Das Endstation Kino in Bochum-Langendreer lädt am Donnerstag, dem 14.09.2023 gemeinsam mit Amnesty International Bochum zur Vorführung des Dokumentarfilms „Sieben Winter in Teheran“ ein, der kurz vor dem ersten Jahrestag der Proteste infolge des Todes von Jina Mahsa Amini in die Kinos kommt.
»Teheran, 7. Juli 2007: Reyhaneh Jabbari, 19, hat ein Geschäftstreffen mit einem neuen Kunden. Ein ganz normaler Tag, der ihr Leben jedoch für immer verändern wird. Denn als der Mann versucht, sie zu vergewaltigen, ersticht sie ihn in Notwehr und flieht. Am gleichen Tag wird sie verhaftet und bald darauf des Mordes angeklagt. Trotz vieler Beweise, die auf Notwehr hindeuten, hat Reyhaneh vor Gericht keine Chance, da ihr Vergewaltiger ein mächtiger und exzellent vernetzter Mann war, der – selbst nach seinem Tod – von der patriarchalischen Gesellschaft geschützt wird. Reyhaneh wird zum Tode verurteilt. Ihr persönlicher Kampf für die Gerechtigkeit beginnt. Dank heimlich aufgenommener Videos, die von Reyhanehs Familie zur Verfügung gestellt wurden, ihrer Zeugenaussagen, der Briefe, die Reyhaneh im Gefängnis geschrieben hat, und anderer Archive zeichnet der Film den Prozess, die Inhaftierung und das Schicksal dieser Frau nach, die zum Symbol des Widerstands wurde.«
Im Anschluss an die Filmvorstellung findet ein Gespräch mit Regisseurin Steffi Niederzoll statt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bundesweiten Dokumentarfilmtage LetsDOK als Kooperation mit der Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und Amnesty International Bochum statt. Am Sonntag, dem 17.9. wird der Film (ohne Gespräch) wiederholt.