Sonntag 11.08.24, 17:27 Uhr

Stadtteilgewerkschaft im Aufbau sucht Berater*innen, Übersetzer*innen & Anwält*innen 5


Die Gruppe „Solidarisch in Stahlhausen“ möchte eine Stadtteilgewerkschhaft aufbauen und sucht Personal.

SiS schreibt:

Du hast Erfahrung mit Formularen, Behörden, Sozialberatung?
»Du sprichst oder schreibst neben Englisch oder Deutsch noch weitere Sprachen?
Du hast Lust, dich in klar begrenzbaren Zeiträumen in der Stadtteilgewerkschaft einzubringen?
Du hast Lust auf politische Organisierung im Stadtteil, auf gegenseitige Hilfe oder willst andere Ansätze ausprobieren, um politisch aktiv zu werden?

Dann schreib uns eine Mail oder SMS!

Wir sind ein Kreis an Leuten, die in Bochum Stahlhausen und Umgebung eine Stadtteilgewerkschaft aufbauen. Nach dem Beratungs-Organisierungs-Ansatz möchten wir Problemen mit Vermieter*innen, dem Jobcenter, der
Ausländerbehörde, am Arbeitsplatz und weiterem begegnen – und zwar mit einer Kombi aus solidarischer Beratung, politischer Aktion und gemeinsamer Bildung.
Probleme aus dem alltäglichen Leben wollen wir dabei zu gesellschaftlichen Strukturen in Beziehung setzen.

Wir suchen:
a) Menschen, die aus dem Englischen/Deutschen in andere Sprachen oder
zurückübersetzen können – schriftlich für Flyer und Aushänge, mündlich für solidarische Beratungen.
b) Personen, mit oder auch ohne Erfahrung, die Zeit und Lust haben, solidarische Beratungen zu verschiedenen Themen anzubieten.
c) Anwält*innen, die sich z.B. mit Sozial- oder Ausländerrecht auskennen, und Rückfragen der Berater*innen beantworten oder bei rechtlichen Auseinandersetzungen unterstützen möchten.

Wie viele Stunden pro Woche oder Monat Du gemeinsam mit anderen Menschen
Beratungen geben oder übersetzen willst, entscheidest Du selbst. Es ist möglich, aber nicht nötig, an Plena mit den Aktiven teilzunehmen, in denen wir gerade dabei sind, die Stadtteilgewerkschaft weiter aufzubauen.

Kontakt:
sis-bo@riseup.net«

Aufruf als Aushang


5 Gedanken zu “Stadtteilgewerkschaft im Aufbau sucht Berater*innen, Ãœbersetzer*innen & Anwält*innen

  • Andreas

    Kurze Frage:
    Ihr wohnt im Stadtteil und seid eine Initiative aus eurem Stadtteil für euren Stadtteil heraus?
    Oder kommt ihr von außen und habt die Menschen in Stahlhausen als „revolutionäre Zielgruppe“ identifiziert?

    Das ist ja ein Unterschied.

    In Stahlhausen selber gibt es meiner Meinung nach viele Angebote wie die Integrationsagentur, die Migrationsberatung, den Stadtteiltreff, Sprachcafé, die Flüchtlingsberatung der Diakonie, Finanzielle Möglichkeiten über den Stadtteilfonds etc. Botopia als Treff für Gruppen hat nicht den expliziten Anspruch die Menschen im Stadtteil zu organisieren. Beim Westendfest am 14. September stellen sich ja viele der Akteur*innen dort vor. Macht ihr da auch einen Stand?

    Viel mehr Bedarf sehe ich dagegen in Goldhamme. Dort gibt es zwar das Stadtteilzentrum „Alte Post“ als Beratungsort und Treffpunkt, aber vielen Bewohner*innen ist es zu dort migrantisch oder, besser gesagt, auf Geflüchtete ausgerichtet. Diese Vorbehalte gibt es nämlich auch von alteingesessenen Arbeitsmigrant*innen. In Goldhamme gibt es kaum noch Einkaufsmöglichkeiten oder Treffpunkte…allerdings eine supernette und preiswerte Eisdiele ;-)
    Es gibt einen katholischen Diakon, der alle zwei (?) Wochen dort auf einem Kirchenvorplatz ein Vorbeikomm-Café mit kostenlosem Kaffee, Tee und Kuchen anbietet. Er kennt den Stadtteil und die Leute dort gut und sieht die Bedarfe und kennt z. B. auch Leerstände. Dort werden auch gerade ehrenamtliche Stadtteilpat*innen installiert. Übrigens Stahlhausen und Goldhamme gleichzeitig zu „bespielen“ wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Die Alleestrasse funktioniert, auch historisch gesehen, als Grenze.

    Nicht für ungut, aber euer Aufruf klingt ein bisschen so, als hättet ihr euch nur demografisch, also Migrationsanteil, Bürgergeld- bzw. Sozialhilfeanteil etc., mit dem Stadtteil beschäftigt ohne die formellen und informellen Strukturen dort zu kennen. Ich sehe in Goldhamme auf jeden Fall mehr Bedarf. Und bitte, bitte, versucht keine Parallelangebote zu den schon bestehenden Angeboten aufzubauen. Kooperiert bitte mit den denen.

    PS.: Habe gerade mal „Solidarisch in Stahlhausen“ gegoogled (nein, nicht über Google). Da find ich nix, wo ich mich weiter informieren könnte.

      • Blödsinn

        Diese „Gruppe“ besteht doch nur aus einer Person die in Stahlhausen wohnt
        Seit wann ist eine Person eine Gruppe?

    • Andreas

      Hey, nicht so gehässig ;-) Wenn es das kleine Familienunternehmen MLPD wäre, dann würden sie über die „Schmiedung des revolutionären Kampfbündnisses der Arbeiterklasse mit den kleinbürgerlichen Zwischenschichten … (als) eine strategische Aufgabenstellung“ (siehe MLPD Parteiprogramm) reden oder gleich über den wahren…oder war es der echte (?) Sozialismus fabulieren.

      Ich finde die Idee ja durchaus Klasse wenn sich Menschen Menschen im Stadtteil organisieren. Auch ein wenig Unterstützung von außen kann nicht schaden.Normalerweise beginnt ein solcher Prozess mit einer „revolutionären Untersuchung“ (früher) bzw. „Aktivierenden Befragung“ (heute). Die zentralen Fragen für mich sind: Wie genau kenne ich den Stadtteil, seine Bewohner*innen, Strukturen etc. Mit welchen schon vorhandenen Strukturen arbeite ich zusammen und wie jkann dabei Arbeitsteilung aussehen. Dabei geht es um die Bedürfnisse der Bewohner*innen, nicht um das eigene poltische Sendungsbewusstsein. Dazu hätte ich gerne mehr gewusst. Ich vermute, die Leute haben „https://solidarisch-in-groepelingen.de“ als Vorbild.

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