Informations- und Diskussionsveranstaltungen in Düsseldorf und
Dortmund zum Thema:
Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt!
Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung von Betroffenen rechter
Gewalt
Montag, 6. Juni, Düsseldorf, Zentrum Hinterhof, Corneliusstraße 108,
Einlass: 19.00 Uhr, Veranstaltungsbeginn: 19.30 Uhr
Veranstalter: Antifa-Café im Zentrum Hinterhof und Antifa-Arbeitskreis
an der FH Düsseldorf, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR).
Dienstag, 7. Juni, Dortmund, Z, Oesterholzstr. 27, Beginn: 19.00 Uhr
Veranstalter: Bündnis Dortmund gegen Rechts, in Kooperation mit dem
Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR).
"Eingreifen statt wegsehen!": Wer dieses Motto ernst nimmt und
Neonazis entgegentritt, geht ein hohes Risiko ein. Der neonazistische Mord vom
28. März diesen Jahres an dem Dortmunder Punk Thomas Schulz, von seinen
Freundinnen und Freunden "Schmuddel" genannt, hat dieses einmal mehr
gezeigt. Für immer mehr Menschen, die nicht ins rechte Weltbild
passen, gehören rechte Beschimpfungen, Bedrohungen und Angriffe zum Alltag.
Neonazistische Gewalt hat sich zahlenmäßig seit den 1990er Jahren auf
hohem Niveau etabliert. Den Medien ist das meist nur noch Randnotizen wert, man
gewöhnt sich eben an alles... Unterstützung und Beratung für Opfer rechter
Gewalt und deren Angehörige bzw. Freundinnen und Freunde wird zudem völlig
unzureichend gefördert, insbesondere im Westen Deutschlands. Hier hat
das jahrelang transportierte Bild, wonach Rechtsextremismus, Rassismus und
Antisemitismus in erster Linie "ostdeutsche Phänomene" seien, fatale
Folgen.
So richtig und wichtig es ist, sich mit den Tätern und den
gesellschaftlichen und politischen Hintergründen ihres Wirkens zu
beschäftigen, so elementar wichtig ist es auch, den Opfern zur Seite
zur stehen, sich öffentlich mit ihnen zu solidarisieren und konkrete
Unterstützung zu organisieren.
In der Veranstaltung wird Heike Kleffner, Journalistin und Projektleiterin der "Mobilen Beratung für
Opfer
rechtsextremer Gewalt" aus Sachsen-Anhalt über Möglichkeiten, Grenzen,
Alltagsbeispiele und Notwendigkeiten der Unterstützungsarbeit mit und
für Betroffene rechter Gewalt berichten. Die Mobile Opferberatung gehört
zu einem Kreis von sieben Projekten in den ?neuen' Bundesländern und
Berlin, die im Rahmen des Bundesmodellprogramms "Civitas - initiativ gegen
Rechtsextremismus" seit drei Jahren in Sachsen-Anhalt arbeitet. Zur
Diskussion steht anschließend, welche Konsequenzen sich aus den
Erfahrungen im Osten für eine Praxis auch in den ?alten' Bundesländern ableiten
lassen.