Bürgerinitiative
gegen Müll-Tourismus in den Bochumer Norden

Information für die Presse


Bürgerversammlung bestätigt Standpunkt der Bürgerinitiative gegen Müll-Tourismus in den Bochumer Norden!

Die Unterschriftensammlung und Bürgeraktionen hatten sie gefordert: Am Abend des 9. 11. 2005 fand sie nun im Schulzentrum Gerthe auf Einladung der Bezirksvorsteherin Bärbel Weber statt, die Bürgerversammlung mit dem Thema „Verlagerung der Firmen BWR und Weber-Entsorgung zur Dieselstraße". Wie groß das Interesse der Bürger an der Problematik ist, zeigt die Teilnahme von 180 Menschen, darunter auch aus Castrop-Rauxel und aus Bochum-Werne.
Nach zahlreichen Vorträgen der Verwaltung, unter anderem das Staatliche Umweltamt Hagen, Diskussionsbeiträgen und Fragen der Bürger blieben aus Sicht der Bürgerinitiative am Ende der Versammlung viele Fragen offen:
- Warum muss internationaler Mülltourismus sein?
- Um wessen Müll und um welchen geht es? (Ist Weber mit Rethmann verbunden?)
- Gibt es Schwermetalle und organischen Problemmüll?
- Warum verstecken sich die meisten Politiker hinter der Verwaltung? Wo doch die Politik die Voraussetzung für einen Umzug Webers geschaffen hat.
- Kein Umweltschutz nach dem St. Florians-Prinzip (Verschiebung des Weber-Müllzentrums von einem Stadtteil zum anderen), da war die Bürgerinitiative sich mit den Bürgern aus Werne einig.
- Wie werden die Bedingungen im städtebaulichen Vertrag gesichert und kontrolliert?

Wir lernten auch dazu:
- Wie glaubwürdig ist eine Verkehrsprognose für den Stadtteil, die auf Zählungen in Verbindung mit Feiertagen beruht und weitere Entwicklungen aus Wohn-und Gewerbegebiete nicht berücksichtigt.
- Wie die Verwaltung erklärte, warum man solche Planungen normalerweise ohne Bürgerbeteiligung durchführt.
- Dass die Nachbarstadt Castrop-Rauxel aus der Planung ausgegrenzt wurde, wie mehrere anwesende Castropper mitteilten, obwohl Emission und Verkehrsaufkommen auch sie betreffen.

Wir wenden uns gegen die Diffamierung durch den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Rat, Wolfgang Cordes, der meinte, der Bürgerinitiative politische Einseitigkeit und fehlende Rechtsstaatlichkeit vorwerfen zu müssen. Die Äußerung Cordes wurde mit einem lauten Buh-Ruf von Frau Kamplade ( Koordinierungsteam ) kommentiert.

Durch den gestrigen Abend fühlt sich die Bürgerinitiative weiterhin bestärkt, gegen das Müllzentrum vorzugehen.
Entsprechende Aktionen werden im Dezember/Januar die Entschlossenheit der Bürger des Bochumer Nordens und der angrenzenden Gebiete demonstrieren, Schaden von Gesundheit, Natur und Lebensqualität abzuwenden..

Für die Bürgerinitiative

das Koordinierungsteam

H. Althoff, H. Hein, U. Kamplade, W. Reinke