränderungen in der Region große Bedeutung zukommt." Die Veranstaltung findet in Kooperation mit AK Lateinamerika und attac campus statt. Gesamter Einladungstext.
1.10.05 11.00 Uhr
Donnerstag, 6.10., 19.30 Uhr, Christuskirche, Westring 26 b
Soziale Liste: Jetzt aktiv werden gegen Gaspreis-Erhöhung

Die Bochumer Stadtwerke erhöhen die Gaspreise um 20 %, Strom wird 4,2 % teuer. Die Soziale Liste Bochum startet am heutigen Samstag auf ihrem Kulturfest eine Unterschriftenaktion gegen die Erhöhung der Gaspreise um 20 %. Neben der Rücknahme der Gaspreiserhöhung wird die Aufgabe der Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis gefordert (siehe Pressemitteilung).
Weiterhin lädt die Soziale Liste zu einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 6. Oktober 2005, 19.30 Uhr, Christuskirche, Westring 26 b ein. Referent ist Hubert Kniesburges, Stadtrat in Dellwig, Mitglied der Paderborner Bürgerinitiative „Gaspreise – runter“ und Unterstützer der Gaspreisrebellen und Kläger gegen überhöhte Gaspreise.
Die Soziale Liste Bochum fordert auch, die Gaspreiserhöhung auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung zu setzen.



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