Eine Mobilisierungsveranstaltung gegen den Castor-Transport 2011 findet am Freitag, den 4. November um 19.30 Uhr im Rahmen der entflammBar im Sozialen Zentrum statt. In der Ankündigung heißt es: »Auch in diesem Jahr ist am letzten November Wochenende ein Castor-Transport nach Gorleben geplant. Seit der Reaktorkatastrophe in Japan im März hat sich wenig verändert. Es hat trotz großer Proteste kein schneller unumkehrbarer Ausstieg stattgefunden. In Gorleben haben sich gleichzeitig neue Sicherheitsmängel gezeigt. Gegen diesen erneuten Transport wehrt sich die AntiAtom-Bewegung. Wir haben daher Menschen aus AntiAtomgruppen eingeladen, um uns über die aktuell geplanten Proteste zu informieren. Auf der Veranstaltung soll verabredet werden, an welchen Aktionen sich Menschen aus dem Ruhrgebiet beteiligen können. Als flüssigen Beitrag bietet die entflammbar an diesem Abend den geliebten Castor Spezial Cocktail an.«
Am kommenden Donnerstag, den 3.11. wird Guenter Sandleben um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer über die Ursachen und Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise diskutieren. Viele Beobachter – auch aus dem linken politischen Spektrum – halten die Wirtschaftskrise für eine vermeidbare Tragödie, die durch politische Eingriffe hätte verhindert werden können. Wenn nur die Finanzmärkte besser reguliert worden wären. Guenther Sandleben zeigt dagegen, dass nicht die Finanzmarktkrise die Wirtschaftskrise, sondern umgekehrt die Wirtschaftskrise die Finanzmarktkrise hervorbrachte. Die Systemfrage ist aufgeworfen, wenn es um die politische Bewältigung solcher Krisen geht. Guenther Sandleben, Ökonom und Politikwissenschaftler, war mehr als 20 Jahre Finanzmarktanalyst einer mittelgroßen Bank und lebt als Publizist in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er „Politik des Kapitals in der Krise: Eine empirische Studie“ im VSA-Verlag, Hamburg 2011
Am Montag, den 31. 10. findet um 18.30 Uhr ein Treffen der Occupy Bochum Initiative im Sozialen Zentrum statt. Hier werden lokale Aktivitäten geplant und die Beteiligung an überregionalen Aktionen diskutiert und vorbereitet.
Am morgigen Montag, den 31. Oktober beginnt um 16:00 Uhr im AusländerInnenzentrum hinter dem KulturCafé an der Uni ein wöchentlicher Lesekreis zur Dialektik der Aufklärung. In der Ankündigung heißt es: »„Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“ Kein Buch hat die kritische Gesellschaftstheorie wohl stärker geprägt als Theodor W. Adornos und Max Horkheimers Dialektik der Aufklärung. Das Denken der beiden Autoren, aber auch das ihrer Kollegen vom Institute for Social Research wie Herbert Marcuse und Leo Löwenthal, speiste sich Zeit ihres Lebens aus Erkenntnissen und Motiven, die in diesem im Exil in den USA zwischen 1941 und 1944 entstandenen Werk vielleicht am prägnantesten formuliert worden sind. Und auch neuere, nicht nur gesellschaftskritische, Theorien und Überlegungen greifen immer wieder wie selbstverständlich auf die damals formulierten Erkenntnisse und Problematiken zurück. Häufig werden der ‘Selbstzerstörungsprozess der Vernunft’, die ‘Kulturindustrie’ oder gesellschaftliche ‘Elemente des Antisemitismus’ dabei zu Phrasen, deren zutiefst kritischer Gehalt ebenso unberücksichtigt bleibt, wie der gedankliche, historische und räumliche Kontext, in dem sie entstanden sind. mehr…
Die gestrige Demonstration in Langendreer war in vielerlei Hinsicht etwas ganz besonderes. Für uns als Redaktion von bo-alternativ.de galt das schon im Vorfeld. Selten zuvor haben wir so plakativ für ein politisches Ereignis geworben. Wir haben das gern gemacht. Denn das Bündnis „Langendreer gegen Nazis“ hat uns beeindruckt. Hier haben sich nicht Organisationen zusammengesetzt und überlegt, was gegen die immer bedrohlichere Nazi-Szene in Langendreer unternommen werden kann, sondern bisher politisch nicht organisierte Menschen aus Langendreer haben beschlossen: Uns reicht´s. Wir müssen den Nazis in unserem Stadtteil Einhalt gebieten. Parteien und andere Organisationen in Langendreer hatten versagt und sich zum Teil von den Einflüsterungen des Staatsschutzes der Polizei beeindrucken lassen und das Nazi-Problem verharmlost. Bereits vor der Sommerpause machte deshalb die Initiative mit einem Flugblatt, das an die Haushalte in Langendreer verteilt wurde, auf die unerträglichen Nazi-Übergriffe im Stadtteil aufmerksam. Die LangendreererInnen wussten nun, dass ihre Wahrnehmungen keine zufälligen Eindrücke waren, sondern dass Nazis tatsächlich versuchen, den Stadtteil zu terrorisieren.
Nur die politisch Verantwortlichen und die Polizei blieben unbeeindruckt. Sie verharmlosten die Naziübergriffe weiter als Erscheinung von Jugendrangeleien. Im traditionell organisierten Spektrum von Langendreer nahm nur die Dorfpostille die Nazi-Bedrohung ernst und berichtete darüber. mehr…
Das Bündnis „Langendreer gegen Nazis“ schreibt zu der heutigen erfolgreichen Demo im Bochumer Osten: „1200 Menschen demonstrierten in Langendreer lautstark gegen Nazis! Am 29.10.2011 zog eine Demonstration gegen Nazis durch die Straßen von Bochum Langendreer. Die Veranstalter zählten vor der Zwischenkundgebung 1120 Teilnehmer, weitere Anwohner schlossen sich der bunten Demonstration an. Man wollte damit auf die steigende Zahl von Übergriffen durch Neonazis im Stadtteil aufmerksam machen und die Bürger zum Handeln auffordern. „Unsere Demonstration war für 200 Teilnehmer angemeldet. Ich bin völlig überwältigt von der großen Anzahl an Menschen, die sich gegen Rassismus hier stark machen wollen“, so ein Mitglied des Bündnisses „Langendreer gegen Nazis“. Dieses hatte zu der Demo aufgerufen, um „den Nazis zu zeigen, dass Langendreer ihre Übergriffe und ihre Propaganda nicht dulden wird“, wie es im Aufruf des Bündnisses zu lesen war. mehr…
Samstag 29.10.11, 13:30 Uhr
Die Wortbeiträge von der Demonstration im Wortlaut:
Auf der heutigen Demonstration in Langendreer machten RednerInnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln deutlich, warum sie entschlossen den Nazis entgegentreten. Ulrike Nefferdorf begrüßte die TeilnehmerInnen im Namen der Initiative Langendreer gegen Nazis. Im Wortlaut. Paul Wilfried Möller von der Langendreerer Dorfpostille erinnerte an vergangene Antifa-Demonstrationen im Stadtteil und forderte dazu auf, sich auch jetzt wieder zu empören. Im Wortlaut. Ein Vertreter des Bochumer Forums für Antirassismus und Kultur kritisierte u. a., wie Rassismus und Nazi-Umtriebe bisher von Politik und Polizei verharmlost wurden. Im Wortlaut. Die BezirksschülerInnenvertretung zählte in ihrem Redebeitrag Beispiele für das Versagen von Schule und Bildung im Kampf gegen Nazis auf. Im Wortlaut. Gerd Spiekermann vom Kulturbahnhof Langendreer brachte es auf den Punkt: Die Demonstration war ein richtig guter Tag für Langendreer. Im Wortlaut. Sinan Aksoy, Mitglied der Jugendvertretung von Opel, berichtete schließlich über die Bedeutung von antirassistischer Arbeit im Betrieb. Im Wortlaut.
Am 17. November wollen Schülernnen zusammen mit Studierenden und Auszubildenden bundesweit für ein besseres Bildungssystem auf die Straße gehen. Die Bochumer Vorbereitungsgruppe schreibt: »Gemeinsam haben schon in den letzten Jahren hunderttausende im Zuge von bundesweiten Bildungsstreiks gegen das deutsche (Aus-)Bildungssystem gekämpft. Dabei war die Parole: Bildung für alle und zwar umsonst! Doch auch nach der Abschaffung der Studiengebühren und der Kopfnoten nach dem Bildungsstreik 2009/2010 gibt es weiterhin Kritik am Bildungssystem in Deutschland. Deswegen gründeten Bochumer Schülerinnen und Schüler, Studierende und Azubis im Oktober 2011 ein offenes Bündnis um am Bundesweiten Aktionstag im November erneut auf diese Kritik aufmerksam zu machen. mehr…
Die Linke im Bochumer Rat hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Einblicke“ herausgebracht. Im Leitartikel erläutert die Linksfraktion ihre Position zu dem im VRR neu eingeführten 30-Euro-Ticket. Die weiteren Themen sind Kinderbetreuung in Bochum, Haushaltsberatungen hinter verschlossenen Türen, Bundeswehrwerbung bei Jugendlichen, Zukunft des Übergangsheims Krachtstraße, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Tarifüberleitung der Alten-/Pflegeheime und der internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Die “Einblicke†gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linken (Willy-Brandt-Platz 1-3). Es gibt sie auch als PDF-Datei.
Ab Freitag, 28. 10. sind die VerkäuferInnen des sozialen Straßenmagazins bodo mit der Novemberausgabe unterwegs in den Fußgängerzonen von Bochum, Dortmund und Umgebung. „Das kommende Heft hat einen ausgesprochenen Bochum-Schwerpunkt“, sagt Redaktionsleiter Bastian Pütter. „Mit einer neuen Ausgabestelle in Herne erweitern wir unser Vertriebsgebiet nach Westen, und das soll sich auch im Heft wiederfinden.“ Themen aus dem oft lauteren Dortmund, das ja auch Sitz des Vereins und der Redaktion ist, müssten da zurückstehen. In der bodo-Vorschau heißt es: mehr…
Der Bochumer Kreisverband Der Linken und die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen rufen zur Teilnahme an der Antifa-Demo in Langendreer auf: “Die Demonstration „Langendreer gegen Nazis“ verdient die Unterstützung aller Bochumerinnen und Bochumer. Schon seit Anfang des Jahres kommt es in Bochum Langendreer zu Einschüchterungsversuchen und Hakenkreuzschmierereien durch Neonazis und zu Angriffen gegen Menschen, die nicht in das faschistische Weltbild passen. Diese erschreckende Entwicklung wird nicht einfach aufhören, indem wir sie ignorieren oder verharmlosen. Dies hat bereits in Dortmund dazu geführt, dass die lokale Naziszene wachsen konnte. Der zivile Widerstand gegen Neonazis in Bochum ist für uns Demokratinnen und Demokraten eine verantwortungsvolle Aufgabe.“ mehr…
Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am 6. November 2011 zu einem Stadtrundgang ein. In der Ankündigung heißt es: „Mit dem Matrosensaufstand in Kiel im Oktober 1918 begann die Novemberrevolution. In den folgenden Wochen und Monaten kam es in vielen Regionen Deutschland, in Bremen, München, im Ruhrgebiet, in Mitteldeutschland oder Schlesien zu Aufständen, Generalstreiks und Räterepubliken, die von der neuen Regierung brutal niedergeschlagen wurden. mehr…