attac Bochum Dr. Wolfgang Sachs, Leiter der Projektgruppe "Welche Globalisierung ist zukunftsfähig?" am Wuppertal Institut, liefert eine Analyse der Konfliktlagen und umreisst die zentralen Elemente einer globalen Umwelt- und Wirtschaftspolitik, die gleichermaßen der Natur wie den Menschen verpflichtet ist. Sachs ist Mitinitiator des Kongress McPlanet.com von attac, BUND und Greenpeace, der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfand. Nach dem Leitspruch von Mahatma Gandhi "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier" zeigt er auf, wie eine gerechtere Verteilung von Ressourcen aussehen könnte. Ölkrise, Wasserkonflikte, schwindende Ernährungssicherheit - die Botschaften von knappen Ressourcen häufen sich. Und dies in einer Welt mit wachsender Bevölkerung, zahllosen Armen und stolzen Nationen, die ihren Platz an der Sonne fordern. Ihr Recht auf Entwicklung kann man im Zeitalter der Globalisierung nicht bestreiten - und dennoch ist bereits jetzt die Biosphäre überfordert. Indien benötigt Strassen und China mehr Öl: Der Kampf um die knappe Natur wird die Krisen des 21. Jahrhunderts mitbestimmen. Ressourcenkonflikte, große und kleine, sind oft der unsichtbare Faktor hinter Unordnung und Gewalt. Wo jedoch der Kuchen immer kleiner, der Hunger immer größer und die Menschen immer zahlreicher werden, da ist es höchste Zeit, nach Wegen einer gerechteren Verteilung von Ressourcen zu suchen. Welche Globalisierung ist zukunftsfähig? Donnerstag, 10.11.2005, 19:45 Uhr, VHS
Bochum, Willy-Brandt-Platz 2 bis 4, Raum 039, kostenlos. |