Sonntag 28.01.18, 21:51 Uhr
Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz

Erinnerung an die von
den Nazis Ermordeten


Mehr als 80 Menschen beteiligten sich am gestrigen Samstag an der Aktion in der Bochumer Innenstadt zur Erinnerung an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Aufgerufen hatten dazu die „Antifaschistische Aktion“ Bochum und das „Bündnis gegen Rechts“. Auf großen Transparenten wurden Namen derjenigen BochumerInnen gezeigt, die in Konzentrationslagern ermordet worden sind. Auf einem weiteren Transparent wurde während der Mahnwache die Anzahl der Namen vervollständigt. Einige PassantInnen beteiligten sich spontan an der Aktion der Mahnwache. Außerdem wurden die Namen der Ermordeten verlesen: Insgesamt sind es an die 700 BochumerInnen gewesen, die verschleppt, elendig gequält und schließlich ermordet worden sind.

Auf die aktuellen Verhältnisse bezogen heißt es in dem verteilten Aufruf: “Wir können, wollen und dürfen nicht dabei zusehen, wie menschenverachtendes Denken und Handeln immer mehr gesellschaftliche Akzeptanz findet und sich dadurch verbreitet. Es ist Zeit zu handeln, jede/r kann etwas tun. Wir lassen nicht zu, dass rechtes Gedankengut weiterhin Gehör findet, sondern treten offen für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Unterdrückung ein“. Das Eintreten für diese Ziele konnte am Samstag deutlich gezeigt werden. Die großen Transparente haben über die gesamte Zeit der Mahnwache hohe Aufmerksamkeit hervorgerufen. Im Anschluss zogen die Meisten noch mit zur Kundgebung der SDAJ. An der Gedenktafel des Standortes der von den Nazis zerstörten Synagoge an der Huestraße wurde mit Redebeiträgen an die geschichtlichen Ereignisse nach 1933 erinnert und aufgefordert, dem gesellschaftlichen Rechtsruck heute entgegenzutreten.
Die Reden im Wortlaut:
Gedenken an die Opfer des Faschismus
Dem Rechtsruck entgegen treten