Die IG Metall hat zur Ruhrpottrebellion aufgerufen und fand viel Resonanz. Eine derart kämpferische Stimmung, wie am letzten Freitag auf dem Dr.-Ruer-Platz hat es seit den Demonstrationen gegen die Einführung von Hartz IV nicht mehr gegeben. Ulrike Hölter, die 1. Bevollmächtigte der IG Metall im mittleren Ruhrgebiet machte zu Beginn der Kundgebung klar, worum es den Gewerkschaften geht: Die Regierenden sollen einfach Respekt vor den Leuten aufbringen, die den Laden am Laufen halten.
Das Hattinger Forum für Demokratie begrüßt Lucius Teidelbaum mit dem Thema „Die christliche Rechte in Deutschland“ zu unserem nächsten Demokratieforum und schreibt dazu: »Wenig beachtet von einer kritischen Öffentlichkeit, existieren auch in NRW Organisationen und Netzwerke, die aus religiös-christlichen Motiven eine andere Gesellschaft anstreben.
Heute um 17 Uhr wird vor der Quartiershalle der KoFabrik ein Schild angebracht mit dem Hinweis: „Ort, den die AfD für nicht gut befindet! Hereinspaziert und mitgemacht!“. Anlass ist eine Anfrage der AfD-Fraktion im Rat, mit der sie ihren Feldzug gegen die lebendige Zivilgesellschaft in Bochum fortsetzt. Mit 15 Fragen zu ihrer fälschlicherweise unterstellten Förderung durch die Stadt Bochum soll der pluralistische Anspruch der KoFabrik diffamiert werden.
Kommt heute um 17 Uhr zur Quartiershalle der KoFabrik, Stühmeyerstr. 33
Sonntag 12.07.26, 20:11 Uhr
Film über über Menschenrechte und Frauenrechte in Pakistan
In Kooperation mit dem Seminar „Film und Frauenrechte in Indien, Pakistan und Bangladesch“ zeigt Amnesty International am Mittwoch, den 15. Juli um 18 Uhr im Kino Endstation den Spielfilm „Was werden die Leute sagen“ von Iram Haq über die fünfzehnjährige Nisha, die in Norwegen ein Doppelleben zwischen zwei Kulturen lebt:
Mit der Aufstellung zum Peace-Zeichen unter dem Büro des Oberbürgermeisters demonstrierten IPPNW und Friedensplenum für die Ächtung von Atomwaffen.
Mit einer Aktion vor dem Bochumer Rathaus erinnerten IPPNW und Friedensplenum am Mittwoch dieser Woche an den „Mayors for Peace“-Tag. Bochum ist Mitglied der Organisation Mayors for Peace. Sie wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet – aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeister:innen für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürger:innen und Bürger verantwortlich sind. Arno Lohmann erläuterte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Kampagne.
Von links nach rechts: Bianca Schmolze (Moderation, Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.); Shole Pakravan (Schauspielerin, Aktivistin, Mutter von Reyhaneh Jabbari und Stimme der Bewegung der Dadkhah-Mütter); Solmaz Gholami (Regisseurin, Doktorandin der Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum und Aktivistin); Maximiliane Brand (Ruhr-Universität Bochum); Hans Christoph Hudde (Amnesty International Bochum)
Anlässlich der heutigen Uraufführung des Theaterstücks „Blutiger Januar“ im Schauspielhaus Bochum fand am Freitag eine bewegende Pressekonferenz statt. Im Mittelpunkt standen Berichte über Menschenrechtsverletzungen im Iran, die dramatische Zunahme politisch motivierter Hinrichtungen sowie die Rolle von Kunst und Kultur als Mittel des Widerstands und der Erinnerung.
4.7.26 massive Polizeigewalt in Erfurt gegen friedliche Menschen
Die Polizei ging letzte Woche bei dem Protest gegen die AfD in Erfurt nicht sonderlich freundlich mit den Demonstrant:innen um. Radio Bochum berichtet heute: „Nach Kritik der Linken Bochum bestätigt die Polizei: Ein umstrittener Einsatzbefehl einer Bochumer BFH-Einheit beim AfD-Parteitag in Erfurt wurde tatsächlich gegeben. Umgesetzt worden sei er aber nicht.“
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) weist darauf hin dass von den rund 4.530 Bauarbeitern in Bochum nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur gerade einmal rund 160 Beschäftigte älter als 63 Jahre sind. „Ob Maurer, Dachdecker, Kanal- oder Straßenbauer: Sie machen harte körperliche Arbeit. Und das bei Wind und Wetter – bei Hitze und Frost“, sagt Gabriele Henter, Vorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund. Sie sieht dabei eine kritische Altersgrenze: „Für die meisten ist schon Schluss, bevor sie 60 sind. Sie packen die Arbeit auf dem Bau gesundheitlich dann einfach nicht mehr“.
»Behinderte, Menschis mit Behinderung, Handicapped !? Warum fühlen sich einige Begriffe besser an als andere? Ist Krüppel bereits ein zurück-erkämpftes Wort oder immer noch eine Beleidigung? Und wie erkämpft man sich Worte überhaupt zurück? Wann wird Sprache zur Waffe? Und wie kann man die für sich nutzen?
Auch in Bochum wachsen eine Reihe von Pflanzen die sich stark ausbreiten, aus anderen Erdteilen stammen und die heimische Natur schädigen. Es handelt sich um invasive Neophyten. Allgemein bekannt sind die Herkulesstauden, auch Riesenbärenklau genannt und das rosa-violett blühende Indische Springkraut. Bei Berührung kann der Saft der Herkulesstauden unter dem Einfluss von Sonnenlicht schmerzhafte Verbrennungen verursachen. Der Arbeitskreis Umweltschutz will jetzt aktiv dagegen werden.
»Am 16. Juli stellt der emeritierte Professor für moderne Geschichte Moshe Zimmermann sein im April erschienenes Buch „People Gone Mad: Wie Demokratie sich selbst zerstört“ im Bochumer Fritz Bauer Forum vor. Zimmermann wird online zugeschaltet sein.
Die Benachteiligung von Fußgänger*innen ist an Ampeln besonders spürbar – auch hier in Bochum. Neben den widrigen Bedingungen, die das Warten an der Ampel mit sich bringt – Lärm und Abgasen unmittelbar ausgesetzt – sind zu Fuß Gehende beim Queren der Straße konkret gefährdet. Besonders kritisch sind Ampelschaltungen, bei denen abbiegende Fahrzeuge und querende Fußgänger*innen gleichzeitig Grün haben. In Bochum kam es in jüngerer Zeit mehrfach zu schweren Unfällen in solchen Situationen. Besonders deutlich wird dies am Beispiel eines Unfalls vom 27. März an der Kreuzung Unterstraße / Am Neggenborn in Langendreer.
Im Jahr 2022 hat die Stadt Bochum eine eigene Stellplatzsatzung verabschiedet. Sie war ein wichtiger Meilenstein bei der Förderung des Radverkehrs. Es wurde vereinbart, diese turnusmäßig zu überprüfen. Die zweite Prüfung steht nun an.
Unter dem Titel „HAMME IM GESPRÄCH – Die offene Dialogreihe im Stadtteil“ hat das Theater der Gezeiten einen offenen Raum für Austausch, Fragen und unterschiedliche Perspektiven geschaffen. Die politischen Gesprächsrunde trifft sich ein Mal im Monat. Am Fr. 17. Juli 2026 geht es ab 17:00 Uhr (Einlass: 16:30 Uhr) um die Frage „Was bewegt uns politisch – hier im Stadtteil, in der Gesellschaft, in der Welt?“
»Von Sonntag, dem 19.7. bis Sonntag, den 9.8.2026 setzen wir uns von der „showroom-kunst Halle“, Oskar-Hoffmann-Str. 46 künstlerisch, kreativ und vor allen Dingen kritisch mit den faschistischen Inhalten des Regierungsprogramms der AfD für Sachsen-Anhalt auseinander.
Es kommt dabei auf die Mitwirkung viele Menschen an.
Vom „Bündnis Ennepe-Ruhr stellt sich quer“ erreichte die Redaktion folgendes Statement: »Kein Raum für rechtsklerikalen Kulturkampf im Sports Gym Witten und anderswo! Für Samstag, den 11. Juli, wirbt der Verein „Christkönigtum e. V.“ für ein Treffen im Sports Gym Witten an der Westfalenstraße. Auf dem Programm stehen Kampfsporttraining und ein gemeinsames Essen – beworben wird das Event als Veranstaltung „für die katholischen Männer“.
Bereits morgen findet in Wattenscheid zum 17. Mal die Kulturnacht statt. Ab 17:45 gibt es ein vielfältiges Angebot mit Musik, Literatur, Theater, Artistik und Kunst bis 22:00 in der Wattenscheider Innenstadt.
Unter dem Motto „RuhrpottRebellion“ rufen Gewerkschaften und weitere Organisationen in 14 Städten des Ruhrgebiets zum Widerstand gegen die von der Bundesregierung geplanten drastischen Kürzungen im Sozialbereich auf. Am 10 Juli wird in Bochum gegen die Vorhaben protestiert. Der Stadtverband der GEW unterstützt die Kundgebung »aus ganzem Herzen« und ruft ihre Mitglieder wie »alle sozial eingestellten Menschen« zur Teilnahme auf.
Am 21. Juni 2026 hatten das Jugendamt, die AGOT (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) und der Kinder- und Jugendring Bochum zu einem Jugendforum für den Bezirk Bochum-Nord eingeladen. 63 Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendarbeit nahmen daran teil. Die Wünsche, Ideen und Kritikpunkte der Kinder und Jugendlichen für die Ortsteile im Bochumer Norden wurden in einem Offenen Brief an OB Jörg Lukat, die Mitglieder des Stadtrats und der Bezirksvertretung Nord zusammengefasst, wo sie in der Sitzung am 15. September vorgestellt und diskutiert werden sollen.
Im Rahmen der Proteste gegen den AFD-Parteitag am vergangenen Wochenende in Erfurt soll ein Einsatzleiter der Bochumer Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft (BFH) einen Befehl gegeben haben, der zu erheblichen Verletzungen der Demonstrierenden hätte führen können. Die Linke Bochum spricht von einem »Befehl zur Körperverletzung“ und fordert Aufklärung.
Nimca ist eine von rund 5000 unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, die 2025 einen Asylerstantrag in Deutschland gestellt haben. Sie floh allein aus Somalia, wo sie als junges Mädchen viel Gewalt und Unsicherheit erlebt hat, und lebt nun in einer betreuten Wohngruppe in Bochum. Gerade hat sie eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um ihre Mutter und jüngeren Geschwister nachholen zu können. Im Interview mit der Seebrücke Bochum, die sich für sichere Fluchtwege und ein gutes Ankommen und Bleiben einsetzt, erzählt sie von ihrem Weg nach Deutschland und den Hürden bei der Familienzusammenführung.
Der NRW Appell für ein AfD – Verbot, der maßgeblich von einer Gruppe des Bochumer Bündnisses gegen Rechts initiiert und organisiert worden ist, ist am 4. Juli beendet worden. »Die Kampagne bedankt sich herzlich bei allen Menschen und Organisationen, die in den vergangenen Monaten mit großem Engagement Unterschriften gesammelt, Aktionen organisiert oder den Appell unterzeichnet haben. Wir schließen die Sammlung mit 124.052 Unterschriften ab – über 110.000 sind dabei nur aus NRW –
Der KV Bochum/Gelsenkirchen/Herne des VCDkritisiert den neusten Vorschlag der CDU, wie der Mobilitätszuschuss der Grundsicherung künftig verwendet werden könnte: »Weniger Bargeld, dafür das Deutschlandticket…. Der CDU-Antrag wirkt auf den ersten Blick wie ein win-win für Grundsicherungsempfänger:innen und Nahverkehrsunternehmen.
Infoveranstaltung der Grünen im Bochumer Osten gemeinsam mit BoKlima
Die Grünen im Bochumer Osten laden in Zusammenarbeit mit der örtlichen Klimaschutzinitiative BoKlima zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema Solarstrom ein. Unter dem Titel „Solarstrom – was kann ich tun?“ geht es am Dienstag, 14. Juli 2026, um 17.30 Uhr im Gute Laune Hof, Alte Bahnhofstraße 9, um praktische Möglichkeiten, selbst Solarenergie zu installieren und zu nutzen.
Der Rosa–Luxemburg-Club Bochum führt gemeinsam mit RosaLux NRW am kommenden Samstag in der KoFabrik einen workshop durch, der sich mit der Frage befasst, wie Mieter*innen sich gemeinsam für ihre Interessen einsetzen und organisieren können. In der Beschreibung des workshop heißt es dazu:
Am kommenden Freitag ist wieder Hutkonzert bei den Naturfreunden Langendreer in deren Naturfreundzentrum in der Hohen Eiche 20. Zu Gast dieses Mal ist der Sänger Thomas Hagenhoff.
Unter dem Motto „Alle Räder rollen für den Sieg“ veranstaltet die VHS Bochum wieder gemeinsam mit der VVN-BdA am kommenden Sonntag ab 14 Uhr einen Stadtrundgang zu Zwangsarbeit in Bochum zur Sicherstellung der Kriegswirtschaft im Hitler-Faschismus: »Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen.
Am Sonntag, den 12. Juli findet im Oval Office im Schauspielhaus Bochum die Uraufführung des Theaterstücks „Blutiger Januar“ statt. Es erzählt eindringlich von Erinnerung, Schmerz, Exil und dem Kampf um Gerechtigkeit im Iran. Zu den Mitwirkenden zählen Shole Pakravan, die Mutter von Reyhaneh Jabbari, deren Schicksal durch den Film „Sieben Winter in Teheran“ und das Buch „Wie man zum Schmetterling wird“ bekannt wurde, und die Bochumer Medienwissenschaftlerin und Filmemacherin Solmaz Gholami.
Am 14.07.26 um 18.00 Uhr lädt das Fritz Bauer Forum in Kooperation mit der Amnesty International Hochschulgruppe Bochum zu einer performativen Lesung des Künstlers, Multimedia-Designers und Doktoranden Takudzwa Mukesi ein. In der Inszenierung werden künstlerisches Schaffen mit privater wie postkolonialer Vergangenheitsbewältigung verflochten. Die Veranstaltungssprache ist Englisch; im anschließenden Publikumsgespräch besteht die Möglichkeit, Fragen auf deutsch zu stellen und die Antworten ebenfalls ins Deutsche übersetzt zu bekommen. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind willkommen (Empfehlung: 5€), der Veranstaltungsort (Feldmark 107, 44803 Bochum) ist barrierefrei. Es folgt der Veranstaltungstext in deutscher Übersetzung, gefolgt von der englischsprachigen Version: