Heute Abend, am 19. 11.2012 findet um 19,30 Uhr im KulturCafé an der Ruhr-Uni eine Veranstaltung von GEW und SDAJ statt. Es geht um folgendes: „Obwohl wir in einem der reichsten Länder der Welt leben, verlangt unser Bildungssystem ständig Geld von Lernenden und Lehrenden für Mittagessen, Bildungsfahrten, Lehrmaterial usw. Die Abschaffung der Studiengebühren waren da nur ein kleiner Schritt in Richtung kostenfreier guter Bildung für alle. Wie teuer Bildung ist und wie das verändert werden kann, dazu stellen GEW und SDAJ ihre Konzepte vor.“
Sonntag 18.11.12, 20:07 Uhr
Volkstrauertag in Zweierreihen und im Gleichschritt
Neben der trauernden Mutter hatten sich heute Nachmittag wie bereits am Volkstrauertag im letzten Jahr Aktive des Friedensplenums postiert und erinnerten daran, dass Krieg von Deutschland ausgeht. Daneben standen die Standarten der Pommern, Ostpreußen, Sudeten und Oberschlesier, die um ihre verlorenen Gebiete trauerten und sie teilweise revanchistisch zurückforderten. Eine Blechbläserkapelle der ev. Jugend spielte das Heldengedenklied vom guten Kameraden. Die Schleifen der Kränze wurden von einem Militär in Uniform, Bürgermeisterin Gabriela Schäfer und von Oberst der Reserve Christoph Konrad zurecht gezupft. Dann übernahm Oberst Konrad, der auch CDU-Vorsitzender in Bochum ist, das Kommando und erklärte, wie es weitergeht: Die Bundeswehrsoldaten wurden in Zweierreihen aufgestellt und marschierten an der Spitze des Zuges in den Gedenkgottesdienst. Eindrucksvoller kann man vor Gewalt und Krieg nicht warnen.
Zu den Plänen die Bundeswehr mit Patriot-Raketen an die türkisch-syrische Grenze verlegen zu lassen erklären die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen, als Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke und der türkische Abgeordnete Levent Tüzel (Kongress der Völker in der Türkei): »Wir wenden uns entschieden gegen die Stationierung deutscher Truppen in der Türkei. Die Türkei und der Nahe Osten brauchen endlich Frieden. Die Bevölkerung in der Türkei braucht keine Bundeswehrsoldaten an der türkisch-syrischen Grenze. Ein weiterer Truppenaufmarsch droht vor diesem Hintergrund zum offenen Krieg gegen Syrien zu eskalieren. mehr…
Samstag 17.11.12, 10:54 Uhr
Stadtrundgang: Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum
Am Sonntag, den 25. 11. lädt die Volkshochschule zu einem Stadtrundgang zum Thema Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum. Startpunkt ist um 14.00 Uhr am Gewerkschaftshaus, Alleestr. 80. In der Ankündigung heißt es: »Vor einigen Monaten wurde die Gedenkstätte „Saure Wiesen“, wo eins der größten Zwangsarbeiterlager des Bochumer Vereins im Faschismus stand, eröffnet. Vor 75 Jahren wurde der Bochumer Verein als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. Dieser Musterbetrieb war einer der größten Waffenproduzenten des faschistischen Deutschland. Aber auch in anderen Bochumer Betrieben wurden spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs kriegswichtige Güter hergestellt. Im Verlauf des Krieges wurde diese Kriegsproduktion nur noch mit dem Einsatz von Tausenden von ZwangsarbeiterInnen aufrecht erhalten. mehr…
Das Bochumer Schauspielhaus hat zwei Stellenausschreibungen veröffentlicht. Darin werden zum einen MitarbeiterInnen für den Einlass-/Garderobendienst auf 400 €-Basis und zum anderen für die Theaterkasse auf 400 €-Basis oder Teil-/Vollzeit gesucht. Alle Stellen sind befristet. Für die 400 €-Stellen wird ein Stundenlohn von 7 € angeboten, für Teilzeit-/Vollzeit Theaterkasse TVÖD (Entgeltgruppe 6). „Wir waren sehr überrascht, dass es offensichtlich bei der Stadt so schlecht bezahlte Jobs gibt“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linken, Uwe Vorberg. „Lohndumping darf es nie geben, erst recht nicht bei einem öffentlichen Unternehmen!“ Der niedrigste Stundenlohn im TVÖD liegt nach Auskunft von ver.di bei 8,84 €. Die Entgeltstufe 6 liegt für BerufsanfängerInnen bei ca. 12 €. „Es ist doch das Mindeste, dass bei den öffentlichen Einrichtungen der Tarif eingehalten wird“, stellt Vorberg klar. „Das scheint aber beim Schauspielhaus nicht der Fall zu sein“. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Als extrem unsozial kritisiert die Soziale Liste im Rat die beschlossene Strompreiserhöhung um rund 10 %. Vor dem Hintergrund der Affären um hohe Promihonorare, Eventsponsoring und hohe Managergehälter (24 % Erhöhung) ist die drastische Preiserhöhung nicht zu vermitteln und ungerechtfertigt. Hinzu kommt, dass die Forderungen der Stadt an die Stadtwerke zur Gewinnerhöhung und Gewinnabführung an den Haushalt in den letzten Jahren stetig gestiegen sind und jetzt bei 38 Mio. Euro pro Jahr liegen. mehr…
Jobs nur für Christen: Arbeitgeber Kirche - IBKA und GerDiA bei Panorama
Am Freitag, den 23. November um 17 Uhr referiert Ingrid Matthäus-Maier im ver.di-Gewerkschaftshaus, Universitätsstraße 76 unter dem Titel: Katholisch operieren – evangelisch Fenster putzen? Sie ist Sprecherin der Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“ und langjährige stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Anschließend berichtet Georg Güttner-Meyer über: „Das BAG-Urteil vom 20. November und seine Auswirkungen auf die weitere Arbeit für ver.di“. Er ist Gewerkschaftssekretär im ver.di Bundesfachbereich 3, zuständig für die Bereiche Kirchen und ihre Einrichtungen bei Caritas und Diakonie. Es geht bei der Veranstaltung darum, dass rund 1,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland in kirchlichen Einrichtungen arbeiten. Fast alle diese Arbeitsplätze werden weitgehend durch Steuern, Kranken- oder Sozialkassenbeiträge und Eigenbeteiligung derjenigen finanziert, die diese Leistungen in Anspruch nehmen. Der finanzielle Beitrag der Kirchen in diesem Bereich ist verschwindend gering. Trotzdem gilt hier ein kircheneigenes Arbeitsrecht, das den Beschäftigten z.B. das Streikrecht entzieht – laut Verfassung ein Menschenrecht. Auch die Mitbestimmungsregeln des Betriebsverfassungsgesetzes gelten in christlichen Einrichtungen nicht. Die kirchlichen Arbeitgeber haben das Recht, Nichtgläubige zu diskriminieren und ihnen die Arbeit in einer ihrer Einrichtung zu verwehren. Am 20. November 2012 verkündet das Bundesarbeitsgericht eine Entscheidung zum Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen.
Die bisherigen Ergebnisse der Aufklärung der Event- und Promiaffäre sind aus Sicht der Sozialen Liste völlig unzureichend. In einer Erklärung der Sozialen Liste heißt es: »Vor allem wird der Versuch deutlich, in kleinen Gesprächsrunden der Hauptbeteiligten sowie Aufsichtsratssitzung das Thema hinter verschlossenen Türen abzuhandeln und auf den Atrium-Talk zu beschränken. Das kommunale Wahlbündnis fordert deshalb erneut nachdrücklich die Hintergründe um die Finanzierung des Atrium-Talks, des Steiger Awards und der Veranstaltungsreihe „Herausforderung Zukunft“ schonungslos, umfassend und öffentlich in einer Ratssitzung gegebenenfalls Sondersitzung des Rates aufzuklären. mehr…
Am Samstag, den 1. 12. findet im Bahnhof Langendreer um 15:00 Uhr das zweite offene Treffen der Initiative “Zur Gründung der Anarchistischen Föderation RheinRuhr AFRR statt. In der Einladung heißt es: „Die Anarchistische Föderation RheinRuhr soll Raum geben durch einen Kampf „FÜR“ gegen unser kapitalistisches System zu kämpfen. Es geht also um den Kampf für eine herrschaftsfreie, anarchistische Gesellschaft. Durch die Gründung einer neuen Föderation, welche sich im „Forum deutschsprachiger AnarchistInnen“ bzw. in der Internationalen Anarchistischen Föderation (IFA) bewegen will, soll eine Vernetzung im Rhein-Ruhr- Gebiet verstärkt bzw. neu belebt werden. Nach dem erfolgreichen Start der Initiative vor drei Monaten haben mittlerweile drei Regionalgruppen im RheinRuhrgebiet die Arbeit aufgenommen. Auf der Infoveranstaltung der AFRR wollen wir alle Interessierten über den aktuellen Stand informieren und zur aktiven Mitarbeit einladen.“
Der notstand, Infoladen Bochum lädt am Freitag, den 23. November, 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag ein: “Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist weiß.†In der Ankündigung heißt es: »Nach den Ereignissen auf dem No-Border-Camp in Köln und anderen Vorfällen im Vorfeld, befindet sich die Linke hierzulande in einer Debatte um die Konzepte „Critical Whiteness“ und „Definitionsmacht“. Der notstand möchte dies zum Anlass nehmen, sich kritisch mit der Debatte auseinander zusetzen. Zum einen soll der theoretische Hintergrund erläutert werden, um sich später mit der Frage auseinander zu setzen, wie eine praktische Umgehensweise einer linken Bewegung damit aussehen kann. mehr…
Gemeinsam mit der VHS Bochum hat der DGB Bochum wieder ein Bildungsprogramm unter dem Label „Arbeit und Leben“ für das 2. Halbjahr 2012 zusammengestellt. Am Donnerstag, den 22. November um 18:30 Uhr findet in dieser Reihe in der VHS im Clubraum eine Veranstaltung statt: “Rechtskonservative Strömungen in Deutschland – Ein Überblickâ€. Die Einladung: »Der Konservatismus ist eine der ältesten politischen Strömungen in Deutschland. Dabei handelt es sich nicht um eine homogene Gruppe von politischen Akteuren, sondern er ist durch eine starke innere Zerrissenheit geprägt. Der Rechtskonservatismus bildet hierbei eine politische Form, die seit fünf Jahren stetig in einem Aufwärtstrend ist. Die seit Jahren zunehmenden Wahlerfolge rechtskonservativer Parteien in ganz Europa sind ebenso wie die Diskussionen um eine mögliche neue Partei „rechts“ von der CDU Indizien dafür, dass auch in Deutschland ein gewisses Wählerpotenzial existieren dürfte. mehr…
Günter Gleising, Wattenscheider Ratsmitglied der Sozialen Liste, unterstützt die Forderungen des Bündnisses für Leithe“ bezüglich der Schaffung eines Flüchtlingsheimes in der früheren Hollandschule in der Fröbelstraße. In der Pressemitteilung der Sozialen Liste heißt es: »Zu kritisieren ist, dass die Bevölkerung vor Ort in die bisherigen Diskussionsprozesse nicht einbezogen wurden, obwohl diese für die Akzeptanz und Integration besonders wichtig ist. „Die Soziale Liste erwartet von der Stadtverwaltung eine umgehende Beantwortung und Abarbeitung der 8 Fragen“, äußert sich Gleising. Der Feststellung des Leihter Bündnisses, „dass die Asylbewerber, die hier angesiedelt werden, ein Recht darauf haben, ein menschenwürdiges Umfeld vorzufinden, nur so kann Integration erfolgen und Ausländerfeindlichkeit entgegen gewirkt werden“, kann nur zugestimmt werden. mehr…
Am kommenden Mittwoch, den 21. November, lädt das Frauenarchiv ausZeiten um 19.30Uhr in Kooperation mit der LAG Lesben in NRW zu einem Vortrag für Frauen mit Diskussion in die Herner Str. 266 ein. Unter dem Titel „Schön! Stark! Frei! Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden, wird die Münchner Journalistin Elke Amberg die Ergebnisse ihrer Untersuchungen auf Powerpoint und als Buch päsentieren. In der Ankäündigung heißt es: »Es überrascht nicht wirklich und entspricht immer noch einer alltäglichen Erfahrung, dass Lesben in der Berichterstattung von Tageszeitungen unterrepräsentiert sind oder klischeehaft dargestellt werden. Aber erstmals bietet Elke Amberg Zahlen, mit denen sie ihre Thesen unterlegt. Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion darüber, warum Lesben im öffentlichen Diskurs weitgehend unsichtbar sind und was frau dagegen tun könnte. Oder wir könnten uns Gedanken darüber machen, wie wir selbst in unserem Alltag mit den Begriffen lesbisch – homosexuell – schwul umgehen.«
Der Bochumer Mieterverein macht auf eine Trickserei aufmerksam: »Die früher landeseigene, von der Rüttgers-Regierung aber privatisierte LEG hat einen erneuten Versuch gestartet, ihre Mieter zu unnötigen Mieterhöhungen zu überreden. Dem Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V. liegt ein Schreiben der heutigen Tochter des Finanzinvestors Whitehall vor, mit dem einem Mieter aus Hiltrop eine „Mietpreisgarantie“ schmackhaft gemacht werden soll. Ähnliche Schreiben sind vor Kurzem in Dortmund und Münster aufgetaucht. Der Haken: Der Mieter soll zuvor einer freiwilligen Mieterhöhung um 20 € zum 1. Dezember zustimmen. Dann und nur dann werde garantiert, dass die Miete 24 Monate lang unverändert bleibe. Bezogen auf die konkrete Wohnung bedeutet das erstmal eine sofortige Mieterhöhung um 9,45 Prozent. mehr…