Heidi Hopkins, die Vorsitzende des Landschaftsbeirats bei der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Bochum hat darauf aufmerksam gemacht, dass bei der westlichen Uni-Einfahrt – neben der Baustelle des neuen Parkhauses – eine Fläche des zu schützenden Waldbereichs als Erddeponiefläche benutzt wird. Es befinden sich dort mehrere Anschüttungen in Höhe von ca. 6 Metern. Der Waldboden ist dadurch beschädigt, d. h. kompaktiert, worden. Diese Schädigung ist durch die dort eingesetzten schweren LKWs noch verschärft worden. Der für die Baumaßnahme zuständige Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen hat auf Nachfrage versprochen, dass die Anschüttungen bis Morgen beseitigt werden und dann geprüft wird, wie mit den Schädigungen des Bodens umgegangen wird.
Am Freitag, dem 9. November findet auf dem Nivelles-â€Platz vor den drei Stelen am Standort der ehemaligen Synagoge in Wattenscheid die traditionelle Gedenkveranstaltung der ANTIFA WAT zur Reichspogromnacht statt. Treffpunkt ist um 12.00 Uhr am Saarlandbrunnen. Der Programmablauf.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat eine regionale Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmitteln gefordert. „Jede Hausfrau, jeder Hobby- und Profikoch in Bochum muss wissen, woher das kommt, was in der eigenen Küche landet“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG-Region Ruhr fordert „Transparenz vom Acker und Stall bis auf den Tisch“. mehr…
Die Nazi-Einweihung des Denkmals und die abgesägten Krieger Die Linksfraktion macht auf eine Initiative der CDU aufmerksam, die erneut unterstreicht, dass ultra rechte Positionen – in diesem Fall gepaart mit extremer Dummheit – eine wichtige Rolle in der örtlichen CDU spielen: »Für die morgige Bezirksvertretung Mitte regt die CDU an, das Kriegerdenkmal von 1935 wieder im Eingangsbereich des Bochumer Stadtparks aufzustellen. Damit soll angeblich der Künstler Walter Becker geehrt werden, der als „entarteter“ Expressionist von den Nazis verfolgt wurde, und den die CDU fälschlicherweise für den Erbauer des Denkmals hält.
James Wille, Vorsitzender des CDU Stadtbezirksverbandes Bochum-Mitte und Mitglied der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte schreibt in einer „Anregung„: „Bis 1983 stand vor dem Kriegerdenkmal am Eingang des Stadtparks zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkrieges eine Skulptur, die zwei Soldaten mit einer Fahne darstellte. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde die Skulptur von unbekannten linksradikalen Tätern abgesägt und erheblich beschädigt. Auf Beschluss des mehrheitlich von der SPD geführten Rates beugte man sich dem Diktat der Straße, indem die Skulptur nicht mehr aufgestellt wurde. Sie wanderte ins Bochumer Stadtarchiv, wo sie jetzt ihr Dasein fristet.“ Informationen der Stadt Bochum zum Denkmal Der Wikipedia-Beitrag zum Denkmal
Die Bochumer attac-Gruppe ruft zur Demo am 10.11.12 vor dem Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln-Chorweiler auf und schreibt: »Nach der Gedenkveranstaltung am 4.11.12 vor dem Bochumer Rathaus gibt es erneut Gelegenheit, die herrschenden rassistischen Verhältnisse und deren institutionelle Formen zu kritisieren: Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses „Verfassungsschutz auflösen!“ und die Demo am 10.11.2012 unter dem Motto “Verfassungsschutz auflösen – Rassismus bekämpfen!†mehr…
Dienstag 06.11.12, 18:38 Uhr
Fragen zu den Honoraren und dem Sponsoring der Stadtwerke-Bochum
Die Soziale Liste im Rat hat heute 13 Fragen an die Oberbürgermeisterin zum Themenkomplex Sponsoring der Stadtwerke gestellt und schreibt in einer Erklärung: »Die Soziale Liste fordert die Offenlegung der Finanzierung der Stadtwerke-Veranstaltungsreihe „Atrium-Talk“, sowie der Sponsoringverträge der Stadtwerke zum Steiger-Award. mehr…
Die Initiative für das Bürgerbegehren „Musikzentrum“ schreibt: »Dass die Baumfällungen für das Musikzentrum gestern unter massivem Polizeischutz begonnen wurden, hat besonderen Symbolwert. Deutlicher konnten Politik und Stadt wohl kaum demonstrieren, wie bewusst sie sich sind, dass das Musikzentrum gegen den Willen der meisten Bürger gebaut werden soll. Rund 100.000 Euro/ pro Tag kostet eine Polizei-Hundertschaft laut Gewerkschaft der Polizei in NRW. Mindestens diese Summe wird der Polizeieinsatz zur Fällung der 31 Bäume für das Musikzentrum die Steuerzahler jetzt kosten. mehr…
Christian Leye, Kreisverbandssprecher Der Linken in Bochum erklärt: „Die aktuelle Neupositionierung der Stadtwerke Bochum, die 25 000 Euro seien tatsächlich nicht als Spende vereinbart gewesen, löst das Problem nicht. Tatsächlich sollte Steinbrück öffentlich erklären, weshalb er ein solches Spitzenhonorar aus einer finanziell so geschwächten Kommune für richtig hält und annimmt. 2004 noch hatte Steinbrück als NRW Ministerpräsident eines der härtesten Sparpakete in der Geschichte des Bundeslandes damit begründet, dass angesichts der leeren öffentlichen Kassen keine Alternative bestünde. Wieso nun hier gespart werden muss und dort nicht, ist auch nach dem Einlenken der Stadtwerke offen. Auch planen die Stadtwerke Bochum eine Strompreiserhöhung für Anfang 2013. Viele Bochumer Haushalte müssen Dank Leiharbeit, Hartz IV und Niedriglohnsektor, an denen Steinbrück maßgeblich beteiligt war, weitere Einschnitte befürchten bei einer Preiserhöhung. mehr…
Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche „zeigt sich erfreut darüber, dass die grausamen Hirnversuche an Rhesusaffen an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) eingestellt wurden.“ Sie kritisiert jedoch, „dass weiterhin Katzen, Gerbils, Frettchen, Ratten, Tauben und andere Tiere für fragwürdige Forscherinteressen leiden und sterben müssen.“ In einer Mitteilung der Vereinigung heißt es: »Bochum zählte neben Bremen, Göttingen, Magdeburg und Tübingen zu den Orten in Deutschland, an denen besonders qualvolle Hirnversuche an Affen stattfinden. Die Versuche laufen immer nach dem gleichen Strickmuster ab. mehr…
Bochumer Linke haben eine neue Unizeitung – die „losjetzthier“ – herausgegeben. Hier als PDF-Datei. In der Ankündigung heißt es: »Nachdem die :bsz (Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung), die vom AStA der RUB herausgegeben wird, zum zahnlosen Tiger verkommen ist, versteht sich die „losjetzthier“ als Versuch, auch weiterhin linke Gegenöffentlichkeit auf dem Campus zu schaffen. In der ersten Ausgabe wird u.A. über die Hetze gegen Asylsuchende in den vergangenen Wochen, die Notwendigkeit des politischen Mandats und alternative Medien in Bochum berichtet. Die „losjetzthier“ erscheint in unregelmäßigen Abständen und wird an der Uni sowie in ausgewählten Kneipen und Cafés in der Stadt verteilt. Der Druck erfolgt bei Nacht und Nebel auf diversen Kopierern der RUB. Wer eigene Artikel beisteuern möchte, scheibt eine E-Mail an: losjetzthier@riseup.net.«
Dienstag 06.11.12, 08:40 Uhr
Klimapolitik in Bochum: Links blinken - rechts abbiegen
Heute vor einer Woche fand der erste Spatenstich für den Weiterbau der DüBoDo in Bochum (Querspange) statt. Eine Maßnahme, die täglich Tausende weiterer Autos mit den entsprechenden Lärm- und Schadstoffemissionen in die Stadt lenken wird. Gestern begann der Kahlschlag von Platanen an der Marienkirche, die dem Bau des geplanten Konzerthauses im Wege stehen. Die Bochumer Umweltverbände hatten am Sonntag noch einmal eindringlich auf „die Bedeutung der Bäume, u.a. für das Mikroklima der „Hitzeinsel“ Innenstadt“ hingewiesen. Für ZynikerInnen stellt es sich angesichts dieser Ereignisse als sehr weitsichtig dar, dass die Stadt Bochum im Juni diesen Jahres ihre BürgerInnen zur Erarbeitung eines „Klimaanpassungskonzept für Bochum“ eingeladen hatte. Das Motto lautete: „Gemeinsam Idee entwickeln und umsetzen“. Die eigens hierfür eingerichtete Webseite der Stadt beginnt mit den Sätzen: „Stadt stellt sich auf den Klimawandel ein – Klimaanpassungskonzept für Bochum – Die ersten Anzeichen der globalen Klimaveränderung sind bereits jetzt zu spüren. mehr…
Madonna e.V. richtet die diesjährige Fachtagung des Bündnisses der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufaS e.V.) am 13. – 15. November im Jahrhunderthaus in Bochum aus. Die Tagung thematisiert die deutsche und europäische Prostitutionspolitik und die zunehmende Ablehnung des Straßenstrichs in vielen Ländern. In der Ankündigung heißt es weiter: »Seit der Erweiterung der Europäischen Union 2004 und 2007 suchen viele Menschen aus Südosteuropa in den reicheren Ländern ein besseres Leben. In der Prostitution finden sie legale Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das hat das Erscheinungsbild der Sexarbeit verändert: Die Prostitution wird sichtbarer, die Konkurrenz schärfer. mehr…
Ab Donnerstag, den 8. November zeigt das Endstation Kino Markus Imhoofs Dokumentarfilm More than Honey. Die Filmbeschreibung: »Seit drei Jahren sterben auf der ganzen Welt die Bienen. Über die Ursachen wird noch gerätselt, sicher ist: Es geht um mehr als ein paar tote Insekten und es geht um wesentlich mehr als nur um Honig. Die Beziehungen zwischen Mensch und Honigbiene verraten viel über uns, über die Natur und über unsere Zukunft. Sie zeigen uns, dass Stabilität ebenso ungesund ist wie unbegrenztes Wachstum, dass es die Krisen und Katastrophen sind, die die Evolution vorantreiben und dass Rettung oft aus einer völlig unerwarteten Richtung kommt. mehr…