Donnerstag 20.02.25, 13:55 Uhr

Gedenken an Betti Hartmann


Gestern hätte Betti Hartmann ihr 98. Lebensjahr vollendet wenn sie nicht als 15jähriges Mädchen in Auschwitz ermordet worden wäre. Wattenscheider Schüler:innen hatten von einer Studienfahrt eine Kopie ihrer Todesurkunde aus Auschwitz mitgebracht. Ihren Namen trägt der Platz vor dem Rathaus stellvertretend für die 6 Millionen ermordeten jüdischen Menschen, davon 87 aus Wattenscheid zu denen auch Betti Hartmann gehörte.

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung, das sich gegründet hat, um die Erinnerung an diese unvorstellbaren Verbrechen lebendig zu halten und für die Gegenwart zu mahnen, ehrte Betti Hartmann im Rahmen eines Gedenkens mit zwei kurzen Redebeiträgen und einem Blumenstrauß. 4 Tage vor der Bundestagswahl und 5 Jahre nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Hanau ist es erschreckend, wie aktuell der Schwur von Buchenwald ist: „Nie wieder Faschismus Nie wieder Krieg!“ Nie wieder ist jetzt.

Christoph Nitsch, zweiter Vorsitzender des Kuratoriums Stelen der Erinnerung zitierte den italienischen Schriftsteller und Holocaustüberlebenden Primo Levi in seiner Rede zum Gedenken mit dem Satz „Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen“. Felix Lipski, Überlebender des Ghetto von Minsk mahnte angesichts der bevorstehenden Wahlen, den Faschisten keine Stimme zu geben.

Hier die Rede von von Christoph Nitsch: