Sonntag 19.03.23, 09:38 Uhr
Infoabend und Aktion

Unruhe Schaffen in Theorie und Praxis 1


Am Samstag, den 25.3. startet um 19 Uhr im Rahmen der Feministische Aktionswochen in der Oval Office Bar ein Infoabend mit anschließender Aktion: „Take Back the Night“. Das ist eine internationale Aktionsform, die eine lange Tradition hat. Die Organisatorinnen schreiben: »Wir wollen das Konzept und den Hintergrund vorstellen. Ein Merkmal ist ein offensives Auftreten. Um uns das zu bewahren, wollen wir solidarisch und behutsam mit unseren Unsicherheiten umgehen. Fragen wie „Was kann passieren, wenn ich Plakate in der Stadt verklebe?“, „Was muss ich machen, wenn ich eine Kundgebung anmelden möchte?“ oder „Wann muss ich meine Personalien abgeben?“ machen uns manchmal unsicher oder wir wollen uns durch unser Unwissen nicht „outen“.

Im Anschluss an ein kurzes Input über die Hintergründe von Take Back the Night, können wir einer Anwältin, die wir eingeladen haben, Fragen stellen, die uns bei Aktionen im öffentlichen Raum sicherer machen.

Abschließend wollen wir gemeinsam eine kleine aber lautstarke Tour durch die Innenstadt machen und gemeinsam unsere Forderungen n die Stadt tragen.

Für Frauen, Lesben, InterPersonen, Nichtbinäre Menschen, TransPersonen, Agender, amab NB’s & transmasc fellows – also für alle außer Cis-Männer.

Liebe Cis-Männer,
Wir freuen uns darüber wenn ihr an diesem Abend Treffen organisiert auf denen ihr darüber redet, was das Problem ist und wie ihr als Männer aktiver dagegen kämpfen könnt. Eure Veranstaltung würden wir dann auch in unseren sozialen Netzwerken teilen.«


Ein Gedanke zu “Unruhe Schaffen in Theorie und Praxis

  • Sturm im Wasserglas

    Unruhe nutzt wenig um ein Jahrtausendsystem zu bekämpfen. Patriarchat, Kolonialismus, Kapitalismus, alles sehr konsistente Systeme. Ohne Systemische Struktur ist dagegen wenig zu erreichen. Dafür ist die beständige Verinnerlichung der gelenkten alltäglichen Informationskost innerhalb der Bevölkerung zu groß und die Berührungspunkte mit eben dieser Bevölkerung sind zu gering.. Indem sich einige selbst zur politischen Avantgarde erklären lassen sich die Probleme auch nicht lösen, dass zeigt die „Nachkriegsgeschichte“ der Linken.
    War die „Szene“ in der Oval-Office-Bar schon ´mal von Polizeigewalt oder rechtsradikalen Ãœbergriffen betroffen?
    Diese Bar steht doch unter der Schirmherrschaft des Stadttheaters, so etwas würde das Theater sich wahrscheinlich auch nicht bieten lassen. Einige Gewalterfahrungen bleiben für diese Gruppe doch recht abstrakt.
    Die Cis-Männer aufzufordern nicht zu kommen, eigentlich eine überflüssige Forderung. Auf den Demos zum 08. März die ich in den verg. Jahren hier in BO besuchte waren nur sehr wenige Männer. Ihr rennt gewissermaßen offene Türen ein.
    „Liebe Cis-Männer, …“, dieser Absatz hört sich naiv an, weil es so nicht passieren wird.

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