Mittwoch 30.11.22, 20:46 Uhr

Stellen-Streichungen an der Ruhr-Uni


Die Ruhr-Uni hat heute auf ihrer Webseite mitgeteilt: „Zur Finanzierung der massiv gestiegenen Energiekosten hat die Ruhr-Universität Sparmaßnahmen beschlossen, insbesondere einen sechsmonatigen Einstellungsstopp in der Verwaltung und den Zentralen Betriebseinheiten.“ Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di reagierte daraufhin mit der Erklärung: »Die Sparmaßnahmen bei der Ruhr-Uni Bochum sind ein völlig falsches Signal! Die Gewerkschaft ver.di in Bochum kritisiert das beabsichtigte Sparpaket der Ruhr Uni. Die angedachten Sparmaßnahmen treffen die Beschäftigten hart, jede 10. Stelle ist vom Personalabbau betroffen. Die zuständige Gewerkschaftssekretärin, Dorothea Rensmann steht mit dem Personalrat der Ruhr Uni und ihren ver.di Mitgliedern in engen Kontakt und Austausch!

Dorothea Rensmann sagt: „Ein Wiederbesetzungsstopp aufgrund der Energiekrise ist nicht alternativlos! Wir fordern die Hochschulleitungen auf, alternative Finanzierungen umzusetzen! Das verantwortungslose Handeln sofort zu beenden und gemeinsam mit den Beschäftigten nach möglichen Einsparpotentialen zu suchen. Ideen gibt es. Wir sind bereit, an einem runden Tisch mitzuwirken.
Wir fordern die Hochschulleitung auch auf, die Einsparungen nicht einseitig bei den einfachen Beschäftigten in Technik und Verwaltung anzusiedeln, sondern auch Einsparungsbeiträge von Führungskräften einzufordern.“ Bereits jetzt liegen dem Personalrat schon etliche Überlastungsanzeigen vor. Zeitarbeit füllt notdürftig die Lücken. Jetzt ein weiteres Mal die Daumenschrauben beim Personal anzuziehen, wirkt mindestens hilflos. Noch mehr Einsparen geht nicht!
Die Gewerkschaftssekretären Dorothea Rensmann gibt zu bedenken, dass die betroffenen Fachkräfte, die zum Teil an der Ruhr Uni Bochum ausgebildet wurden, danach nicht so einfach wieder zurückgewonnen werden können!
Vom Wiederbesetzungsstopp betroffene Beschäftigte können – ver.di – Mitgliedschaft vorausgesetzt – die Rechtsberatung der Gewerkschaft in Anspruch nehmen.«