Liebe Attac-FreundInnen,

leider hatte ich in den letzten Wochen keine Zeit, mich bei Attac-Bochum einzumischen. Dennoch kann ich mir meinen Arger über die geplante RednerInnenliste (fast nur Männer) bei der Anti-Bush-Demo nicht verkneifen.

Wenn Attac ein breites Bündnis sein soll, muss dies auch bei der Zusammenstellung einer solchen Liste zum Ausdruck kommen. Ohne den nun wieder gestrichenen Karsli sind zehn RednerInnen vorgesehen. Davon sind drei PDS-ler (einer nur als solcher ausgewiesen), ein DKPler, Arnold Hausmann -wie ich höre- dem DKP-Spektrum nahestehend. Ich habe keinerlei Lust, bei Attac-Bochum das wieder zu erleben, was man zu Zeiten der DKP in den 80er Jahren häufig erleben konnte, nämlich den Versuch, die Friedensbewegung mit eigenen oder nahestehenden Leuten im eigenen Sinne zu beeinflussen. Auch die von damals schon bekannte Bündnispolitik von PDS/DKP/ein paar Jusos/ein bisschen Gewerkschaft entspricht nicht im Ansatz der notwendigen Breite von Attac.

Die politische Engführung bei der Vorbereitung dieser Demo kommt auch schon im Trägerkreis zum Ausdruck: Attac und Jusos. Waren mehr nicht angesprochen worden oder haben die OrganisatorInnen nicht mehr auf die Reihe gekriegt, wenn ja, warum nicht?

Ich beantrage daher, diese Art der Veranstaltungsvorbereitung, die allmählich Tradition bei einigen im Bochumer Koordinierungskreis wird, zum Gegenstand einer Debatte auf einem Attac-Plenum zu machen. Und ich erlaube mir, diese Kritik wegen des öffentlichen Aufrufes zur Demo auch über bo-alternativ.de öffentlich zu machen.


Mit Anti-Bush-Gruß
Eckhard Stratmann-Mertens