Wir können uns nicht auf den jetzigen Staat verlassen, wenn wir unseren Planeten retten wollen. Viele Klimaaktivist*innen haben bisher immer versucht, den Staat davon zu überzeugen etwas zu ändern. Mit, wenn wir ehrlich sind, wenig reellem Erfolg. Proteste werden stärker, die Repressionen größer und die Zeit läuft davon. Wir können nicht die Politik in diesem System ändern, da sie stets der Logik des Kapitalismus, mehr Wirtschaftswachstum zu haben, folgt. Dabei steht Profitmaximierung und Privateigentum im Vordergrund und Ausbeutung von Mensch und Natur wird billigend in Kauf genommen. Wir müssen das System ändern, was die Politik hervorbringt.
Mit Blick nach Lützerath wird deutlich, dass die Kombination aus Profitmaximierung und Privateigentum genau zu diesen Dingen führt. Menschen werden verdrängt, weil Bodenschätze entdeckt werden. Dieses Land wird dann von Konzernen privatisiert und dann zerstört, um Gewinn draus zu machen. Regierung und Polizei setzen diese Interessen gewaltvoll durch und gefährden unser aller Leben und vor allem das der Aktivisti vor Ort.
Doch ist diese gewaltvolle Akkumulation kein neues Phänomen. Von Abholzungen, der Vertreibung und Tötung Indigener im Regenwald bis zur späteren Vergangenheit, als der Kapitalismus entstand.
Der Zugang zu eigentlich gesellschaftlichem Reichtum wird gewaltvoll in den Händen weniger konzentriert.
Kämpfen wir gemeinsam für Lützerath und organisieren uns gegen Staat und Kapital.“