Aufruf zum bundesweiten dezentralen Aktionstag
"Hände
weg von der Arbeitslosenhilfe!"
am Freitag, dem 7. Juni
2002
Immer mehr Parteien und Politiker gefallen
sich darin, im Rahmen einer sogenannten Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe die Abschaffung der
Arbeitslosenhilfe zu fordern. Entsprechende Gesetzespläne und Geheimpapiere werden von den in der Bundesrepublik
etablierten Parteien vorbereitet.
Eine Abschaffung der Arbeitslosenhilfe
wäre der schwerste und folgenreichste Einschnitt in das bundesdeutsche Wirtschafts- und Sozialsystem
in den letzten Jahren:
· Arbeitslose und deren Familien würden in die Sozialhilfe gedrängt. Armut, Niedriglohnjobs
und ungeschützte Beschäftigung wären deren Perspektive. Dies beträfe ebenso die (Noch-)Erwerbstätigen,
die in Zukunft arbeitslos werden.
· Auf die Arbeitseinkommen und -bedingungen der Erwerbstätigen würde durch die Abschaffung
der Arbeitslosenhilfe ein immenser Druck ausgeübt, weil Erwerbslose zur Annahme jeglicher Arbeitsbedingungen
gezwungen wären (“Billigkonkurrenz”).
· Die Wirtschaft, insbesondere der Klein- und Mittelstand, würde durch die sinkende Kaufkraft der
Bevölkerung an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen.
Die Menschen haben es
satt,
dass durch eine neoliberale
Politik immer mehr Personen
in Armut gedrängt werden, ob mit oder ohne Arbeit.
Wir rufen auf zum
gegen die Abschaffung
der Arbeitslosenhilfe
am 7. Juni 2002 (Sankt
Florianstag) in Herne,
Robert-Brauner-Platz 10.00 Uhr
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